Zur positiven Wirkung der erneuerbaren Energien auf den Tourismus

Ich habe mich an einer Petition gegen den weiteren Windkraft-ausbau im Amtsbereich Löcknitz-Penkun beteiligt. Die Petitenten erhielten eine Stellungnahme des Energieministeriums, in der u. a. von der positiven Wirkung der erneuerbaren Energien auf den Tourismus die Rede war. Ich antwortete darauf: „Die Behauptung des Energieministeriums in der genannten Stellungnahme, dass eine hohe Konzentration vonWindkraftanlagen tourismusfördernd sei, zeugt entweder von einem totalen Realitätsverlust der Schweriner Politiker oder von ihrer Verachtung für die betroffenen Bürger im ländlichen Raum, die sie mit derartigen Behauptungen verhöhnen. Im Gebiet des Amts Löcknitz-Penkun sind insbesondere die Gemeinden im Süden von einer hohen Konzentration von Windkraftanlagen betroffen, da die Grenze zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mäanderartig verläuft und beide Länder, die Windkraftanlagen in den Tourismusentwicklungsgebieten an die Landesgrenze geschoben haben, anstatt diese Tourismus-Highlights, die sie in den Augen der Landesregierung sind, in den Tourismusschwerpunktgebieten und in den Naherholungsgebieten der Städte zu platzieren. Ich persönlich kenne niemanden, der in der Nähe eines Windfelds wohnen oder Urlaub machen will. Tatsächlich gibt es in den betroffenen Gemeinden des Amts Löcknitz-Penkun keinen Tourismus, obwohl Wälder, Seen, Burgen usw. Attraktionen bilden könnten. Diese Region um das Kreuz Uckermark („Uckermark-Disco“) wird in den überregionalen Medien immer wieder als trist dargestellt.“ Der Petitionsauschuss referiert in seiner Antwort eine neue Stellungnahme des Energieministeriums, in der es u. a. heißt: „Die Landesregierung vertrete die Auffassung, dass die Errichtung von WEA keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus in den jeweiligen Regionen habe. […] Vielmehr könnten WEA ein Aushängeschild für Klimaschutz und ökologischen Fortschritt einer Region sein. Entscheidende Kriterien für die Auswahl eines Urlaubsortes seien Faktoren wie Lage, Preis-Leistungs-Verhältnis und Gastfreundlichkeit. Einige Urlauberregionen würden sich die Windenergie zunutze machen und für Urlauber Besichtigungen von Windparks und Energie-Informationspfade anbieten und damit das touristische Angebot bereichern.“ Dass es sich nicht um Verhöhnung, sondern um Realitätsverlust von SPD- und CDU-Politikern, die wiedergewählt werden wollen, handelt, zeigt die Regional-planung für Rügen, die mitten auf der Insel ein Windeignungsfeld ausweist und damit in Tourismuskerngebiete vordringt, als wären diese keiner starken internationalen Konkurrenz ausgesetzt. Der Youtube-Channel „Ostsee Usedom“ mit dem Untertitel „Insel Usedom Ostsee Reisen Urlaub Freizeit Erholung“ zeigt ein Video mit dem Titel „Windräder Windpark Vorpommern Insel Usedom Windenergie“, das uns auf die Zukunft einstimmt.

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