Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit

Der erste Satz des 2. Absatzes des Artkel 2 des Grundgesetzes lautet: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Viele Menschen im ländlichen Raum werden im Rahmen der Einrichtung von Windkraftanlagen aus ökonomischen Interessen anderer Menschen durch Infraschall körperlich geschädigt. Das, was Jutta Reichardt bereits vor Jahren an ihrem Körper beobachtet hat, ist inzwischen von Medizinern bestätigt worden. Der Verstoß gegen Artikel 2 (2) des Grundgesetzes liegt meines Erachtens auf der Hand. Ein Problem ergibt sich daraus, dass nicht jede Person gleichermaßen durch Infraschall geschädigt wird und dass die Schädigungen, die durch Infraschall hervorgerufen werden, auch auf andere Ursachen zurückgeführt werden können, sodass die Geschädigten im Einzelfall den Kausalzusammenhang zwischen den Windkraftanlagen nahe ihrem Wohnsitz und ihrer Erkrankung nicht ausreichend nachweisen können. Dessen ungeachtet, ist davon auszugehen, dass die körperliche Schädigung einer größeren Anzahl von Menschen durch den derzeitigen Windkraftausbau herbeigeführt und von Politik und Gesellschaft, insbesondere von CDU, SPD, Grünen und Linken, bewusst in Kauf genommen wird.

Eines der zentralen Ziele unserer aus Parteilosen bestehenden Wählergruppe ist die Verteidigung der körperlichen Unversehrtheit aller Menschen. Dabei geht es uns nicht um ein Gruppeninteresse oder um die Verhinderung der Anwendung einer Technologie, sondern darum, dass der Körper eines jedes Menschen, sei es eine Frau, sei es ein Mann, in seiner Unversehrtheit respektiert werden muss. Die Gesellschaft muss ihn schützen. Das ist das Minimum an Humanität, das von ihr zu erwarten ist.

Terre des Femmes lädt zu einer Veranstaltung ein, die sich mit einer anderen Form des Verstoßes gegen Artikel 2 (2) des Grundgesetzes auseinandersetzt. Es geht um die Genialverstümmelung von Frauen. Hier liegt die Besonderheit darin, dass die Personen, deren körperliche Unversehrtheit verletzt wird, in der Regel minderjährig und schutzbedürftig sind und dass die Personen, die diese Schädigungen an den Körpern der Betroffenen vornehmen oder zulassen, in der Regel ihrer eigenen Familie und ihrer eigenen ethnischen oder religiösen Gemeinschaft angehören, die sie eigentlich schützen sollten.

Derartige Praktiken sind auch in Deutschland, mutmaßlich sogar im Landkreis Vorpommern-Greifswald, verbreitet und werden von der Gesellschaft toleriert, weil sie die Augen darüber verschließt, sich nicht betroffen fühlt oder sie sogar im Namen von Vielfalt, Toleranz und Multikulturalität hinnimmt.

Ich finde die Verstümmelung von Menschen, an welchem Körperteil auch immer, abscheulich und verurteile sie aus ganzem Herzen. Hier sehe ich ein Handlungsfeld für die Politik, auch in unserem Kreistag! Ich lade interessierte Leser dazu ein, sich unter dem unten angegebenen Link für die von Terre des Femmes organisierte Veranstaltung anzumelden.

Einladung

Anlässlich des weltweiten Tags der genitalen Selbstbestimmung

TERRE DES FEMMES e. V. – Projekt 100% MENSCH gUG – MOGiS e.V. laden ein:

Gemeinsame Podiumsdiskussion und Pressekonferenz am 7. Mai 2019 zum Start der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“

Berlin, 30. April 2019: Anlässlich des weltweiten Tages der genitalen Selbstbestimmung veranstalten TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V., Projekt 100% Mensch gemeinnützige UG und MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene eine gemeinsame Podiumsdiskussion und Pressekonferenz mit fachlich kompetenter Besetzung zum Recht von Kindern auf körperliche Unversehrtheit.

Die Pressekonferenz ist gleichzeitig der Startschuss für die einjährige Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“, die den Dialog um das Thema Genitalverstümmelung in Deutschland initiieren wird. Denn medizinisch nicht notwendige Eingriffe am Genital verletzen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und greifen die Würde des Kindes als Individuum an. Diese Genitalverstümmelungen werden oft als „Beschneidungen“ verharmlost und unter dem Deckmantel kultureller oder religiöser Zugehörigkeiten bzw. häufig fragwürdiger medizinischer Begründungen entschuldigt.

Genitalverstümmelung betrifft uns alle. Denn das Recht, über die eigenen Genitalien selbst zu entscheiden, ist ein Menschenrecht. Um alle Facetten dieses Themas fachlich zu diskutieren, laden wir Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz ein.

WAS: Pressekonferenz und Podiumsdiskussion zum Start der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“

WANN: 7. Mai 2019, 10:30

WO: Haus der Demokratie und Menschenrechte (Berlin-Friedrichshain), Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

WER:

✹ Seyran Ateş, Gründerin Ibn-Rushd-Goethe Moschee, Rechtsanwältin

✹ Holger Edmaier, Geschäftsführer Projekt 100% MENSCH gUG

✹ Victor Schiering, Vorsitzender MOGiS e.V.  – Eine Stimme für Betroffene

✹ Katharina Vater, Referentin für Intergeschlechtlichkeit und trans*, InTra Beratung @Projekt 100% MENSCH

✹ Charlotte Weil, Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung, TERRE DES FEMMES Menschenrechte für die Frau e.V.

Moderation: Brian Thomas

Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung über unsere Homepage.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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