Der 21. Mai 2019 in Berlin

Ein Gastbeitrag von Dr. rer. nat. Anton SchoberFortsetzung von „Wie können wir die Klimaziele von Paris zum Jahr 2100 erreichen?“

Für diesen Tag meldeten die Wetterdienste, ein breites Regenband – Tief Axel – wird große Teile von Süd- und Westdeutschland mit teils unwetterartigen Starkregen überziehen. Von Katastrophen-alarm nicht die Spur.

Der Nordosten wird  nicht betroffen sein, der TAGESSPIEGEL kündigte um 7 Uhr morgens an, leichte Gewitter möglich.

Dann wuchs sich Tief Axel zur Regenkatastrophe aus, die auch heute, am Mittwoch, dem 23. Mai, noch nicht vorbei ist.

Berlin wurde total überrascht, ab 15 Uhr hatte die Feuerwehr Daueralarm bis 21 Uhr.

Wie im übrigen Deutschland standen auch hier ganze Teile von Berlin unter Wasser.

Die Flieger erfuhren mitunter erst in der Luft, dass sie in Tegel nicht landen konnten.

Für 23 Uhr angesagte Flüge aus London konnten erst 2 Stunden später landen.

Gerade die Ausrufung  des Wassernotstandes in Berlin und insbesondere die äußerst kurzfristige Änderung der Flugpläne zeigt, dass nicht nur die lokalen Wetterdienste (Berlin/Brandenburg) vom Ausmaß dieser Extremwetterlage total überrascht wurden.

Nun ist es inzwischen so, dass auch das noch schöngeredet wir, mit etwa: Ja, wegen Klimawandel werden Extemwetter immer häufiger und stärker.

Das sei hier erstmal dahingestellt.

Es ist umstritten, ob Häufigkeit und Stärke der Hurricans in den letzten Dekaden tatsächlich zugenommen haben, oder nicht.

Hier ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass dieses Beispiel zeigt, wie und wo diese  computergestützten Wetterberechnungen ihre Grenzen finden.

Wie in Essay 1 schon erläutert, können Linearisierungsmodelle den chaotischen Teil des Geschehens nicht erfassen.

Linearisierung bedeutet,  ein Objekt (die ganze Erde oder ein Land) wird mit einem möglichst dreidimensionalen Netz überzogen. Am besten vom Meeresboden bis an die unscharfen Grenzen der Atmosphäre, denn auch in 400km Höhe muss die ISS wegen noch vorhandener Restatmosphäre etwa  einmal pro Jahr geliftet werden.

Das Gesamtgeschehen “Erdatmosphäre“ wird durch ein recht großes, aber bekanntes System von Differentialgleichungen beschrieben.

Ein System mit Differentialgleichungen zu beschreiben, heißt, das System ist „infintesimal approximierbar“. Kann also z.B. an den Netzpunkten durch lineare Gleichungen beliebig gut beschrieben werden (Schulmathematik).

Wie sich dann das System „im Großen“ verhält, geschieht durch die „Integration der Bewegungsgleichungen“. Beim Computer: numerische Integration. Das Ergebnis ist zunächst nur gültig in einem Element des Netzes, die größte Schwierigkeit besteht darin, die einzelnen Netzteile „glatt“ aneinanderzufügen.

Das ist die Methode der „transfiniten Elemente“.

Computer können das sehr gut, entsprechend ihrer Rechen-geschwindigkeit und Speicherkapazität.

Experten sind sich aber darin einig, ein oben beschriebenes dreidimensionales Netz über die ganze Erde ist immer noch viel zu grob gespannt, um wirklich gute Modelle zu generieren.

Man sollte nun vermuten, für „Mitteleuropa“ sollte das möglich sein, eben für unser lokales Wetter.

Tja, an diesem Montag wurden den Computerfreunden  ihre Grenzen aufgezeigt.

Diesmal hat äußerst kurzfristig der chaotische Teil  des Wetters/Klimas das Geschehen dominiert.

Das ist weder etwas Besonderes noch beunruhigend. Als  nach dieser untypischen wochenlangen Kälteperiode ein paar längst überfällige ziemlich warme Tage das Wettergeschehen bestimmten, genügte ein kräftiges Tief Axel, dass das laminare, lineare lokale Hoch-Tiefsystem über Mitteleuropa in seinen chaotischen Zustand umschlug, allerdings unerwartet schnell. Es zeigt uns nur, dass nicht nur IPCC- und PIK-Ökonomen, sondern auch gestandene Meteorologen viel zu viel Vertrauen in ihre teuren Computermodelle stecken.

Erzählt man uns, sowas gab es “früher“ in diesem Ausmaß nicht, lässt sich das leicht widerlegen. Seit bald einem Jahrtausend entwickelte die Katholische Kirche spezielle Gebetsmechanismen, die die Christenheit vor den dauernd stattfindenden Wetterkatastrophen schützen sollten, die natürlich (bis heute!) als Strafe Gottes für sündiges Leben begriffen wurden, die, da wir dauernd sündigen, auch dauernd eintrafen. Es entstand eine Unzahl von Bittgebeten, Bittprozessionen und Spezialheiligen, ich nenne mal den noch heute dort verehrten heiligen Donatus von Münstereifel.

Quelle: Wikipedia, gemeinfrei

Dr. rer. nat. Anton Schober

Fortsetzung: Wie das Ei im Kochtopf den menschengemachten Klimawandel erlebt

Unterschreiben Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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