„Focus“: „Können Windräder krank machen?“ – Warum bleibt der Autor anonym?

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Wenn ein Autor / eine Autorin nicht seinen vollständigen Namen nennt, hat das meist einen guten Grund

Gestern habe ich von dem anonymen Beitrag „Anwohner leiden an Kopfschmerzen und Müdigkeit: Können Windräder krank machen?“ im „Focus“ eine Kritik publiziert. Ich habe darin die unrichtige Wiedergabe des Inhalts einer wissenschaftlichen Publikation beanstandet und empfand es nur als höflich, den Autor über meine Kritik zu unterrichten und ihn auf seinen Fehler aufmerksam zu machen. Ich schrieb daher an die Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie geben die wissenschaftliche Forschung in Ihrem Beitrag „Windräder machen krank?“ nicht korrekt wieder.
Vgl. https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/07/17/der-focus-gibt-die-infraschall-forschung-inkorrekt-wieder/
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Wenig später erhielt ich folgende Antwort vom User Service (FOCUS Online):

Sehr geehrter Herr Dr. Sternke,
vielen Dank für Ihre E-Mail und diesen wichtigen Hinweis.

Um Ihre Informationen an die richtigen Kollegen weiterleiten zu können, benötigen wir von Ihnen noch den Artikel von FOCUS Online, auf den Sie sich beziehen. 
Könnten Sie uns den Titel bzw. den Link zukommen lassen?
Für eine Antwort bedanken wir uns im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen 
Ihr FOCUS Online Team 

Nun hatte ich den Titel ja bereits genannt, aber es war eine geringe Mühe für mich, ihn noch einmal zu nennen. Um den Link des Focus-Artikels zu finden, hätte das Team allerdings meinen eigenen Link öffnen müssen. Ich schrieb also:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier ist der Link: https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/klagen-gegen-betreiber-windraeder_id_10914379.html
Sie hätten ihn auch in meinem eigenen Blogbeitrag gefunden, wenn Sie ihn angesehen hätten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Daraufhin erhielt ich kurz darauf folgende Antwort vom Focus-Team, das sich mit mir inzwischen schon so vertraut fühlte, dass es den Doktortitel weglassen konnte:

Sehr geehrter Herr Sternke, 
vielen Dank für die Zusendung des Links!
Welche Passagen halten Sie für ungenau recherchiert bzw. falsch dargestellt?
Mit freundlichen Grüßen 
Ihr FOCUS Online Team 

Da diese Auskunft in dem verlinkten Blogbeitrag, auf den ich bereits hingewiesen hatte, enthalten war, tauchte ungerufen in meinem Kopf die Vermutung auf, dass das Focus-Team vielleicht ein Computerprogramm ist, das die Emails automatisch generiert. Ja ich fragte mich, ob nicht vielleicht der ganze Focus-Beitrag, den ich kritisiert hatte, computergeneriert war. Es könnte sich gut um eine automatische Verarbeitung des Beitrags „Aufstand gegen die Windkraft“ in der FAZ handeln. Aus „Verursacht der Schall von Windrädern Kopfschmerzen, Herzrasen und mehr?“ in der FAZ hatte das Focus-Computerprogramm „Anwohner leiden an Kopfschmerzen und Müdigkeit: Können Windräder krank machen?“ gemacht. Aus „Ein Urteil sorgt für Unruhe“ in der FAZ hatte der Focus-Computer „Klagen gegen Betreiber“ gemacht, usw. – Andererseits hielt ich es aber auch für möglich, dass das Öffnen von Links in der Focus-Online-Redaktion aus Gründen des Virenschutzes strengstens verboten ist und dass der Anonymus den Aufsatz „Influences of low-frequency and other noises produced by wind turbines: An epidemiological literature review“ nur darum nicht korrekt wiedergegeben hatte, weil er den Link zu dieser Arbeit, den er in seinem Beitrag angebracht hat, selbst nicht geöffnet hat. Wie dem auch sei, ich gab die gewünschte Auskunft und bemühte mich dabei, meinen Unwillen nicht durchscheinen zu lassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie höflich, den Link, der in meiner ersten Mail beinhaltet ist, zu öffnen. In dem angehängten Text habe ich die Passage zitiert: „Anwohner bilden sich die Beschwerden nur ein, weil sie eine generelle Abneigung gegenüber Windkraftanlagen haben.“ Ich habe diesen Satz der Zusammenfassung der Studie gegenübergestellt, die Sie mit diesem Satz zu resümieren behaupten. Sie geben das Ergebnis der Studie nicht korrekt wieder.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Nun wurde mir folgende Antwort zuteil:

Sehr geehrter Herr Sternke, 
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Gerne leite ich Ihr kritisches Feedback zur Überprüfung an die Kollegen aus der Gesundheits-Redaktion weiter.
Melden Sie sich gerne mit weiteren Anmerkungen oder Verbesserungsvorschlägen, denn das Feedback von Seiten unserer Leser ist uns sehr wichtig.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr FOCUS Online Team

Zunächst war ich darüber überrascht, dass das Team „ich“ und nicht „wir“ sagt. Ich fand die Überprüfung höchst überflüssig, da ich das Resümee der genannten Studie wortwörtlich zitiert und dem Resümee des Focus-Aufsatzes, das etwas anderes behauptet, gegenübergestellt hatte. Nach einer so langen Korrespondenz hätte ich mir aber auch gewünscht, dass der Autor, insofern es ihn gibt, ein Wort zu meiner Kritik sagt. Ich unternahm also noch einen letzten Versuch und schrieb an das Focus-Team:

Sehr geehrte Damen und Herren,
würden Sie mir bitte mitteilen, wer der Autor bzw. die Autoren des betreffenden Artikels ist bzw. sind.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Und nun erhielt ich die erste interessante Zuschrift im Rahmen dieses intensiven Informationsaustauschs:

Sehr geehrter Herr Sternke,
vielen Dank für Ihre Rückantwort.
Wenn ein Autor / eine Autorin nicht seinen vollständigen Namen nennt, hat das meist einen guten Grund. Entweder weil seine / ihre Eigenleistung an dem Beitrag nicht besonders hoch war (er / sie die Infos z. B. aus verschiedensten Quellen zusammengetragen hat) oder er / sie nicht mit dem Inhalt in Verbindung gebracht werden möchte. AutorIn ist in solchen Fällen einfach FOCUS Online.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr FOCUS Online-Team

Damit sind also zwei Deutungen möglich:

  1. Die AutorIn, die „nicht seinen vollständigen Namen nennt“ und bei der es sich auch um ein Computerprogramm handeln kann, hat den Artikel nur aus verschiedenen Quellen maschinell oder manuell kompiliert und schämt sich für seine Arbeit.
  2. Ein Artikel, der das Thema der Gesundheitsschädigung durch von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall behandelt, ist auch dann, wenn dieser Artikel nicht besonders mutig ist, ein so heißes Eisen, dass die AutorIn sich im schützenden Dunkel der Anonymität verbergen muss.

Letztere Möglichkeit würde bedeuten, dass das Gleiten in die Diktatur, das sich im Namen der Weltklimarettung derzeit vollzieht, bereits weiter fortgeschritten ist, als ich vermutet hätte. Wenn sich ein Autor nicht mehr wagt, unter Nennung seines Namens in den sogenannten Leitmedien (ich bin mir nicht so sicher, dass der Focus dazugehört) ein politisch unliebsames Thema offen und kritisch anzusprechen, ohne fürchten zu müssen, dass ihm dadurch Nachteile entstehen könnten, sind wir auf dem Wege in die Diktatur „grüner“ Umwelt- und Menschenzerstörung ein gutes Stück weitergekommen.

Vgl. dazu windwahn.com: Schallopfer – eine zur Diskriminierung freigegebene Minderheit

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

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Ein Gedanke zu “„Focus“: „Können Windräder krank machen?“ – Warum bleibt der Autor anonym?

  1. Pingback: Schallopfer – Eine zur Diskriminierung freigegebene Minderheit – windwahn.com (Link: siehe oben)

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