Die CDU feilscht um Akzeptanz für weiteren Windkraftausbau

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Am 26. Juli wählte „Die Welt“ als Überschrift eines Beitrags ein Zitat des CDU-Abgeordneten Jens Koeppen: „Mehr Windräder ‚können wir den Menschen vor Ort nicht zumuten'“. Jens Koeppen hat einen Auszug aus dem Artikel unter der Überschrift “Mehr Windräder können wir den Menschen vor Ort nicht zumuten” auf seine Homepage übernommen.

Weiter unten bringt „Die Welt“ jedoch ein anderes Zitat desselben CDU-Politikers, aus dem hervorgeht, dass er den Menschen doch noch mehr Windräder vor Ort zuzumuten will: „Die SPD aber blockiert eine Lösung in der Arbeitsgruppe der Koalition zur Akzeptanz der Energiewende.“ Es geht also nicht um einen Stopp des weiteren Windkraftausbaus, sondern um Akzeptanz für den weiteren Windkraftausbau. Es geht vor allem um Abstandsreglungen: „Wir wollen Mindestabstände von 1000 Metern zur Wohnbebauung.“ Der Grund für den Handlungsbedarf ist für Koeppen der Unmut der Bürger: „Die rund 1000 Bürgerinitiativen gegen Windräder in Deutschland zeigen klar den zunehmenden Unmut der Bürger.“

Koeppen & Co. haben nicht begriffen, dass der Windkraftausbau, so wie er gegenwärtig stattfindet, zwei zentrale Schutzgüter unserer Demokratie über Bord wirft: den Naturschutz und den Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Bürger. Ich habe ihm nachstehende Nachricht zugesandt:

Sehr geehrter Herr Koeppen,
ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Sie erkannt haben, dass der Windkraftausbau für die Bürger im ländlichen Raum eine unzumutbare Belastung darstellt. Ich erlaube mir, Sie auf zwei Aspekte besonders hinzuweisen:
1. Der Windkraftbetrieb verstößt gegen die Euorpäische Vogelschutzrichtlinie
Die von von der Europäischen Vogelschutzrichtlinie geforderte Ausweisung von Schutzräumen für die in Anhang I aufgezählten bedrohten Arten wurde in Deutschland nicht überall, wo diese Arten noch vorkommen, ausgewiesen. Zahlreiche Exemplare werden durch Windkraftanlagen getötet. Die Brandenburgische Vogelschutzwarte erfasst nur Zufallsfunde, aber bereits diese Zahlen sind angesichts der geringen Bestände alamierend. Viele Brutstätten werden im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens vernichtet. Näheres finden Sie in der Begründung einer von mir lancierten Petition: http://chng.it/RpH6JFqh
2. Der Windkraftbetrieb verstößt gegen den Artikel 2 des Grundgesetzes
Es ist medizinisch nachgewiesen, dass Infraschall die Gesundheit jedes Organismus schädigt und zwar auf rein physikalische Weise, indem der Organismus in Vibrationen versetzt wird, welche die Vibrationen der Organe stören, sodass z. B. die Herztätigkeit herabgesetzt wird. Nicht alle Menschen nehmen diese Wirkungen an sich wahr. Aber es tritt eine immer größere Gruppe von Geschädigten an die Öffentlichkeit. Vgl. die Website von DSGS e.V. Es werden immer mehr Prozesse geführt. Immer mehr Mediziner äußern öffentlich ihre Bedenken. Sie gehen davon aus, dass die Anzahl der Schädigungen volkswirtschaftlich relevant werden wird. Eine Studie von Eric Zou (USA) aus dem Jahre 2018 geht davon aus, dass die Anzahl der Selbstmorde im Wirkungskreis von Windkraftanlagen eine wirtschaftliche Belastung darstellt. Wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften geht er von einer Wirkungsreichweite von Infraschall über 20km aus. Das Bundesumweltamt wehrt die Erkenntnisse der medizinischen Forschung ab, indem sie die nicht ins Bild passende Forschung mit fadenscheinigen Begründungen nicht anerkennt. Es beschäftigt sich mit dem Problem der Akzeptanz und zeigt keine Sorge um die körperliche Unversehrtheit der Menschen. Es beruft sich beinahe in jedem Satz auf den „jetzigen Kenntnisstand“, der keine Rückschlüsse auf gesundheitliche Gefährdungen erlaube, weil es weiß, dass dieser Kenntnisstand, auf den es sich beruft, längst überholt ist.
Verschiedene Aspekte habe ich auf meiner Website ausgeführt und umfangreiches Material verlinkt: https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/
Ich habe in diesem Frühjahr in Vorpommern-Greifswald für den Freien Horizont kandidiert. Mein Ziel war, den zahlreichen enttäuschten Bürgern eine Alternative zur AfD anzubieten. Nach einem Wahlkampf ohne Budget ist es einer Gruppe von fünf Parteilosen gelungen, ein Mandat zu erkämpfen. Die Menschen, denen ich auf den Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe, begegnet bin, waren enttäuschte CDU-Wähler. Ich selbst bin ehemaliger CDU-Wähler und habe noch vor der letzten Bundestagswahl für Philipp Amthor geworben.
Ich würde mich sehr freuen, wenn die CDU ihre Position zum Windkraftausbau ändern würde, wenn sie vor allem die ernsthaften Bedenken, die ich oben angeführt habe, ernst nehmen würde. Dazu kommen: Zerstörung der Landschaft, Behinderung des Tourismus, Absenkung der Lebensqualität der Menschen im ländlichen Raum, Unwirtschaftlichkeit der Energieproduktion und Verteuerung der Elektroenergie, Bodenerosion, Vernichtung von CO2-Speichern (Wald, Grünland, Mooren), Bodenversiegelung usw.
Ich freue mich sehr darüber, dass nach längerer Zeit wieder einmal ein CDU-Politiker für die Sorgen und Bedrängnisse der Bürger ein offenes Ohr gefunden hat und seine Stimme erhebt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Wenn Koeppen & Co. weiterhin den Unmut der Bürger wie eine bloße Laune betrachten und behandeln, wird die CDU unweigerlich zwischen der AfD, die das Protestpotential der Bürger zu absorbieren versucht, und den Grünen, die zur Partei der Umweltzerstörung im Interesse einer Branche geworden sind, aufgerieben werden. Die einst beschauliche Uckermark, die inzwischen einem riesigen Industriegelände gleicht, gehört zu Jens Koeppens Wahlkreis. Ich habe diese Region in den Beiträgen „Wo der Rotmilan nicht mehr fliegt“, „Bilder aus der Uckermark“ und „Grüße aus der Uckermark“ vorgestellt. Das Ergebnis der bevorstehenden Landtagswahlen in Brandenburg wird Jens Koeppen einen Vorgeschmack auf den Verlust seines Bundestagsmandats geben, wenn er und seine Parteifreunde nicht erkennen, dass es tiefere Gründe für den berechtigten Unmut der Bürger mit dem rücksichtslosen Windkraftausbau gibt.

Nachbemerkung

 

Sehr geehrter Herr Koeppen, sehr geehrter Herr Amthor,

um zu belegen, dass die gegen den Windkraftausbau demonstrie-renden Bürger nicht egoistisch für persönliche Interessen eintreten, sondern für das allgemeine gesellschaftliche Interesse und für zentrale Grundwerte und Schutzgüter unserer demokratischen Ordnung, die körperliche Unversehrtheit des Menschen und den Schutz der bedrohten Arten, Grundwerte und Schutzgüter, die der Staat preisgegeben hat, ergänze ich meinen Beitrag mit zwei Bildern von den wöchentlich stattfindenden Mahnwachen an der Friedländer Großen Wiese (Wahlkreis: Philipp Amthor).

Da der Staat mit der Besetigung dieser Grundwerte zur Beseitigung unserer demokratischen Ordnung beiträgt, sind mehrere Bürger-initiativen der Auffassung, dass die Bürger zum Gebrauch ihres Widerstandsrechts gemäß Artikel 20 des Grundgesetzes legitimiert sind.

Ich hoffe, dass Sie nun nicht mit den Achseln zucken und sagen, dass der Staat ja immer Gewalt anwenden kann. Sie sollten vielmehr den Dialog suchen und sich mit den Inhalten und dem Sinn der Forderungen der Bürgerinitiativen auseinandersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Sternke

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

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Mahnwache der BI „Freie Friedländer Wiese“ für Artikel 2 des Grundgesetzes
Mahnwache der BI „Freie Friedländer Wiese“ für die Europäische Vogelschutzrichtlinie

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

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Ein Gedanke zu “Die CDU feilscht um Akzeptanz für weiteren Windkraftausbau

  1. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!
    Wir haben in Schleswig-Holstein die leidvolle Erfahrung machen dürfen, dass dem dummen Wahlvolk vor der Wahl alles mögliche versprochen wird, Nach der Wahl wird alles schlimmer als vorher.
    Daniel Günther, heutiger MP von Schleswig-Holstein, hatte größere Abstände versprochen und hatte dieses Wahlversprechen auf dem Altar der Machtgier zugunsten der grünen Lobbypolitik geopfert.
    Auf windwahn.com hatten wir mehrere Artikel zur Landtagswahl veröffentlicht, z.B.
    https://www.windwahn.com/2017/07/03/sh-nach-der-wahl-nicht-mehr-sondern-weniger-abstand/
    und
    https://www.windwahn.com/2017/06/29/sh-windwahn-das-jamaika-diktat/

    Unseren Politikern ist offensichtlich noch nicht aufgefallen, dass das Erstarken der AfD direkt mit ihrem zynischen Umgang mit der Bevölkerung, also dem Souverän, zusammenhängt.

    Vielleicht initiiert Herr Köppen ja das IPG – das Intelligente Politiker Gesetz, dann herrschte im Bundestag zwar gähnende Leere, aber wir hätten Politiker, die wissen, was sie machen…
    Dann hätte er einen Kontrapunkt zu seinem Parteikollegen Peter Harry Carstensen, ehemaliger MP von Schleswig-Holstein, gesetzt. Dieser hat das 1991 in Kraft getretene Stromeinspeisegesetz zu verantworten, zur Finanzierung seiner eigenen WEA auf Nordstrand (Nordfriesland). Die Grünen machten später daraus das EEG….
    https://www.windwahn.com/2019/07/24/windy-wendy-airy-larry-14-law-lustig/

    Liken

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