Fridays for Future – Funktionalisierung von Kindern

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Als ich in Frankreich am Gymnasium unterrichtete, streikten einmal die Schüler. Einer meiner Schüler, Gauvin, streikte mit. Die übrigen Schüler kamen aufgekratzt zum Unterricht, stürzten dann ans Fenster, um den Zug der Streikenden vorbeiziehen zu sehen, und jubelten, als sie Gauvin unter den Aufmüpfigen erblickten. Niemand hatte die Kinder zum Streik angestiftet. Wie das geht, hatten ihnen die Erwachsenen oft genug vorgemacht. Und viel gehört ja auch nicht dazu, die Schule zu schwänzen.

So dachte ich lange Zeit, dass die Kinder der Fridays for Future aus eigenem Antrieb streikten. Nun bin ich zufällig auf die schon älteren Artikel „Die Marke ‚Fridays for Future‘ und neue Ungereimtheiten“ und „Bestätigt: Fridays for future wird monetarisiert“ von Ansgar Neuhof auf Tichys Einblick gestoßen, die die Finanzierung und Kommerzialisierung des Vereins Fridays for Future durch das ÖKOWORLD Asset Management erläutern. Der ScienceScepticalBlog hatte schon zuvor einen Beitrag dazu gebracht. Inzwischen trabt auch der Focus hinterher.

Noch ernüchternder als die Artikel von Ansgar Neuhof ist die Website des Vereins. Hier werden die Kinder mittels Karten, Kalendern usw. zu den Veranstaltungen hingelenkt. Sie werden ganz gezielt für konkrete Zwecke ge- bzw. missbraucht. So gibt es z.B. eine „Aktion zur Landtagswahl“: mit Streikkarte, Forderungen Brandenburg und Forderungen Sachsen: „Wir streiken in Deutschland, wie auch in Brandenburg und Sachsen, schon seit über einem halben Jahr. Doch leider scheint unser Anliegen und die Dringlichkeit des Klimaschutzes noch immer nicht genügend bei den Politiker*innen Brandenburgs und Sachsens angekommen zu sein.“

Wer steckt in der dem „Wir“? Die politisch korrekte Sprache klingt alles andere als kindlich. Mit Smilies und Ausdrücken aus der Schülersprache soll der Eindruck erweckt werden, dass die Texte von Kindern verfasst wären: „Als kleine Gedankenstütze werden wir vorher sogar einen Spickzettel mit ein paar Forderungen an die Politik veröffentlichen. Und darauf könnt ihr euch verlassen: Spicker schreiben können wir!“

Hier ist ein Auszug aus einem solchen Spicker, in dem der kindliche Jargon noch weniger geglückt ist: „Das Pariser Abkommen ist die verbindliche Grundlage für effektive Klimaschutzmaßnahmen, die auf internationaler Zusammenarbeit basiert. Der aktuelle klimapolitische Kurs in Deutschland ist mit diesem Abkommen unvereinbar und muss durch ein auf dem 1,5 °C‑Ziel beruhendes Klimaschutzgesetz sowie eine zukunftsorientierte und nachhaltige Zusammenarbeit auf europäischer und globaler Ebene ersetzt werden.“

Hier sind die drei mittelfristigen und die drei sofort einzulösenden Forderungen, die den Kindern auf den Spickern konkret vorgegeben werden. Sie verlangen u.a., dass ihre Eltern mehr Steuern zahlen sollen:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2

Welche Branche und welche Partei die Spicker geschrieben haben, liegt auf der Hand. – „Euer Grundanliegen begrüßen auch wir“, schreibt Mathias Ehlers im Offenen Brief des Freien Horizonts „An Fridays for Future …“. Wie ich selbst in „Meinen Anmerkungen zum Brief des Freien Horizonts an die Fridays for Future“ ist er offenbar der Illusion anheimgefallen, dass die Kinder spontan protestieren würden, denn der Freie Horizont teilt das Grundanliegen der Windkraftbranche, ihre hemmungslose Selbstbereicherung, gewiss nicht.

Manche meiner Freunde schicken ihre Kinder zu den Fridays for Future, damit sie dort demokratisches Verhalten einüben. Mit einem solchen Ziel vor Augen sollten sie ihnen die Schulschwänzerei lieber verbieten, denn abgesehen davon, dass ihre Kinder mit diesen Aktionen manipuliert, politisch und ökonomisch funktionalisiert, infantilisiert statt autonomisiert werden, studieren die jungen Menschen auch noch Mitläufertum ein.

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Das einzige offizielle Produkt von Fridays for Future ist unser Festivalarmband! Bitte nehmt Abstand von sämtlichen Produkten auf Amazon und anderswo, die … (Quellen: Text: fridaysforfuture.de Bild: amazon.de)

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

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2 Gedanken zu “Fridays for Future – Funktionalisierung von Kindern

  1. Ich dachte, dieser Hintergrund wäre mittlerweile schon großflächig durchgesickert? Natürlich stecken gewisse Industrielobbys und politische Parteien als Puppenspieler hinter Greta und der Bewegung. Ich hatte mich schon darüber gewundert, als mein Bekannter aus der Windkraftanlagenherstellerbranche einer der Erstunterzeichner von „scientists for the future“ war, weil ich ihn bislang noch nicht als „Politaktivisten“ kannte – darauf angesprochen meinte er: „Ach, das ist doch nur konsequent, wir unterstützen diese Kinder doch schon seit längerem…“ („wir“ = konkreter Windenergiekonzern, „unterstützen“ = finanziell und mit parteiischem Informationsmaterial, „diese Kinder“ = fridays for future) So schaut’s aus.

    Liken

    • Aufgrund meiner Erfahrungen in französischen wie in deutschen Gymnasien weiß ich, dass die Schulschwänzerei, l’absentéisme, überall ein gleichermaßen beliebt ist, sodass ich mir leicht vorstellen konnte, dass diese Fridays for Future auch ohne Inhalte ganz gut funktionieren. Die Kinder meiner Freunde, die da hingehen, erzählen auch eher von dem ganzen Drumrum als von politischen Forderungen. Wenn man sie nach den Inhalten fragt, sagen sie „global warming“, und wenn man nachbohrt, kommen die verrücktesten Science-fiction-Szenarien, bei denen am Ende die Sonne platzt.

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