Windkraftphilosophie auf Arte: Geld als einziger Wert

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Der NDR-Film „Gute Windkraft, böse Windkraft“, der noch bis zum 29. Dezember auf Arte anzusehen ist, kontrastiert die Akzpetanz der Windkraft in den Dörfern Ellhöft in Schleswig-Holstein und Pripsleben in Mecklenburg-Vorpommern, indem er den Windkraftgeschäftsführer Rainer Christiansen und den Windkraftkritiker Gilbert Schulz vom Freien Horizont begleitet. Er zeigt mit der Windkraft zufriedene Menschen im reichen Ellhöft und damit unzufriedene Menschen im weniger wohlhabenden Pripsleben. Die dem Film unterliegende These lautet, dass die Akzeptanz der Windkraft dort, wo die Menschen daran verdienen, groß ist, während sie dort, wo sie nicht davon profitieren, gering ist.

Andere Werte als Geld sind den Menschen in Ellhöft und den Filmemachern von Arte unbekannt. So sagt Rainer Christiansen über den anhaltenden Lärm der Windkraftanlagen, der verursacht, dass Gilbert Schulz‘ Sohn oft nicht schlafen kann: „Dies ist ein gleichbleibendes Geräusch. Für mich ist das … eigentlich ist das ein bisschen Musik schon.“ Ein Landwirt in Ellhöft sagt inmitten einer trostlosen Industrielandschaft (vgl. Abb.): „Man kann ja wunderbar in die Landschaft gucken, auch wenn die Mühlen da stehen.“

Bernd Scholze vom Freien Horizont erläutert zwar, dass es ihm nicht nur um Gewinn geht und das es auch andere Werte gibt: „Ist es denn auch gewinnbringend für die Gesellschaft, für unsere Kinder und für später? Und das sehen wir halt nicht so. Das ist es nicht.“ Doch der Kommentar leitet gleich wieder zum Thema ‚Geld und Geschäft‘ über. Die Windkraft bleibe für die Anwohner in Pripsleben „ein Geschäft, für das sie die Zeche zahlen“.

Der Kommentar bedenkt nicht, dass man zwar alles, wie Schlemihl seinen Schatten, gegen Geld eintauschen kann, dass aber der Rücktausch, vor allem wenn es sich um Unwiederbringliches und Einmaliges handelt, nicht immer möglich ist.

Würde ich die Karte der Bürgerinitiativen auf windwahn.com nicht kennen, nicht wissen, wie hoch die Anzahl dieser Initiativen in Schleswig-Holstein ist, nicht mit Personen, die in Schleswig-Holstein oder Süddeutschland gegen die Windkraft kämpfen und oftmals sogar davon krank gemacht worden sind, in Kontakt stehen, ich würde nach dem Ansehen dieses Films glauben, dass es sich um ein Ost-West-Problem handle, das darauf beruhe, dass sich die Menschen im Osten und im Westen bis hin zu ihrer Art zu denken, zu empfinden und mit ihren Körpern zu reagieren vollkommen unterschieden, und das dadurch ganz einfach gelöst werden könnte, dass sämtliche Windkraftanlagen fortan in den alten Bundesländern konzentriert würden.

So aber ist festzustellen, dass es sich einmal mehr um einen Propagandafilm handelt, der die wirklichen Probleme, die die Windkraft mit sich bringt, die vollständige Entwertung des Lebensumfeldes der Menschen, die Verletzung ihrer Gesundheit und die schwere Schädigung der Natur, ausblendet. Wieder einmal mehr wird die These vorgetragen, dass die Bürger, wenn man für sie ein paar Krümel mehr vom reichgedeckten Tisch herabfallen ließe, den verlorenen Geschmack an der Energiewende wiederfinden würden. Dass der Glaube an unschädliche, umwelt- und klimafreundliche Energiegewinnung durch Windkraft verlorengegangen ist, will auch Arte nicht wahrhaben. Dass es noch andere Werte als Geld gibt, liegt offenbar außerhalb der Vorstellung eines Senders, der sich ausgerechnet nach der nach Zweckfreiheit strebenden Kunst benannt hat.

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„Man kann ja wunderbar in die Landschaft gucken, auch wenn die Mühlen da stehen.“ (Gute Windkraft, böse Windkraft – screenshot)

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2 Gedanken zu “Windkraftphilosophie auf Arte: Geld als einziger Wert

  1. Die staatlichen Propagandasender hämmern schon seit einer Weile einen dicken Keil zwischen West und Ost, um die Wessis vom wuchernden AfD-Geschwür quasi durch Amputation abzuschneiden. Den Osten hat man offenbar bereits verloren gegeben. 😉
    Bis vor einigen Jahren hatte man hingegen das Zusammenwachsen von West und Ost beschworen, Sondersendungen noch und nöcher zu Jahrestagen von Mauerfall und Wiedervereinigung gebracht. Inzwischen dünnt diese Art von Jubiläumsberichterstattung in den Gesinnungsmedien meiner Beobachtung nach signifikant aus. Es gibt natürlich ein paar dünne Alibibeiträge dazu. Aber man klopft inzwischen wohl lieber auf den Spaltkeil. Traurig. 😦

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    • Im Allgemeinen trifft das sicherlich zu. Der hier besprochene Film ist insofern merkwürdig, als die Westmenschen darin glücklich, grotesk und komisch und die Ostmenschen unglücklich, sympathisch und tragisch sind. Man könnte somit unterstellen, dass die im Kommentar immer wieder laut verkündete Lehre, dass Geld Akzeptanz für Windkraft schafft, durch die Präsentation der Personen unterlaufen wird. Aber das wäre dann das, was Christoph Hein ‚Sklavensprache‘ genannt hat. Dann wären wir ja tatsächlich wieder in der Diktatur angekommen, in der Kritik an der Politik der Herrschenden nicht direkt, sondern nur in leisen Untertönen artikuliert wird. Lieber möchte ich glauben, dass die Filmemacher vom NDR von ihrer eigenen Propaganda verblödet worden sind.

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