UBA: „Herausforderungen“ [=Debakel] beim Windradabbau und -recycling

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Die verantwortungslose Energiepolitik der Bundesregierung, die sich nur noch mit dem Horroszenarium eines Weltuntergangs als „Klimarettung“ zu rechtfertigen weiß, tritt in eine neue Phase.

Der bevorstehende Abbau und das damit anstehende Recycling oder vielmehr Downcycling der Anlagen offenbaren die Verantwortungslosigkeit ein weiteres Mal. Wie in Hinsicht auf den Gesundheits- und Umweltschutz wurde nicht im Vorfeld geprüft und erwogen, welche möglicherweise gegenwärtig oder grundsätzlich unlösbaren Probleme auftreten würden. Die Energiewende ist in Gang gesetzt worden, indem man Bereicherungsmöglichkeiten geschaffen und das Übrige dem Selbstlauf überlassen hat, möge dieser Selbstlauf auch auf die Katastrophe zusteuern.

Das Umweltbundesamt, willfähriger Handlanger der Windindustrie, hat eine Pressemeldung mit folgendem Titel publiziert: „Zu geringe Recyclingkapazitäten für Rückbau von Windenergieanlagen. UBA-Studie betrachtet Umweltaspekte des Recyclings alter Windenergieanlagen“.

Gleichzeitig hat das UBA unter dem Motto „better late than never“ eine Broschüre mit dem Titel „Entwicklung eines Konzepts und Maßnahmen für einen ressourcensichernden Rückbau von Windenergieanlagen“ veröffentlicht, die man auf seiner Seite herunterladen kann.

Die Broschüre offenbart, dass so gut wie nichts im Voraus bedacht wurde und dass man in vielen Fällen nicht weiß, was man machen soll, und erst durch ein kostspieliges und gesundheitsgefährdendes und -schädigendes Herumwuseln unter dem Motto „learning by doing“ herausfinden wird, was zu tun gewesen wäre.

Hier ein paar Kostproben:

„Als übergreifendes Problem bei der Demontage von WEA wurde von vielen Befragten asugeführt, dass es für den des Rückbaus keine verbindlichen Standards gebe.“ (S. 22)

„Etwaige Probleme bei der Entsorgung von Stroffströme [sic] aus WEA, die nach Aubereitung zu Stoffströmen anderen Ursprungs sind, sollten in etwaigen Leitlinien/gesetzlichen Vorgaben nicht behandelt werden. Dies ist insbesondere hervorzuheben, da ein Teil des Regelungsbedarfs Stoffströme betrifft, deren Entsorgung insgesamt problmatisch ist.“ (S. 33)

„Ein Problem ist der Transport ganzer Rotorblätter bzw. die Zerkleinerung sowie das Abtrennen der wertvollen Fasern aus alten Flügeln vor Ort. Seitdem faserverstärkte Kunststoffe als hochkalorische Abfälle nicht mehr auf Deponien beseitigt werden dürfen, hat die Verwertung von glasfaserverstärkten Kunststoffen in Zementwerken an Bedeutung gewonnen. Carbonfaserverstärkte Materialien können nach derzeitigem Stand der Technik nicht energetisch verwendet werden.“ (S. 49)

„In den letzten Jahren ist verschiedentlich die Befürchtung geäußert worden, dass es im Zusammenhang mit der – namentlich durch Wegfall von EEG-Förderung motivierten – endgültigen Betriebseinstellung von WEA verstärkt dazu kommen könnte, dass die öffentliche Hand die beim Abbruch entstehenden Kosten würde tragen müssen, weil sich Geschäftsinhaber und Geschäftsführer der Verantwortung durch Insolvenz der Betreibergesellschaft entziehen könnten. Ob die Insolvenz von Betreibergesellschaften tatsächlich ein Massenphänomen darstellen kann, ist angesichts der öffentlich verfügbaren Informationen nicht leicht zu beurteilen.“ (S. 57)

„Das segmentielle (nachträgliche) Schneiden eines Betonturms von außen bspw. mithilfe einer Kletterbühne führt zudem meist zu dem Problem, dass der Turm konisch verläuft, sodass Arbeiter auf einer Kletterbühen nicht nah genug an den Turm herankommen, um sicher arbeiten zu können.“ (S. 69)

„Die Verkürzung der Fasern stellt das aktuell größte Problem im Hinblick auf den Recyclingprozess dar. Es kann hier nicht von einem Stoffkreislauf die Rede sein, sondern es findet ein Downcycling statt.“ (S. 78)

„Bei der Verbrennung von CFK (wie auch GFK) in einer MVA bleiben bis zu 60% des Materials als Asche zurück (Milchert 2017, 41), welche letztlich auf Deponien entsorgt werden müssen. Neben dieser Problematik ist die konventionelle energetische Verwertung von faserverstärktem Kunststoff insbesondere im Hinblick auf CFK mit weiteren Herausforderungen konfrontiert. Zum einen können durch CFK-Fasern technische Defekte an den Anlagen ausgelöst werden, insobesonere sind negative Auswirkungen auf Partikelabschneider durch CFK zu erwarten. Zum anderen wird vermutet, ‚dass Carbonfasern unter Sauerstoffeinfluss ab einer Temperatur von 650°C lungengängige Teilchen bilden, die nach Einatmen – ähnlich wie bei Asbestfasern – das Lungenkrebsrisiko erhöhen.‘ (Ressource 2016).“ (S. 79)

Die Broschüre umfasst 255 Seiten und jede davon ist lesenswert. Hoffentlich werden die Sachen, die in MVA nicht entsorgt werden können, nicht in MV entsorgt.

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Fundamentrückbau mittels Bagger, in: UBA: Entwicklung eines Konzepts und Maßnahmen für einen ressourcensichernden Rückbau von Windenergieanlagen, S. 73

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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