Windkraftkritik als Gesellschaftskritik

Kommentar zu dem Essai „Windkraftkritik als Gesellschaftskritik. Zum progressiven Sinn der Anti-WKA-Bewegung“ vom Rothen Baron Dr. Dieter Hoffmann

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Der Essai gefällt mir vor allem, weil er die historische Kontinuität des Totalitarismus (Faschismus) in unserer Gesellschaft so deutlich macht. Mir gefällt auch der Titel „Windkraftkritik als Gesellschaftskritik“, weil nicht der Einsatz einer bestimmten Technologie das Problem ist, sondern der Gesellschaftsumbau, der mit der brutalen Durchsetzung dieser Technologie einhergeht.

Zu mir selbst: Ich verstehe mich als konservativ. Mich stört am Windkraftausbau die radikale Industrialisierung des ländlichen Raums, bei welcher die Landschaft, die bedrohten Arten und die Gesundheit der Bürger geschädigt und vernichtet werden.

Der Freie Horizont als Aktionsbündnis gegen unkontrollierten Windkraftausbau, für das ich bei den letzten Wahlen ein Mandat errungen habe, das ich dann abgegeben habe, positioniert sich nicht eindeutig als Windkraftgegner. Er vereinigt Kräfte, die die Energiewende, so wie sie ist, ablehnen, und solche, die an die Möglichkeit einer Bändigung dieser Energiewende noch glauben und die nicht sehen, dass es nicht um den Einsatz einer Technologie, sondern um Kapitalumverteilung und eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung, nämlich den Umbau der Demokratie in eine Technokratie, geht. Gerade weil er von einer ständigen Wiedergeburt an der Basis lebt, kann der Freie Horizont, diejenige politische Kraft, die mir am sympathischsten ist, keine klare Position formulieren. Ich selbst habe dagegen im Laufe der letzten Monate eine theoretische Position zu entwickeln versucht, die auf bürgerlichen Werten (Achtung des Einzelnen und seiner Gesundheit als absolute Werte und Achtung der Schönheit und der Natur als absolute Werte) beruht. Weil der Windkraftausbau, so wie er ins Werk gesetzt wird, auf der Zerstörung der Demokratie und ihrer Werte (körperliche Unversehrtheit, Schutz der bedrohten Arten, Marktwirtschaft, Rechtstaatlichkeit, Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit) beruht, kann und muss diese Energiewende abgelehnt werden.

Das linke Denken versagt angesichts der Energiewende vollkommen. Es sieht nicht, dass der Kapitalismus in eine neue Phase tritt, in welcher die Handlungsmöglichkeiten der Bürger noch weiter eingeschränkt werden und immer rücksichtsloser über ihn verfügt werden kann, sondern fordert die Individuen auf, sich zum „Klimaschutz“ dem Staat, den es früher den Machtapparat der herrschenden Klasse nannte, vollständig zu unterwerfen, sich enteignen zu lassen, sich krank machen zu lassen, sich ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken zu lassen usw. Der Staat soll durchgreifen, verbieten, Steuern erheben und am besten nicht innerhalb eines Rechtsrahmens, sondern radikal und willkürlich handeln. Die Bürger sollen zur Entsagung gezwungen werden und zu Weihnachten zur Belohnung Geld bekommen. Es gibt zu diesen Exzessen Ausnahmen, so etwa diese Seite hier, oder die Linke Zeitung oder Michel Onfray (vgl. https://linkezeitung.de/2019/09/26/klimawissenschaftler-schreiben-an-die-un-es-gibt-keinen-klima-notfall/, https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/08/20/michel-onfray-die-wissenschaft-greta/).

Die NPD, die in Vorpommern stark ist und erst durch die AfD etwas zurückgedrängt worden ist, hat zu der Poltitik einer aggressiven Modernisierung und Industrialisierung des ländlichen Raums durch CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke eine radikale Gegenposition entwickelt. Im Kern steht die Erhaltung des ländlichen Raums als Lebensraum. Erreicht werden soll dieses Ziel aber vor allem über Ausgrenzungen, also durch Xenophobie, Homophobie usw., als ob eine Selektion der Bürger und eine Reglementierung ihrer Lebensweise eine gesellschaftliche Erneuerung hervorbringen könnten.

Die AfD hingegen ist sehr heterogen und vertritt teils Positionen, die die bürgerlichen Parteien aufgegeben haben, teils faschistoide Ideologeme. Sie ist vollkommen konzeptlos und profitiert nur von den Fehlleistungen und Schwächen der von CDU und SPD. Sie entwickelt ihre Positionen durch Negation derjenigen von CDU, SPD und Grünen. Sie benennt und bekämpft die Ursachen der Unzufriedenheit ebenfalls nicht, sondern kanalisiert die Aggression gleichfalls gegen Schwächere. Da AfD und NPD die einzigen Parteien sind, die die Energiewende grundsätzlich ablehnen, erscheinen sie vielen Bürgern als einzige Möglichkeit, diese natur- und menschenfeindliche Politik abzuwählen. Sehr deutlich hat das eine Leserin ausgesprochen, die auf der Seite jouwatch.com, die einen Beitrag von mir repostet hat, die Hypothese geäußert hat, dass die in meinem Beitrag in den Mittelpunkt gestellte Familie, die durch die Windindustrie stark geschädigt wird, ihr Schicksal durch ihr Wahlverhalten selbst verschuldet hätte (vgl. https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/11/07/wie-die-windkraft-familien-ins-ungluck-sturzt/, https://www.journalistenwatch.com/2019/11/09/dreist-baerbock-abstandsregeln/).

Der letzte Absatz des Essais, in dem – ich karikiere – eine Führerpersönlichkeit uns aus der Energiewende herausführen soll, überzeugt mich nicht so sehr wie die scharfe Analyse in den vorhergehenden Absätzen. Ich sehe nur die Möglichkeit, zu versuchen, die Position einer fundierten Ablehnung einer als „Energiewende“ deklarierten fatalen Politik deutlich zu formulieren, sodass sie in den öffentlichen Diskurs eindringt. Allerdings haben Hans-Werner Sinn, Dietrich Murswiek, Harry Neumann, Jutta Reichardt, Detlef Ahlborn, Stephan Kaula usw. schon fast alles gesagt und die Vernunft kann sich gegen die Propagandamaschine kein Gehör verschaffen. Notwendig wäre jedoch, die Möglichkeit zu schaffen, den massiven Windkraftausbau abzuwählen. In der Ablehnung einer Petition, die Eike Ziehe in Schleswig-Holstein lanciert hat, um Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Windkraftanlagen vor Abschluss der Regionalplanung zu unterbinden, heißt es, dass derartige Ausnahmen „der ausdrückliche Wille des Gesetzgebers“ seien (vgl. https://www.windwahn.com/2019/11/05/beschluss-zur-petition-in-s-h-keine-ausnahmegenehmigung-fuer-windkraftanlagen/). In Mecklenburg-Vorpommern haben wir den Freien Horizont, der bei der Landtagswahl gescheitert war und erst bei der Kreistagswahl größeren Erfolg errungen hat, als Alternative sowohl zu Windkraftausbau als auch zur AfD. Aber auf Bundesebene gibt es nur die Möglichkeit zur Protestwahl, wenn man diese Energiepolitik abwählen will, sodass man das Kind mit dem Bade ausschütten muss oder müsste. Dieses Problem stellt sich auch bei der Vernetzung der Anti-Windkraft-Bewegung. Denjenigen, die in der AfD den einzigen Strohhalm sehen, nach dem sie noch greifen zu können glauben, kann man zwar entgegenhalten, dass die AfD einem autoritären und antidemokratischen Netzwerk angehört, man kann ihnen gegenüber aber nicht behaupten, dass CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke keine autoritäre und antidemokratische Tendenz vertreten oder dass diese Parteien das Grundgesetz, das allen Bürgern die körperliche Unversehrtheit garantiert, oder die Europäische Vogelschutzrichtlinie, die die Ausweisung von Schutzgebieten in den Lebensräumen namentlich aufgeführter Arten vorschreibt, achten würden. Die sogenannte Energiewende hat die Demokratie schon dermaßen beschädigt, dass eine Differenz zwischen demokratischen und antidemokratischen Parteien nicht mehr glaubhaft zu machen ist.

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Naturpark Am Stettiner Haff – „Modellregion“ (Dr. Till Backhaus anlässlich der Naturparkerweiterung in Blankensee)

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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