Offener Brief zur „Energieexpertin“ Claudia Kemfert, immer wieder gerne genommen

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Jürgen Baur und Dipl.-Ing. Udo Mügge

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Offener Brief von Prof. Dr. Jürgen Baur und Dipl.-Ing. Udo Mügge

(Offener Brief zur öffentlichen Windkraftdebatte:)
Die Energiewende zurechtfabuliert

Claudia Kemfert, professorale Energieökonomin, Politikberaterin und nachgefragter Talkshow-Gast, ist als engagierte „Expertin“ für die Energiewende ständig im öffentlichen Einsatz. So auch jüngst wieder in einem WDR5 Tagesgespräch und bei Anne Will im Ersten. Dabei ging es u.a. um den weiteren Ausbau der Windindustrie. Wer in die Sendungen reingehört und -gesehen hat, dem kommen allerdings berechtigte Zweifel, ob Expert(inn)en immer das halten, was sie versprechen. Denn irritiert muss man zur Kenntnis nehmen: physikalisch-technische Unbedarftheit, argumentativer Pfusch, unbelegte Verschwörungstheorien.

Unbelegte Verschwörungstheorien

Im WDR5 Tagesgespräch behauptet Kemfert, die große Mehrheit der Bevölkerung habe kein Problem mit Windenergieanlagen. Und die wenigen kritischen Bürgerinitiativen würden teilweise von den fossilen Industrien bezahlt. Belege: Fehlanzeige! Damit werden nicht nur grundlegende wissenschaftliche Standards (belastbare Nachweise anstelle von bloßen Behauptungen) missachtet. Vielmehr werden zugleich auch die vielen Bürgerinitiativen verunglimpft, die sich ehrenamtlich für den Erhalt von Lebensqualität auch in Windindustriegebieten einsetzen.

Argumentativer Pfusch

Expert(inn)en sind gehalten, wissenschaftliche Befunde sorgfältig zu recherchieren und gegeneinander abzuwägen, um diese dann in einem nachprüfbaren und überzeugenden argumentativen Zusammenhang der Öffentlichkeit vorzutragen. Und gerade bei der kontroversen Debatte um die Energiewende ist zu konstatieren, dass ein „alternativloses“ Argumentieren nicht angebracht ist. Kemfert ist ein abwägendes Argumentieren jedoch völlig fremd. Es gilt ausschließlich ihre eigene Meinung. Abweichende Positionen sind uninteressant, weil Kemfert selbst alles besser weiß. Angeblich!

Physikalisch-technische Unbedarftheit

Das dürfte damit zusammenhängen, dass der physikalisch-technische Horizont von Kemfert ganz offensichtlich begrenzt ist und/oder allgemein Bekanntes von ihr nicht zur Kenntnis genommen wird, weil es zu den eigenen Vorstellungen nicht passen will. Die Beispiele ließen sich mehren: Bei Anne Will macht sich Kemfert über die Begriffe „Geisterstrom“ und „Dunkelflaute“ lustig, von denen sie noch nie etwas gehört habe. Allerdings: „Geisterstrom“ wird bereits seit 2015 in den Medien thematisiert. Es ist der Strom, der überwiegend durch Windkraft aufgrund mangelnder Nachfrage oder technischer Gegebenheiten nicht erzeugt werden kann, aber trotzdem per Gesetz den Betreibern mit 90% vergütet wird. Der Begriff „Dunkelflaute“ ist überall in den Medien präsent. Er bezeichnet die Stunden und Tage, an denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Als vielbeschäftigte Politikberaterin und angebliche Energieexpertin sollte sie die Publikation des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zur Dunkelflaute kennen. Die volatile Stromerzeugung aus Sonne und Wind kann einen Industriestaat ohne Speichertechnologien nicht versorgen. Dieses volatile Stromangebot wird durch die konventionellen Kraftwerke in Echtzeit ausgeglichen, wie jedermann auf der Homepage der Leipziger Strombörse (aufgrund gesetzlicher Veröffentlichungspflicht) nachsehen kann. Dies sichert die Versorgung Deutschlands. Kemfert aber spricht davon, dass Kohlestrom die Leitungen verstopfe. Das ist kein Expertenniveau, sondern Framing im übelsten Sinn.

Bürgerinnen und Bürger dürfen für ihre Gebühren von den öffentlichen Medien erwarten, dass sie Fakten und Informationen liefern, ergänzt durch argumentativ fundierte Kommentare. Das gilt auch für einen informativen Meinungsaustausch in Talkrunden. Gerne verzichten sie auf Expert(inn)en, die bloß ihren eigenen beschränkten und ideologisch eingefärbten Kenntnisstand als wissenschaftlich fundierte Ein- und Weitsicht verkaufen.

Prof. Dr. Jürgen Baur

Dipl.-Ing. Udo Mügge, 33100 Paderborn-Dahl

Ergänzung von Norbert Schumacher, Freier Horizont

Hierzu noch eine Ergänzung: „Expertin“ Frau Kemfert führte als Beispiel das sogenannte „Bürgerbeteiligungsgesetz“ der SPD-geführten Landesregierung in MV an: Zitat: „…ähnlich wie in Mecklenburg Vorpommern,….. wir sehen das die Akzeptanz brutal nach oben geht,  wenn man finanzielle Beteiligungsmodelle ermöglicht, das macht Mecklenburg Vorpommern sehr gut…“ In Wahrheit erweist sich dieses „tolle“ Gesetz weiterhin als Flop. Sage und schreibe in einem Falle seit fast 3 Jahren Bestehens ist es mühsam zur Anwendung gebracht worden, bei einer völlig klammen Gemeinde. Kommentar des Freien Horizonts dazu: http://aktionsbuendnis.freier-horizont.de/im-detail/pressemittelung-zum-ersten-windpark-nach-dem-buergerbeteiligungsgesetz.html
Der letzte auffindbare Artikel hierzulande dazu stammt von 2018: https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Wirtschaft/Buerger-in-MV-haben-kaum-Interesse-an-Windpark-Beteiligung
Seitdem herrscht hierzulande Schweigen zum Gesetz, das im Übrigen – von der Windkraftindustrie beklagt wurde. 

Norbert Schumacher, Freier Horizont

Nachbemerkung von René Sternke

In dem NDR-Film „Gute Windkraft, böse Windkraft“ wurde gerade Mecklenburg-Vorpommern als Beispiel für fehlende Akzeptanz für Windkraft vorgestellt (vgl. dazu „Windphilosophie auf Arte: Geld als einziger Wert“. Auch Onetz bringt die Proteste von hunderten Demonstranten in Mecklenburg-Vorpommern als Beispiel für die in Deutschland fehlende Akzeptanz für die Windkraft (vgl. Abb.). Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem Freien Horizont als einziges Bundesland eine Partei, die gegen den unkontrollierten Windkraftausbau Front macht. Vorliegende Seite, die den Widerstand gegen die Windkraft in Mecklenburg-Vorpommern nur in einem kleinen Ausschnitt erfasst, liefert bereits zahlreiche Beispiele, von denen ich nur einige nenne:

Erinnerung: 25. November 2019 15 Uhr Kürassierkaserne Pasewalk Anti-Windkraft-Demo

Wichtiger Termin: 26.11.2019 Bürgergespräch zum Thema ‚Windkraft in der Friedländer Großen Wiese‘

Angelika Janz zeigt Gießkannenträger Anton Hofreiter, was eine Harke ist

Vierzigste Mahnwache für die Friedländer Große Wiese

Der Kreistag Vorpommern-Greifswald verweist den Antrag auf ein Moratorium für den weiteren Windkraftausbau in die Ausschüsse

Anti-Windkraft-Demo in Schwerin

Die feinen Umgangsformen der Energieunternehmen

Die Rotmilane im Windeignungsgebiet 46 sind flügge

„The Telegraph“ berichtete über die Mahnwachen auf der Friedländer Großen Wiese

Vierzigste Mahnwache für die Friedländer Große Wiese

Schwesig nimmt die Schweriner Sitzdemo als Anzeichen für ein Spannungsfeld in der Bevölkerung wahr

Sitzblockaden, Mahnwache, Demos…. was müssen wir noch tun, dass die Politik reagiert?

Schwesig hat die Antiwindkraftdemo instrumentalisiert

Anti-Windkraft-Demo in Schwerin

Sitzdemo am 19. Juni in Schwerin

Der Freie Horizont zieht in vier Kreistage ein!

3. Mahnwache zur Bekräftigung des Battinsthaler Appells

Zur Podiumsdiskussion in Krackow

Der Battinsthaler Appell

Freier Horizont – Bündnis für Vorpommern

Claudia Kemfert als Prophetin

Claudia Kemferts Prophezeiungen aus dem Jahre 2011 über die Erzeugung einer Grundlast mittels Erneuerbarer Energien und über das nur geringfügige Ansteigen der Strompreise beim Einsatz Erneuerbarer Energien sind heute noch so aktuell wie damals (vgl. „Grundlast ist altes Denken!” oder: Warum wir eine CO2-Steuer benötigen).

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Hunderte Einwohner protestieren in Schwerin gegen den weiteren Ausbau der Windkraft. Foto: Jens Büttner/zb/dpa (Quelle für Bild und Bildunterschrift: https://www.onetz.de/deutschland-welt/wind-abstandsvorgaben-sorgen-fuer-zoff-koalition-id2903371.html

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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