Dr. Paul Neetzow (Humboldt-Universität): Bundesweite Abstände schaden Akzeptanz

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Dr. Paul Neetzow ist ein junger Wissenschaftler aus der Resource Economics Group der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Dissertation zum Thema „The economics of power system transitions. Modeling pathways and policies for storage, grids and renewables“ wurde mit summa cum laude bewertet. Sein Aufsatz „Bundesweite Abstände schaden Akzeptanz“ ist für uns Windkraftgegner wichtig. Ich zitiere seinen Beitrag aus dem Tagesspiegel Background in extenso, da ich die wissenschaftliche Argumentation durch Kürzungen nicht verzerren will. – Hier folgte nun der Beitrag von Dr. Paul Neetzow „Bundesweite Abstände schaden Akzeptanz“. Ich schrieb jedoch an den Verfasser:

Sehr geehrter Herr Dr. Neetzow,

ich habe mir erlaubt, Ihren Beitrag „Bundesweite Abstände schaden Akzeptanz“ auf meinem windkraftkritischen Blog zu zitieren und bitte Sie, mir mitzuteilen, wenn Sie nicht damit einverstanden und der Meinung sind, dass ich damit Urheberrechte verletze. Für uns Windkraftgegner ist Ihre Reflexion sehr wichtig. Ich habe einen kritischen Kommentar dazu verfasst. Die Argumente dürften Ihnen nicht unbekannt sein. Ich persönlich habe zu Anfang dieses Jahres bemerkt, dass über 40 Greifvogelhorste im Vorfeld von Genehmigungsverfahren im Kreis Vorpommern-Greifswald zerstört worden sind, davon über 20 in meinem Amtsbezirk Löcknitz-Penkun. Ich habe daraufhin eine Petition lanciert, die darauf abzielte, Windkraftausbau und Artenschutz miteinander in Einklang zu bringen: http://chng.it/2tCpBnTH Die Petition verlangt nicht mehr als die Anwendung der Europäischen Vogelchutzrichtlinie, die Deutschland unterzeichnet hat. Die neuen vom Bundesverband WindEnergie und Minister Altmaier vorgeschlagenen Gesetzesänderungen sind jedoch das Eingeständnis, dass das nicht möglich ist und dass die Gesellschaft zwischen der Erhaltung der bedrohten Arten und der Windkraft wählen muss. Da die AfD die Unzufriedenheit der betroffenen Bevölkerung funktionalisiert, habe ich im Frühjahr bei den Kreistagswahlen erfolgreich für den Freien Horizont kandidiert, das Mandat aber nicht angenommen. Im Wahlkampf habe ich einem Vortragsabend in Berlin zum Thema Infraschall beigewohnt. Im Saal waren fast 200 Geschädigte. Vielen sah man die Schädigung an. Das hat mich sehr erschüttert. Inzwischen kenne ich auch Betroffene in meinem Amtsbezirk. Natürlich können die betroffenen Bürger und die Bürgerinitiativen keine Forschungsprojekte finanzieren. Es wäre jedoch fair und human, wenn Sie die Argumente, die gegen den Einsatz der Windkraft in der Nähe von Wohnungen und in den Vorkommensgebieten geschützter Arten sprechen, zu berücksichtigen versuchten. Ich erinnere an den  Forscher Prof. Dr. Eric Zou (http://www.eric-zou.com/), der gleich Ihnen jung, erfolgreich und kein Windkraftgegner ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Sternke

Folgende Antwort wurde mir zuteil:

Sehr geehrter Herr Dr. Sternke,

bezüglich der Urheberrechte wenden Sie sich bitte an den Tagesspiegel. Sie können sich sicher vorstellen, dass ich den Inhalten Ihres Blogs nicht viel abgewinnen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Neetzow

Nachbemerkung von René Sternke

Ich denke, dass die Akzeptanz durch Abstände von einem Kilometer weder steigen noch sinken wird. Das einzig Gute wäre, dass geplante Windfelder wegfielen. Möglicherweise entstünde an manchen dieser Orte danach Akzeptanz. Die Akzeptanz ist entgegen den oben vorgetragenen Behauptungen eines Wissenschaftlers bei großen Teilen der Bevölkerung nicht mehr da, vor allen bei denjenigen, die betroffen sind und sich aus diesem Anlass inhaltlich mit der Energiewende in Form eines permanenten massiven Windkraftausbaus kritisch auseinandergesetzt haben. Was ist das für ein „öffentliches Gut von hohem nationalem Nutzen“, das die Gesundheit vieler Menschen zerstört und bedrohte Arten ausrottet? Die Grundvoraussetzung der Energiewende, die Speicherung der sporadischen Produktion der sogenannten renegerativen Energien, ist nicht erfüllt. Die geschützten Arten werden ausgerottet und die Gesundheit vieler Menschen zerrüttet. Der Rechtstaat wird mehr und mehr untergraben. Eine positive Wirkung auf das Klima ist nicht erkennbar. Der soziale Zusammenhalt wird zerstört. Das Kulturerbe wird beschädigt. Diese Energiewende ist ein ökonomisches, ökologisches, soziales, kulturelles, epidemiologisches, klimatologisches und rechtstaatliches Desaster. Da helfen auch keine Kilometerabstände. Abstände von 15 bis 20 Kilometern zu Wohnbebeauungen sind notwendig, um zu erwartende gesundheitsschädigende Wirkungen des von den Anlagen emittierten Infraschalls auszuschalten. Die Vorkommensgebiete der geschützten Arten müssen verschont werden. Folglich sind nur Industrieanlagen-Cluster vertretbar. Neetzow verweist darauf, dass Konzentrationen von Windkraftanlagen ineffektiv sind. Die Windkraft kann demzufolge nur ausnahmsweise und punktuell zum Einsatz kommen.

Eine wichtige Feststellung Neetzows ist: „Nicht mehr die Länder, die hohe Mindestabstände einführen, müssen sich öffentlich rechtfertigen, sondern jene, die vom restriktiven Bundesstandard abweichen wollen. Die niedersächsische Landesregierung wird neuerdings ihren Bürgern erklären müssen, warum sie näher an Windrädern wohnen sollen, als Bayern oder Hessen.“ Meiner Ansicht nach ist es eine gerechte Forderung, dass die Landesregierungen ihren Bürgern gegenüber darüber Rechenschaft ablegen, warum sie deren Lebensbedingungen fundamental zu deren Nachteil verändern. Sie wollen ja wiedergewählt werden.

Neetzows Schlussfolgerung „Die windkraftfreundlichen Bundesländer werden es so schwerer haben, den Rückhalt ihrer Bevölkerung aufrecht zu erhalten“ ist nicht verständlich, wenn man wie er davon ausgeht, dass „die Zustimmung für die Energiewende in der Bevölkerung durchgehend hoch“ sei. Verschwindet die Akzeptanz, wenn man beginnt, darüber nachzudenken und miteinander zu sprechen?

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Logo der Humboldt- Universität zu Berlin (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/ce/Huberlin-logo.svg/188px-Huberlin-logo.svg.png)

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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