Mein Schreiben an Pfarrer Jehsert

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Sehr geehrter Herr Pfarrer,

ich habe Ihren Post auf der face-book-Seite der BI Bismark gelesen. Aus Ihrer Nachricht geht hervor, dass Ihnen noch unbekannt ist, dass Windkraftanlagen Infraschall emittieren und dass diese starken Vibrationen in einem Frequenzbereich unterhalb der Hörschwelle mit den Körperrhythmen interferieren und schwere Erkrankungen herbeiführen. Es beginnt mit Schlaflosigkeit und durch den anhaltenden Schlafentzug kommt es zu einer Schwächung des Organismus und einer Reihe von Folgeerkrankungen. Bei Dauerexposition werden auf rein physikalischem Wege verschiedene Erkrankungen wie Tinnitus oder Herzinsuffizienz erzeugt. Unter der Vielzahl der Betroffenen sind auch Kinder.

Mir wusste das ebenfalls nicht schon immer und ich schildere das Erlebnis, bei welchem ich mich plötzlich mit beinahe 200 Menschen, die durch den von Windkraftanlagen emittierten Infraschall erkrankt sind, in einem Raum befand, in einem Blogbeitrag: Infraschall – Deutschland schafft sich ab

Es handelt sich bei den Erkrankungen um ein epidemiologisches Problem und auch in unserer Region gibt es viele erkrankte Menschen, vermutlich auch unter Ihren Pfarrkindern. Dipl.-Med. Heinz Timm hat in dem Penkuner Ortsteil Büssow eine exemplarische Untersuchung durchgeführt: Infraschallopfer in Penkun in Vorpommern-Greifswald

Ich bitte Sie sehr, zu Herrn Timm Kontakt aufzunehmen und sich mit den Opfern in Verbindung zu setzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie, wenn Sie die Tragweite des Problems erkannt haben, überlegen werden, was Sie und die Kirche tun können, um unseren Nächsten zu helfen.

Was die Lösung der durch den Klimawandel aufgeworfenen Probleme angeht, so werden Sie bemerkt haben, dass, obgleich unsere Region weitgehend schon wie ein einziges Windfeld aussieht, keine Abkühlung des Erdballs eingetreten ist, dass in unserer Gegend ganze Windparks bei wehendem Wind stillstehen, weil die Energie nicht abgeführt werden kann und folglich nirgends CO2-Einsparungen erzielt werden können. Sie werden beobachtet haben, wie trotzdem weiterhin in unserem Kreis kostbare CO2-Speicher wie Moore, Waldstücke und Grünland dem Windkraftausbau geopfert werden, dass in fast allen in unserem Amtsbezirk vorgesehenen Windeignungsgebieten bedrohte Arten leben und dass die Zahl der Vernichtung ihrer Horste im Vorfeld von Windkraftgenehmigungen im Süden dieses Amtsbezirks einen traurigen Rekord erreicht hat. Sie werden bemerkt haben, dass in Bergholz, Rossow, Krackow usw. Windräder gebrannt haben, und wissen, dass die Carbonfasern im Brandfall kanzerogene Substanzen freisetzen, die ins Grund- oder gar Trinkwasser gelangen können. Sie werden wissen, dass in den Rädern Neodym verarbeitet wird, bei dessen Abbau in China toxische und radioaktive Flüssigkeiten unkontrolliert in die Umwelt abgeführt werden, und dass sie SF6 freisetzen, ein Treibhausgas, das das Klima unvergleichlich schwerer belastet als CO2. Ich führe das nur an, damit Sie erkennen, dass nicht nur Sie, sondern auch wir ein Problembewusstsein für Klima und Umwelt besitzen und deshalb möglicherweise sogar Ihrer christlichen Nächstenliebe wert sind.

Dass Sie unsere Region, die zum Stettiner Stadtumland gehört und eine wahrhaft europäische Region ist, als peripher ansehen, mag daran liegen, dass Sie offenbar noch nicht lange hier sind und aus Retzin vielleicht noch nicht herausgekommen sind.

Ich werde mich demnächst bei Ihnen melden, damit wir gemeinsam überlegen können, wie wir den vom Windkraftbetrieb gesundheitlich geschädigten Menschen helfen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Sternke

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Post des Retziner Pfarrer Matthias Jehsert auf der facebook-Seite der BI Bismark

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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2 Gedanken zu “Mein Schreiben an Pfarrer Jehsert

  1. Ich mag dieses Schreiben nur noch mit einigen Zitaten des großen Pfarrer-Vorbildes Dietrich Bonhoeffer ergänzen:

    „Die Frage nach Ort und Grenze der Verantwortung hat uns auf den Begriff des Berufes geführt. Diese Antwort besteht nur dort zu recht, wo der Beruf gleichzeitig in allen seinen Dimensionen verstanden wird.

    Der verantwortlich Handelnde bezieht die gegebene Situation in sein Handeln ein, nicht allein als Stoff, dem er seine Ideen aufprägen will, sondern als die Tat mitgestaltend…

    Der Einzelne handelt nicht für sich allein, sondern er vereinigt in seinem Ich das Ich mehrerer Menschen, gegebenenfalls sogar einer sehr großen Zahl…“

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