Brief des Bündnisses der Bürgerinitiativen gegen Windkraft des Landkreises Vorpommern-Greifswald an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Gemeinsame Erklärung der Bürgerinitiativen gegen Windkraft des Landkreises Vorpommern-Greifswald

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Schwesig,

dieser Brief geht ausdrücklich an Sie in Ihrer verantwortlichen Position als Ministerpräsidentin und als Mensch, so, wie Sie sich uns als Bürgerinnen und Bürger dieses Bundeslandes im ländlichen Raum vermitteln.

Deshalb werden wir hiermit in aller demokratischen Form offen und geradeheraus an Sie schreiben und bitten um eine Antwort von IHNEN und nicht von einem – wie bisher erfahren – Mitarbeiter eines anderen Ministeriums. Die Thematik ist wichtig genug, dass sie durch eine Antwort von Ihnen persönlich gewürdigt werden sollte:

Die zahlreichen Bürgerinitiativen und Zusammenschlüsse Betroffener gegen industrielle Windkraftanlagen des Kreises Vorpommern-Greifswald fordern Sie mit aller Dringlichkeit auf, den Windkraftausbau in unserem Kreis Vorpommern-Greifswald und im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu stoppen.

Eines der wichtigsten Motive unserer Ablehnung der Windkraft ist die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit der Anwohner im Umfeld der Anlagen, die ihnen durch Artikel 2 des Grundgesetzes garantiert ist.

Menschen, deren Heimat als Windeignungsgebiet eingestuft und bebaut wird, werden als ‚Windradgucker‘ (Juli Zeh) und ‚Windbürger‘ diskriminiert. Ihre Gesundheit und ihr Eigentum verlieren den Schutz der Gesellschaft. Diese Benachteiligung von Menschen wegen ihrer Heimat ist ein Verstoß gegen Artikel 3 des Grundgesetzes.

Das Bundesumweltamt hat Dr. René Sternke 2019 auf Anfrage mitgeteilt, dass die Untersuchungen zur Gesundheitsschädigung durch den von Windkraftanlagen emittierten Infraschall noch nicht abgeschlossen sind.

Dennoch wurde in unserem Bundesland bereits mit dem Windkraftausbau begonnen. Eine Sprecherin des UBA äußerte zu den nicht publizierten Forschungsergebnissen gegenüber dem MDR, dass „es körperliche und mentale Auswirkungen gibt“.

Dipl.-Med. Heinz Timm hat in unserem Landkreis in einer Untersuchung zum Penkuner Ortsteil Büssow, der der Infraschallemission des Brandenburger Windfeldes Schönfeld exponiert ist, festgestellt, dass ein großer Teil der Bürger seit Inbetriebnahme der Anlagen unter den typischen Symptomen leidet, die im Umfeld von Windkraftkraftanlagen wirksam werden. Immer, wenn der Rotor am Mast vorbeizieht, entsteht ein Geräusch im tieffrequenten Bereich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Diese Vibrationen im Maschinenrhythmen stören die Körperrhythmen bei großer Anlagenhöhe und ungünstigen Windverhältnissen in einem Umkreis bis hin zu 20 km und verursachen zunächst Schlafstörungen, später auch Tinnitus und Hörstürze und aufgrund des anhaltenden Schlafentzugs und der dauernden Schwächung des Organismus die unterschiedlichsten Folgeerkrankungen. Die Anzahl der Betroffenen, die kurzfristig Symptome aufweisen, bewegt sich um ein Drittel der Anwohner.

Wir haben daher Dr. med. Stephan Kaula, engagiert bei der „Deutschen Schutz Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier“, der seit Jahren Infraschallopfer betreut und sich an der Forschung darüber seit Jahren beteiligt, um Erklärungen gebeten, die Sie im Anschluss an unser Schreiben finden werden.

Wir möchten Sie auch besonders darauf hinweisen, dass unter den an einer Vielzahl von Orten Betroffenen auch Kinder sind, die nicht mehr schlafen können. Sie werden um eine glückliche Kindheit und ein gesundes Leben gebracht. Denn diese Beeinträchtigungen dominieren ein Familienleben derart, dass die Windkraftthematik eine unvergessliche Sonderstellung in einem längst nicht mehr unbeschwerten Leben einnimmt.

Wir bitten Sie daher ausdrücklich, sich mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass den Menschen in unserem Bundesland diese als grausam empfundenen Leiderfahrungen erspart bleiben.

Und vor allem: Bitte nehmen Sie uns, unsere Sorgen, sorgfältig geprüften Einwendungen, Warnungen, Bitten und Erkenntnisse als für alle Landesbürger verantwortliche und von ihnen gewählte Landesmutter endlich ernst!

Was für die Natur schädlich ist, das kann dem Menschen auf Dauer nicht nützen, sondern schadet ihm unumkehrbar!

Hochachtungsvoll                 

gez. Thea Funk                                                           

Bürgerinitiative Behrenhoff

Bürgerinitiative Bismark

Bürgerinitiative Freie Friedländer Wiese e.V.

Bürgerinitiative Freier Wind Kletzin

Bürgerinitiative Krackow

Bürgerinitiative Windkraftgegner Ladenthin

Bürgerinitiative Stopp Windpark Lüssow-Schmatzin!

Bürgerinitiative Penkun

Bürger aus Jatznick

Dr. René Sternke (Blankensee)

Freier Horizont – Bündnis gegen unkontrollierten Windkraftausbau

Bundesinitiative Vernunftkraft

Erklärungen von Dr. med. Kaula zur Wirkung von Infraschall

„Ich möchte die Effekte von niederfrequentem Schall und Infraschall in drei Teile aufteilen, die auch etwas parallel mit den Abständen von den Windrädern laufen.

1) direkte physikalische Wirkung bei jedem, die sogar tödlich sein kann. Infraschall ist ja nichts anderes als sich wiederholende Druckwellen. Bei der Druckwelle einer Explosion (z.B. sog. Luftminen, die im Umkreis von 500m sofort tödlich sind) zerreißen innere Organe und es kommt zu einem inneren Verbluten. Das ist genau das Schicksal, das die zarten Fledermäuse in der Nähe (ohne Berührung) der Rotoren ereilt. So stark sind die Druckwellen. Prof. Kraft hat auch schon Kleinvögel beobachtet, die dieses Schicksal ereilt, einfach ohne Berührung plötzlich tot vom Himmel zu fallen. (geschätzt 5m-Bereich)

2) direkte physikalische Wirkung bei jedem, durch nicht unmittelbar tödliche, aber gleichwohl Gewebezerreißungen im mikroskopischen, molekularen (?) Bereich mit chronischen Microblutungen und Reparaturvorgängen, die zu chronischen Erkrankungen wie Fibrosen o.ä. führen(geschätzt bis 500m, möglicherweise durch Schleppwirbel etc. auch weiter).

2a) etwas geringere Dosen, die keine irreversiblen Störungen bei jedem auf mikroskopischer/molekularer Ebene erzeugen, die gleichwohl bei Dauerbelastung zu sog. morphologischen, hormonellen, Stoffwechselveränderungen führen. Hier würde ich Vahls Ergebnisse einordnen (geschätzt bis 1km, möglicherweise weiter).

3) hier kommt nun die individuelle Reaktion ins Spiel: niederfrequenter Schall gerade in Verbindung mit Infraschall, aber offenbar auch Infraschall allein wird vom Körper wahrgenommen. Vermutlich über das Ohr, aber offenbar nicht nur. Dieser Reiz führt sowohl im Nervensystem zu Verarbeitungsprozessen, aber möglicherweise auch direkt hormonell zu Reaktionen wie dem Gefühl einer dumpfen Bedrohung. Hier hängt die Reaktion von einer individuellen Schwelle ab, die sogar zeitlich und vom Alter und anderen Umständen variieren mag. Deshalb variieren hier auch die Prozentzahlen von Betroffenen. Es ist aber natürlich auch eine Frage, wann spreche ich von einem Betroffenen. Auch diese Definition ist nicht eindeutig, denn es geht von fließend von hinzunehmender (?) Störwirkung bis zu schweren organischen und chronischen Erkrankungen und vielleicht sogar innerhalb von Wochen tödlichen Wirkungen. (Wenn man einen Menschen auf ein Podest innerhalb der stärksten Druckschwankungen bringt, möchte ich wetten, dass dieser das nicht lange überlebt.) Diese neurologische Reaktion könnte man wie eine Schmerzreaktion interpretieren: Man stelle sich vor jemand tritt einem auf den großen Zeh. Der Schmerz lässt mich den Fuß wegziehen. Würde ich es nicht tun, dann käme es zu Gewebeeinblutungen bis hin zu schwereren Gewebeschäden. Die neurologische Reaktion löst also eine Art Fluchtreflex aus. Und diese Schwelle, ab der dieser Reflex ausgelöst wird, ist individuell unterschiedlich. Bei hohen Dosen Infraschall reagiert dann aber auch psychisch jeder. Das geht bis hin zu Halluzinationen.“

Anlagen

In diesen Links können Sie sich thematisch individuell über einzelne Themenbereiche informieren:

Gemeinsame Erklärung der Bürgerinitativen gegen Windkraft des Landkreises Vorpommern-Greifswald

https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/01/09/gemeinsame-erklarung-von-burgerinitiativen-des-landkreises-vorpommern-greifswald/

Untersuchung von Dipl.-Med. Heinz Timm (Penkun) zur Gesundheitsschädigung von Bürgern des Penkuner Ortsteils Büssow durch den von den Windkraftanlagen des Windfelds Schönfeld emittierten Infraschall

https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/01/06/infraschallopfer-in-penkun-in-vorpommern-greifswald/

Pressebericht über die Untersuchung von Dipl.-Med. Heinz Timm zur Gesundheitsschädigung von Büssower Bürgern durch den von den Windkraftanlagen des Windfelds Schönfeld emittierten Infraschall

https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/01/11/der-nordkurier-berichtet-uber-die-korperverletzungen-durch-von-windturbinen-emittierten-infraschall-in-bussow/

Fragebogen für künftige Anwohner von Windkraftanlagen

https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/01/20/was-tun-wenn-der-bau-von-windkraftanlagen-in-der-nahe-droht/

Erklärung des Stopps des Windkraftausbaus an Land durch den französischen Staatspräsidenten

https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/01/19/macron-man-darf-die-windkraft-nicht-von-oben-aufzwingen/

*

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

„♥lichen Dank für die vielen guten Wünsche! Ich möchte sie teilen mit denen, die auch erkrankt sind.“ (Quelle: https://twitter.com/manuelaschwesig/status/1173297123649085440 – screenshot)
Der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und denen, die auch erkrankt sind, die besten Wünsche zur baldigen vollständigen Genesung!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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