Rotmilan – Least Concern?

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Aus Anlass der Mitteilung des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V., dass BirdLife den Rotmilan trotz des massiven Rückgangs in Deutschland, dem Land, in dem er immer noch am häufigsten vorkommt, aus der Kategorie „Near Threatened“ (Vorwarnliste) in die Kategorie „Least Concern“ (nicht gefährdet) zurückstufen will, habe ich nachstehendes Schreiben an BirdLife gesandt. Ob der NABU, der BirdLife in Deutschland vertritt und der unverbrämt als Lobby-Organisation der Windkraft auftritt, so dass an sich die Frage stellt, ob er noch ein gemeinnütziger Verband ist, einen Anteil an dieser Rückstufung hat, weiß ich nicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mit Entsetzen gelesen, dass Birdlife den Rotmilan aus der Kategorie „Near Threatend“ in die Kategorie „Least Concern“ zurückstufen will, obwohl der weltweite Bestand in Deutschland von 50% auf 43% zurückgegangen ist. Diese Einstufung wird dazu führen, dass der Umgang mit dieser Art in Deutschland und insbesondere in Mecklenburg Vorpommern, einem der Hauptvorkommensgebiete des Rotmilans, noch gewissen- und rücksichtsloser sein wird. In Vorpommern verhält es sich so, dass die Vorkommensgebiete des Rotmilans nicht, wie es die Europäische Vogelschutzrichtlinie vorschreibt, als Schutzgebiete ausgewiesen werden, sondern sie werden vielmehr durch den Regionalen Planungsverband Vorpommern systematisch als Windeignungsgebiete ausgewiesen, weil die Prüfung auf das Vorhandensein von Brutstätten des Rotmilans erst im Rahmen des Genehmigungsverfahrens vorgenommen wird. Das hat dazu geführt, dass im Vorfeld von Genehmigungsverfahren über 40 Horste in Vorpommern zerstört worden sind. Der Planungsverband belohnt und ermutigt sogar die Horstzerstörer, indem er selbst dann, wenn es zu Horstzerstörungen kam, an der Ausweisung der betroffenen Rotmilanvorkommensgebiete als Windeignungsfelder festhält. Die im vergangenen Jahr in der Zeitschrift „Der Falke“ veröffentlichte Studie von Christoph Katzenberger und Jakob Sudfeldt belegt, dass der Rückgang des Rotmilanbestands in Mecklenburg-Vorpommern auf den massiven Windkraftausbau zurückzuführen ist. Dieser Auffassung hat sich auch der NABU angeschlossen. Deutschland und insbesondere das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und hier besonders der Planungsverband Vorpommern missachten die Europäische Vogelschutzrichtlinie, die die Ausweisung der Vorkommensgebiete des Rotmilans als Schutzgebiete explizit fordert, das Bundesnaturschutzgesetz, das die Tötung von Wildtieren bei erhöhtem Tötungsrisiko untersagt, sowie den Artikel 20a des Grundgesetzes, der uns Deutsche verpflichtet, den gegenwärtigen Zustand der Umwelt für künftige Generationen zu erhalten. 
In der Rückstufung des Rotmilans in die Kategorie „Least Concern“ werden gewissen- und verantwortungslose Politiker in Deutschland und vor allem in Mecklenburg-Vorpommern einen Freibrief sehen, die Ausrottung des Rotmilans noch rücksichtsloser voranzutreiben, da sie der Auffassung sein werden, dass sie die Verantwortung für den Fortbestand nun mehr und mehr auf andere Länder übertragen zu können. Das ist sehr besorgniserregend, denn immerhin leben immer noch 43% aller Rotmilane in Deutschland. Ich empfinde es als sehr bedrückend, in einem Land zu leben, das die Lebensräume der geschützten Arten immer stärker verknappt. Leider hat sich der NABU, der Birdlife in Deutschland vertritt, kürzlich in einem Thesenpapier für eine stärkere Ausnutzung der im Bundesnaturschutzgesetz vorgesehenen Ausnahmeregelung vom Tötungsverbot für Wildtiere ausgesprochen. Es erfüllt mich mit großer Besorgnis, dass ein Land, in dem der Ausverkauf der Natur stattfindet, in immer stärkerem Maße in der Europäischen Union den Ton angibt und die europäische Politik durch ökonomischen Druck dominiert.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Vorsätzliche Tötung eines Rotmilanweibchens in Borchen (Nordrhein-Westfalen) im Zusammenhang mit einer Windparkplanung (Foto: Biologische Station, Quelle: Westfalen-Blatt, 9. Mai 2020: https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Paderborn/Borchen/4198402-Ortsvorsteher-und-Buergermeister-zum-erschossenen-Rotmilanweibchen-in-Borchen-Toetung-geschah-mit-einer-klaren-Absicht)

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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2 Gedanken zu “Rotmilan – Least Concern?

  1. Array schreibt:

    Vogelschutz und Windkraftanlagen sind heute kein Problem mehr: BirdVision(R) entwickelt ein Kamerasystem, das die WKA bei Kollisionskurs eines schützenswerten Vogels kurz abschaltet. Damit wieder ein Argument der Kritiker weniger. WKA produzieren derzeit für 2-3 Cent/kWh, Vergütung liegt bei ~6 Cent/kWh (Ausschreibung). Also auch super günstig.

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    • Windkraftanlagen im strenggeschützten Außenbereich verschlechtern den Zustand unserer Umwelt und stehen im Widerspruch zu Artikel 20a unseres Grundgesetzes. Wenn geeignete Industriegebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden und für diese Flächen Ausgleichsflächen für den Naturschutz zur Verfügung gestellt werden, ist gegen den Einsatz von Windkraft nichts einzuwenden.
      Die Anlagen drehen sich mit Geschwindigkeiten von 300 km/H. Wie sollen sie so schnell anhalten? Warum gibt es noch Schlagopfer? Warum werden Anlagen ohne dieses Kamerasystem betrieben? Wie schützt das Kamerasystem vor dem Verlust von Brut- und Nahrungshabitaten?
      Warum werden in Vorpommern die Windkraftanlagen bei Wind angehalten? Warum hat sich Deutschland innerhalb des letzten Jahres vom Energieexportland zum Energieimportland entwickelt? Warum ist das Ansteigen der gewonnenen Energie bei Öl und Gas größer als bei Windenergie? Warum wird die EEG-Zulage allmählich vom Verbraucher auf den Steuerzahler umgelegt?
      Doch selbst wenn Sie auf alle diese Fragen Antworten haben sollten, so bleiben doch immer noch die Verstöße gegen Art. 2 und 20a des Grundgesetzes.

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