Bis morgen: Einwendungen gegen das Windfeld Damitzow!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Nachstehende Einwendung gegen das Windfeld Damitzow hat Rüdiger Bartel erarbeitet. Bis einschließlich morgen besteht noch die Möglichkeit, gegen das Windfeld Damitzow Einwendungen zu verfassen. Greifen Sie die Argumente aus seiner Eingabe auf! Schreiben Sie eine Einwendung! Jede Einwendung verlängert das Genehmigungsverfahren.

 

Abs. _______________________________________        Datum: __________________

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Landesamt für Umwelt                  
Genehmigungsverfahrensstelle Ost        
Postfach 60 10 61                       
14410 Potsdam  

Amt Gartz (Oder)     
Kleine Klosterstraße 153
16307 Gartz (Oder)

t13@lfu.brandenburg.de

Einwendung gegen Vorhaben-ID G05819, Windfeld Damitzow


Sehr geehrte Damen und Herren,

um später mein Klagerecht ausüben zu können, gebe ich hiermit meine Stellungnahme zu dem beabsichtigten Windfeld in Damitzow ab und erhebe folgende Einwände:

1. Windkraftanlagen verursachen hörbaren Lärm, Infraschall sowie Schattenschlag, die in der derzeitigen Genehmigungspraxis nicht ausreichend berücksichtigt werden. Bereits jetzt beeinträchtigen die beiden Windfelder Schönfeld und Petershagen sowohl optisch als auch akustisch erheblich mein Wohlbefinden, ein weiteres Windfeld Penkun soll im Abstand von 800-100m zur Wohnbebauung in Büssow entstehen. Ich befürchte durch das Windfeld Damitzow negative Auswirkungen auf meine Gesundheit, wie sie im Umfeld von Windkraftanlagen bereits nachgewiesen worden sind, darunter Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Herzrasen, Tinnitus, Angstzustände und Depressionen usw. Ich verweise dazu auf die Studie von dem Allgemeinmediziner Heinz Timm, der eine Erhebung im Ortsteil Büssow durchführte, die bereits jetzt zum Ergebnis führte, das nachweislich über 1/3 der Bewohner an den Folgen eines Windturbinensyndroms leiden, das durch das Windfeld Schönfeld verursacht ist.
Die gesundheitlichen Einschränkungen würden sich verstärken, wenn noch weitere Windfelder wie das in Damitzow gebaut würden. Sogar die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat 2016 bestätigt, dass Infraschall von WEAs in bis ca. 15 km nachzuweisen ist. Eine Teststation in der Nähe von Bremen musste ihre Tätigkeit, Atombombenversuche aufzuspüren, aufgeben, weil die Sensoren durch die 15 km entfernten Windkraftanlagen gestört wurden. Dass dieser Infraschall sich auch in solchen Entfernungen noch negativ auf die Gesundheit der Anwohner auswirkt, wird bestätigt durch eine finnische Studie von 2020. Prof. Dr.  Mathys hat eine umfangreiche Arbeit zu diesem Thema geschrieben. Dr. Kaula von der DSGS hat eine Studie durchgeführt, die dem Gesundheitsausschuss des Bundestages vorliegt. Das UKE und die Charité haben Hirnveränderungen unter Infraschall gefunden. Prof. Dr. Vahl der Uni Mainz hat unter dem Einfluss von Infraschall, wie er von herkömmlichen WEA ausgeht, eine Schwächung des Herzmuskels um bis zu 20 % nachgewiesen. Sollten das nicht genügend Hinweise sein? Es könnte noch eine Vielzahl weiterer Studien und Untersuchungen genannt werden. Das Bundesumweltamt hat ebenfalls eingeräumt, dass gesundheitliche Schäden durch WEA nicht ausgeschlossen werden können.

2. Durch die sehr geringen Abstände von 800-2500m zur Wohnbebauung sehe ich den Wert von Wohnimmobilien in der Nähe von Windindustriegebieten sehr gefährdet. Ich befürchte eine erhebliche Wertminderung meiner Immobilie bis hin zur Unverkäuflichkeit. Das praktizierte Modell einer Altersvorsorge auf Basis einer eigenen Immobilie kommt so nicht zum Tragen, im Gegenteil: es wird die Zunahme von Altersarmut weiter begünstigen.

3. Da sowohl Mecklenburg-Vorpommern als auch Brandenburg von Kranichen, Gänsen und anderen Zugvögeln als Zugkorridor genutzt wird, sehe ich eine große Gefahr für die Unversehrtheit dieser Tiere beim Überflug und Rasten. Windindustrieanlagen sind eine große Gefahr für Vögel, die die Geschwindigkeit der Rotoren nicht einschätzen können. Das Windfeld Damitzow befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Penkuner Seen. Die umliegenden Äcker als auch die Seen sind ein stark frequentierter Rastplatz. Durch eine weitere Konzentration von WEA in diesem Bereich ist zu befürchten, dass Vögel mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Einwirkung der Rotorblätter zu Tode kommen. Dies würde das Tötungsrisiko bereits geschützter Arten erhöhen, was zu einer Schwächung des Fortbestandes führen kann. Kraniche fliegen auch noch weit nach Sonnenuntergang, verringern ihre Flughöhe deutlich, um einen Rastplatz für die Nacht zu suchen. Bei dieser Anhäufung von WEA ist davon auszugehen, das zahlreiche Tiere Opfer einer Windkraftanlage werden. Gerade bei den geplanten WEA, Enercon E-138 EP3 E2/4200KW mit TES (Trailing Edge Serrations) mit einem Rotordurchmesser (RD) von 138,6m und einer Rotorfläche von 15.085 m², ergibt sich in der Nabenhöhe von 160m bis auf 230m Höhe eine erhebliche Verletzungsgefahr für Vögel. Dieses Verletzungsrisiko wird in einem sensiblen naturnahen Raum durch den Einsatz von TES mit kammartigen Zacken noch weiter verstärkt. Im Internet wird diese von Enercon eingesetzte Technologie als gewaltiges Sägeblatt oder als Haifischzähne beschrieben. Gerade letztere Wortwahl beschreibt dieses Tötungsinstrument sehr zutreffend. Für kommerzielle Interessen des Mehrertrages wird bewusst ein erhöhtes Tötungsrisiko in Kauf genommen, das widerspricht dem Artikel 20a Grundgesetz des Grundgesetzes, wonach für Tiere ein zu respektierendes Schutzbedürfnis besteht. Der Einsatz von TES ist eine fehlerbehaftete Rechtsgüterabwägung und eine solche Genehmigung für den Standort Damitzow ist somit zu versagen.


4. Der im Planungsgebiet jagende und sichtbare Rotmilan ist vor einer weiteren Gefährdung bei Erhöhung der Tötungswahrscheinlichkeit zu schützen. Aufgrund der geringen Reproduktionsrate des Rotmilans wiegt hier jeder Verlust eines Individuums schwer und macht jedes einzelne Tier schützenswert. Daran änderte auch nichts, wenn sich in den letzten Jahren die Population stabilisiert hätte, was aber nicht zutrifft. Rotmilane bevorzugen als Beutereviere freie kurzgehaltene Flächen. An dieser Stelle sei auf das Helgoländer Papier hingewiesen, was auch hier Berücksichtigung finden muss. Der Rotmilan wird nunmehr ganz besonders durch diese freien und kurzgehaltenen Bereiche angezogen, da er dort seine potentielle Beute ganz besonders gut ausmachen kann. Da Milane bei der Jagd den Blick nach unten richten, können sie die Gefahr, die von den von oben heranrasenden Rotorblättern ausgeht, nicht erkennen. Zudem wäre der Rotmilan auch gar nicht in der Lage, einer sich ihm mit 300km/h nähernden Flügelspitze auszuweichen. Durch Einsatz der TES-Technik wird ihm jede Überlebenschance genommen. wenn er sich den Windrädern nähern sollte. Es gibt bereits technische Möglichkeiten, WEA bei Annäherung  von Greifvögeln abzuschalten oder erheblich in ihrer Umdrehung zu reduzieren. Warum wird die Nutzung dieser technischen Möglichkeiten in Damitzow nicht in Erwägung gezogen?


5. Am Damitzower See befinden sich die Nahrungshabitate des Großen Abendseglers. Es gibt bei dieser seltenen und schützenswerten Art Sommerquartiere und durch die Nähe zum schwarzen Tanger ist davon auszugehen, dass es mit hoher Wahrscheinlicheit Nahrungsflüge im Planungsgebiet des Windfeldes gibt. Wurde dies im UVP-Verfahren berücksichtigt?

6. Aufgrund der immensen Höhe von 230m sehe ich für mich durch die 7 geplanten Anlagen eine optisch starke Bedrängung. Es geht ein ungutes Gefühl von derartigen Giganten aus, deren riesige Flügel sich bei Wind drehen. Durch die ständige Bewegung kommt es zu einer bewussten Ablenkung, die in Konzentrationsstörungen münden kann. Ich sehe das Gebot der Rücksichtnahme, insbesondere ein solches nach Bauplanungsrecht, als verletzt, wenn nunmehr ich von 3 Seiten meines Hauses aus dem Fenster blicke und auf Windfelder in der unmittelbaren Nachbarschaft blicke. Für mein Wohnhaus in Sichtverbindung zum Windfeld mit folgenden GPS-Daten (Höhe39+Aufpunkt5m=44m) Breitengrad 53 17 25 N, 14 16 28 E fordere ich einen Messpunkt. Ferner verweise ich auf die zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens fehlende Dreifachvermessung, da zusätzliche Sicherheitszuschläge, wie weiter noch dargelegt wird, in der Schallprognose offenbar nicht berücksichtigt worden sind. Gerade auch im Bezug auf die Abweichungen zu den Schallgutachten der Fa Enertrag muss das aufgeklärt werden. Ein Windfeld Damitzow würde eine fast durchgängige Umfassung bedeuten und das Landschaftsbild nachhaltig stören.

7. Ich befürchte, dass durch einen Brand die Gesundheit nachhaltig gefährdet wird. Gerade die letzte Zeit hat gezeigt, dass es regelmäßig zu Bränden kommt (Hehlen 18.1, Strocken 11.2, Körle 15.2 usw.), die nicht gelöscht werden können, da die Feuerwehren dafür nicht ausgerüstet sind. In den verbauten Anlagen der Firma Enercon, die in Damitzow vorgesehen sind, befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Kohlenstofffasern, die bei einem nicht auszuschließenden Brand freigesetzt und akute Entzündungsreaktionen bis hin zu Krebs hervorrufen können. Ich fordere Aufklärung über diesbezgl. Gefahren und darüber, welche Notfallfallpläne für die angrenzende Bevölkerung bei einem Brand vorgesehen sein soll. Es findet sich dazu keinerlei Hinweis in den Planungsunterlagen. Weiterhin ist bei 6 bis 19 WEA nach den gängigen Brandschutzvorschriften ein Löschwasservorrat von mindestens 150 cbm ganzjährig verteilt auf mindestens 2 Löschwasserentnahmestellen in unmittelbarer Nähe bereitzuhalten, die sich in verschiedenen Bereichen des Windfeldes befinden. Wo befinden sich diese?

8. Rückbaukosten, UVP-Bericht
Der Anlagenbetreiber spricht von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren für die WEA. Auf der Seite 15/16 steht, dass der Anlagenbetreiber zur Finanzierung der Rückbaukosten entsprechende Rücklagen bilden wird. Hierzu ist folgendes festzustellen, der UVP-Bericht enthält keinerlei Angaben über die Höhe der Rückbaukosten incl. der Entsorgung. Es ist zu bemängeln, dass es völlig intransparent ist, die Höhe der Rückbaukosten und Entsorgung nicht auszuweisen. Hierbei sind die steigenden Kosten, die bis 2041 anfallen würden, ebenfalls zu berücksichtigen. Dem Anteil von Kohlestofffasern kommt auch hier eine zentrale Bedeutung zu, denn diese würden auch bei einer späteren Entsorgung eine Rolle spielen, weil sie die Kosten der Entsorgung erheblich erhöhen dürften. Hinsichtlich der Rückbaukosten und Entsorgung wird eine Bankbürgschaft gefordert, um sicherzustellen dass auch bei Insolvenz ein ordnungsgem. Rückbau gewährleistet ist. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Windkraftfirma insolvent wird. Diesbezgl. ist der UVP-Bericht mangelhaft.

9. Da Windenergieanlagen von allen Bürgern über Zwangsabgaben im Rahmen der Stromrechnung bezahlt werden, erzielt die Windindustrie ihre Profite auf Kosten der breiten Bevölkerung. Außerdem werden die Zuschüsse für die Windindustrie durch den weiteren Zubau von Anlagen voraussichtlich weiter steigen. Ich befürchte, dass Strom für ärmere Menschen unbezahlbar wird und die Umverteilung von unten nach oben zu sozialen Spannungen führt.

10. Ich sehe einen Verstoß gegen Artikel 3 GG, denn niemand darf wegen seiner Heimat oder Herkunft benachteiligt werden. Bewohner in der ländlichen Region um Büssow werden einseitig benachteiligt durch die fortschreitende Überplanung mit WEA im südlichen Bereich des Landes MV, als auch jetzt durch die Überplanung in Brandenburg an der nördlichen Landesgrenze zu MV. 

11.
Es kann nicht sein, dass eine Abwägung zwischen Menschen zu dem Schluss kommt, dass nur einige die Belastung der Windenergie zu tragen haben. Dies ist unsozial, zumal zwischenzeitlich argumentiert und im Gutachten zum Schall angeführt wird, dass Vorbelastungen dafür verantwortlich seien, dass gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden können.

12. Es erfüllt überdies den Tatbestand einer vorsätzlichen sittenwidrigen Täuschung, wenn der Antragsteller behauptet, es bestünden Vorbelastungen durch ein Windfeld Penkun. Das Windfeld ist zum Zeitpunkt dieses Verfahrens überhaupt nicht existent. Im Gegenteil im Rahmen des Bürgerbeteiligungverfahrens ist und muss es als ergebnisoffen angesehen werden, sonst bräuchte man solche Verfahren erst gar nicht durchzuführen. Insofern kann der Antragsteller sich auf gar keine sogenannten Vorbelastungen zum Nachteil der Anwohner berufen. Hier werden Fakten angeführt, die überhaupt nicht da sind!

13. Ich sehe einen Verstoß gegen Artikel 2 des Grundgesetzes, das in Absatz 2, dass „Jedem das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit garantiert“. Wenn Investoren des Windfeldes Damitzow in ihren Schallgutachten anführen, dass es bereits Vorbelastungen gibt und diese daran Schuld seien, dass gesetzliche Grenzwerte überschritten werden, so verstößt dies gegen den oben benannten Artikel des GG. Insbesondere auch im Hinblick auf das nicht existente Windfeld Penkun sind die Planungsunterlagen fehlerhaft.


14. TES (Trailing Edge Serrations)
In einem schützenswerten Raum soll eine Technologie zum Einsatz kommen, die rein aus Umsatzmaximierung auf grausame Art und Weise noch mehr Tiere töten wird, denn abgesehen von Wirbelschleppen führen gefährlich spitze Teile zu einem erhöhten Verletzungsrisiko bei möglichen Kollisionen mit Tieren jeder Art. Ferner wird TES zu einer vermehrten Eisbildung bzw. zu einer erhöhten Abwurfhäufigkeit führen, da sich bereits kleinere Eisteilchen lösen werden und die dann auch häufiger und weiter fliegen dürften als größere Eisbrocken. Außerdem wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit während der Frostperiode an diesen kammähnlichen TES im Außenbereich und dem Eisansatz zu vermehrten Schallemissionen kommen, da das Eis die akustischen Eigenschaften mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblich verändern wird. Darüber ist ein separates Schallgutachten einzufordern, ebenso über die Tötungswahrscheinlichkeit bzw. deren mögliche Zunahme oder zu der Unbedenklichkeit in der Anwendung durch diese Technik. Ferner wird gefordert, dies auch durch entsprechende Studien zu belegen, um durch eine geeignete Vorher- Nachherbetrachtung eine Erhöhung des Tötungsrisikos auszuschließen zu können. Dies kann in einem UVP-Bericht nicht unberücksichtigt bleiben.


15. Befeuerung und erhebliche optische Bedrängung
Im UVP-Bericht ist auf Seite 36 ausgeführt, dass keine erheblichen Beeinträchtigungen der Menschen zu erwarten seien. Die Sichtbarkeit auf die WEA sei durch die Topografie und Vegetation eingeschränkt. Das ist in Bezug auf Büssow eine Falschaussage, zum einen ist die Vegetation bekanntermaßen nicht ganzjährig blickdicht vorhanden, des Weiteren besteht aus der alten Ortsrandlage gerade in Bezug auf die größere Entfernung der Wohnhäuser ganz überwiegend direkte Sichtverbindung, das betrifft mindestens 7 Häuser aus dem Ortskern (einen alten oder neuen Ortskern gibt es nicht), dort befindet sich auch mein Wohnhaus. Auch liegt die Höhenlage im wesentlichen gleich bei ca 25-40m und ist nicht, wie behauptet, von unterschiedlicher Höhenlage geprägt. Ohnehin spielt das bei direkter Sichtverbindung zu einer WEA keine Rolle. Sollte das Windfeld Damitzow realisiert werden, würde das bedeuten, dass 3 Windfelder im Abstand von jeweils rund 800-1000m an den Ortskern von Büssow aus unterschiedlichen Richtungen anschließen. Hier würde ganz offensichtlich eine Umzingelung und eine unzumutbare optische Barriere geschaffen, die aus 3 unterschiedlichen Fensterfronten am Haus den Blick auf Windräder schaffen würde. Aus welchem Fenster soll man schauen? Selbst Nachts soll die Befeuerung nicht gänzlich abgeschaltet werden, obwohl es auch dazu bereits technische Lösungen (Darksky) gibt. Wie anders ist optische Bedrängung zu verstehen, wenn 70-80 % der Fenster den Blick auf unmittelbar drehende 250m hohe Windräder bedingen und sowohl morgens als auch abends mit Schattenschlag zu rechnen wäre.
Aufgrund dieser Überplanung im Bereich Büssow, dazu ist zu sagen, dass es sich hier um eine reine Wohnsiedlung handelt, würde eine erhöhte Gefahr, auch durch ein Kollisionsrisiko mit Flugobjekten bestehen, insoweit ist es auch unverständlich, dass eine Kennzeichnung am höchsten Punkt der WEA nicht erfolgen soll. Die Befeuerung soll 5m oberhalb der Nabe am Turm erfolgen. Das bedeutet, dass zwischen dem höchsten Punkt der WEA (230-165) 65m liegen. Hier im Grenzbereich gibt es regelmäßig Tiefflüge und „Ausbildungsflüge“ der Nato und weitere Hubschrauberflüge. Gerade im Hinblick auf die Vielzahl der Windanlagen ist eine 60m unterhalb des höchsten Punktes vorgesehene Befeuerung unverantwortlich. Sicherheit ist nicht teilbar.
Es gibt bereits in MV einen empfohlenen Mindesabstand von 2,5km zwischen Windfeldern. Dieser soll Bürger vor Überplanung und optischer sowie akustischer Beeinträchtigung schützen, sonst bräuchte es ja keinerlei Regelungen zum Schutz der Bürger. Die Bewohner von Büssow waren zuerst hier, dann wurden die Windfelder geplant. Wir wollen nicht inmitten eines Industriegebietes wohnen und von 3 Seiten beschallt und beschattet werden. Das entwertet unser Leben und ist mit dem gesetzlichen Grundrecht der Würde nicht vereinbar. Wir werden auf Grund unserer Heimat, dem Wohnen hier im Grenzbereich von MV und Brandenburg, auf unzumutbare Weise benachteiligt, das steht dem Grundrecht nach Artikel 3 GG entgegen. Eine Berücksichtigung dessen im UVP-Bericht und eine emessensfehlerfreie Abwägung in den Planungsunterlagen ist einzufordern.

16. Im schalltechnischen Bericht zu dem Altbestand ist auf Seite 30 ersichtlich, dass die Vermessung an ganz anderen Orten erfolgt ist. Im Gutachten steht ferner, nach dem subjektiven Höreindruck seien die WEA Geräusche weder relevant tonhaltig noch impulshaltig. Dies ist zum einen eine rein subjektive Beurteilung und des Weiteren können diese Angaben keine Prüfberichte ersetzten, was sogar in dieser Formulierung auf Seite 34 so steht. Dieser Widerspruch ist aufzuklären, ebenso, warum ganz andere Orte mit abweichender Topologie bei der Prüfung herangezogen wurden.

17. Auf Seite 2 der SIP ist Folgendes zu bemängeln. Im Gutachten befindet sich auf obenerwähnter Seite eine Lageskizze mit den neu zu errichtenden WKA. Insbesondere kommt den WEA 4 und 5 eine zentrale Bedeutung zu, weil diese geräuschreduziert betrieben werden sollen (siehe Seite 1 BImSchG/ Antrag 7 WEA). Leider ist mit den vorgelegten Dokumenten keine Prüfung möglich, da die Nummerierung auf der Seite 4 fehlerhaft ist und keinerlei WEA mit der Ziffer 4 enthält, sondern nur 1,2,3,5,6 und 7, des Weiteren ist überhaupt nicht ersichtlich, wie die Zuordnung der Nummern zu den Anlagenstandorten sein soll. Gerade für die Abschätzung und Einordnung, des nächtlichen Betriebsmodus BM1s ist es daher unerlässlich, dass hier Rechtssicherheit herrscht. Das Verfahren ist daher unzulässig, da prüfungsrelevante und unvollständige Angaben vorliegen. Ein ordnungsgem. Verfahren und dessen Durchführung ist unter diesen Gegebenheiten nicht möglich. Das Gutachten ist unvollständig und daher nicht hinreichend plausibel nachprüfbar. Unvollständige Unterlagen im Genehmigungsverfahren sind nicht tragbar.

18. Nachtrag zur SIP, Prognose tieffrequenter Geräusche (PTG)
Seite 1, der Beurteilungspegel für Büssow ist mit 45 dB falsch eingestuft, Büssow ist ein Kleinsiedlungsgebiet/Wohngebiet.
Begründung:
Für die Zuordnung der Immissionsrichtwerte zur gültigen Gebietseinstufung gelten der Bebauungs- bzw. der Flächennutzungsplan. In unbeplanten Gebieten ist nach geltender Rechtslage von der tatsächlichen baulichen Nutzung auszugehen.
Die Bewohner in Büssow sind Lehrer, Beamte, Arbeiter, Angestellte, Rentner, Musiker usw. Niemand hat einen landwirtschaftlichen Betrieb. Es gibt in Büssow keinerlei Gewerbebetriebe. Die Gärten dienen der teilweisen eigenen Ernährung. Es ist durchaus üblich, dass man sich in der heutigen Zeit alternativ und unabhängig und gesund ernährt und in vielen Wohngebieten ist das so. Der Ort dient also ausschließlich zu Wohnzwecken. In Büssow gibt es darüber hinaus den B-Plan (Wohngebäude am Park), warum befindet sich hier kein Messpunkt? Dieser Messpunkt ist einzufordern und per 3 Punktmessung nachzuweisen. Daraus ergibt sich, dass es sich hier um ein reines Wohngebiet handelt und die Einstufung mit einem IRW 45 für Nachts unrichtig und die Planung somit zu verwerfen ist.

SIP

19. Seite 3
DIE SIP wird nur für den Nachtbetrieb nachgewiesen, das ist unzulässig, da ja gerade durch den nächtlichen reduzierten Betrieb die Werte am Tage anders sein werden und können. Daher ist für die geänderten Betriebsbedingungen am Tage ebenfalls eine gesonderte SIP erforderlich und somit einzufordern.

20. Seite 4 und Seite 14
Die Immissionswerteinstufung legt eine Gebietseinstufung bzw. Nutzung zugrunde, die die Einstufung als Kleinsiedlungsgebiet „vergisst“. Gerade im hiesigen Bereich ist das von Belang, denn die tatsächliche Nutzung der Ortschaften erfolgt meist zu Wohnzwecken und es besteht keine gewerbliche Tierhaltung und es gibt keine gewerblichen Betriebe. Die tatsächliche Nutzung der Ortschaften wird somit verkannt und das nur, um eine Herabstufung zu konstruieren, um ein mehr an Lärm auf Kosten der Gesundheit der Bewohner produzieren zu können.
Die Gebietseinstufung ergibt sich gem. der TA-Lärm Nr.6.6 aus den Festsetzungen in Bebauungsplänen: liegen keine Festsetzungen für die Gebiete vor, so werden sie entsprechend der tatsächlichen Nutzung eingestuft (siehe obige Ausführungen zur Prognose tieffrequenter Geräusche (PTG)). Insofern ist das SIP unzureichend und fehlerbehaftet und daher zu verwerfen, weil den Anforderungen an eine sach- und fachgerechte Erstellung nicht genügt und ermessensfehlerhaft ist.


21. Seite 18
Vergleicht man die Vorbelastungen und Gesamtbelastungen beispielsweise für Schönfeld Storkower Weg 1/2 (diese müssten eigentlich identisch aufgrund der Lage sein), so ergeben sich erhebliche Abweichungen im Vergleich zu den Berechnungen der Schallgutachen der Fa Enertrag, die das Windfeld Penkun bauen möchte. Dieser Widerspruch ist aufzuklären und zeigt, dass die Berechnungen fehlerhaft sind (42,11 zu 44 dB usw.). Diese und weitere Abweichungen sind nicht plausibel und weisen daraufhin, dass das Gutachten nicht sach- und fachgerecht erstellt sein kann. Die Schallgutachten sind im Amt Gartz einsehbar und liegen den verfahrensbeteiligten Behörden vor und sind nach pflichtgemäßem Ermessen zu überprüfen und zu vergleichen. Wie anders sollte dem rechtlichen Anspruch der betroffenen Bürger auf eine ermessenfehlerfreien Entscheidung Genüge geleistet werden?

22. Seite 19
Entgegen der Darstellung auf Seite 19 wird daher bezweifelt, dass die WEA genehmigungsfähig sind, da das 1db-Kriterium nicht gegeben ist, was nicht der Fall sein kann, denn die Berechnungen von Enertrag mit anderen Werten liegen vor und wurden ja bereits geprüft. Im Übrigen würde ja auch das Windfeld Penkun, vor dem Windfeld Damitzow gebaut, sodass diese höheren Werte zugrunde gelegt werden müssten. Sollte dieser Tatsache keine Rechnung getragen werden, so würde auf unzulässige Art und Weise eine höhere als durch das Gesetz erlaubende Vorbelastung geschaffen. Dies steht im Widerspruch, auch im Hinblick auf die Rücksichtnahme im Baugesetzbuch.… zu dem Anspruch auf ermessensfehlerfreies Handeln der Genehmigungsbehörde.

23. Bei der Schallberechnung zur Vorbelastung wurde nicht berücksichtigt, dass die Nabenhöhe der V150 des geplanten Windfeldes Penkun nicht bei 166m liegt, sondern um weitere 3m auf insgesamt 169m durch einen Betonsockel erhöht werden soll, wie man den Planungsunterlagen ja entnehmen kann. Das Berechnungsmodell ist aufgrund falscher Berechnungsparameter daher zu verwerfen.


24. Schallimmisionsprognose:
Die Ausdrucke der Software mit der die Berechnungen erfolgt sein sollen, werfen stets „Höhe Aufpunkt Standardwert des Berechnungsmodul“ statt der individuellen Höhe+5m aus. Bei Inaugenscheinnahme der Software wurde festgestellt, das bei ordnungsgem. Eingabe auch die Berechnungsgrundlage, also die einzelnen Werte, ausgedruckt werden, nur bei falschen Parametern erscheint der oben vom Ausdruck zitierte Text. Unsicherheitszuschlag Standardwert des Berechnungsmodells, weiter heißt es plus Zuschlag von max. möglich 2,1 dB(A). Es ist nirgendwo ersichtlich, mit welchen Werten tatsächlich in der Software winPRO gerechnet wurde. Ich kenne Rechnungen mit 3,1 oder 2,1, aber mit weniger (Vertrauens-)Zuschlag darf nicht gerechnet werden! Bei dieser Gelegenheit stellt sich die Frage: Hat diese Software eine Zulassung, eine TÜV? Sollte das nicht der Fall sein, wird rein vorsorglich die Ordnungsmäßigkeit in Zweifel gezogen, da ja wie bereits oben angeführt und bewiesen, auch mit Mondwerten oder ohne Werte Berechnungen durch das Programm erfolgen können.  Es ist völlig intransparent, mit welchen Parametern das Programm tatsächlich gerechnet hat, um diese Ausdrucke zu erzeugen. Außerdem steht auf Seite 3, es würde mit Version 3.3.274 bzw. 3.3.261 die Berechnung durchgeführt. Was ist denn nun zutreffend und warum sind zwei unterschiedliche Versionen aufgeführt? Der Ersteller sollte schon wissen, mit welchem Programm er arbeitet!
Im Steuerrecht würde die Ordnungsmäßigkeit der gesamten Buchführung verworfen werden bei diesem Durcheinander und diesen intransparenten Unklarheiten.
Weiter heißt es auf Seite 3, die Höhengenauigkeit der Berechnung läge bei plus/minus 1 bis 5m. Eine solche Ungenauigkeit bei einer Aufpunkthöhe von 5m würde also eine Abweichung von bis zu 100% betragen. Insofern wird klar, dass die Parameter der Software mit hoher Wahrscheinlichkeit mit überhaupt keiner Aufpunkthöhe gerechnet haben dürfte. Das wäre aber unzulässig, da ja gerade eine Aufpunkthöhe von 5m vorgesehen ist für den Fall, dass der Schlafplatz sich im 1. Stock des Hauses befindet.
Die Beurteilungspegel weichen alle von denen der Fa. Enertrag für das benachbarte Windfeld ab. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?
Aufgrund eklatanter Rechenfehler und Ausdrucke ist ein ordnungsgemäßer Nachweis in der SIP nicht gegeben, wie auch wenn der Ersteller nicht einmal sicher ist, mit welcher Software er gearbeitet hat.


25. Garantie und Sicherheit für Geräuschdrosselung fehlt
Es ist nicht ersichtlich, inwieweit eine nachprüfbare Garantie für eine Drosselung in den Nachtstunden in einem geräuschreduzierten Modus vorliegt oder garantiert werden kann. Hinsichtlich der Qualität des Gutachtens habe ich erhebliche Zweifel, dass diese Angaben überhaupt eingehalten werden. Der Anlagenbauer hat eine verbindliche Versicherung, dass dieser Wert auch eingehalten wird, abzugeben. Nach den LAI-Hinweisen wird gefordert, dass der Anlagenbetreiber einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Vermeidung einer Richtwertüberschreitung mit der zuständigen Überwachungsbehörde abschließt, um Richtwertüberschreitungen rechtsverbindlich zu vermeiden. Es findet sich dazu aber keinerlei Hinweis in den Unterlagen.


26. Der Anlagenbetreiber rechnet entgegen allen Gepflogenheiten und wohl auch Vorgaben mit 80% Luftfeuchtigkeit in allen Berechnungen. Alle bisher von mir eingesehenen Gutachten, als auch das gesetzliche Regelwerk geht von 70% für die Berechnungen aus. Dieser Widerspruch ist aufzuklären.


27. Offensichtliche Unrichtigkeiten durch überholtes Messverfahren
Ich wende mich ausdrücklich gegen das zugrundeliegende Messverfahren in der Schallimmissionsprognose. Nach heutigem Stand der Technik lassen sich die tatsächlichen Lärmbelastungen messtechnisch ermitteln.
Prognoseberechnungen bilden nicht die tatsächliche Lärmbelastung ab. Dass sich Investoren hinter längst überholten Regelungen einer TA Lärm verstecken, ist unseriös. Eine Bodendämpfung von 3dB, Referenzspektrum nach LAI-Hinweisen, Schallleistungspegel nach Eingangsdaten, ein Vertrauensniveau von 90% und die Annahme, dass Lärm in 10m Höhe bei 10m/s entsteht, ist nicht zeitgemäß. Die Enercon E-138 haben eine Nabenhöhe von 160m. Die Annahme, dass die erzeugten Geräusche ausschließlich punktförmig von der Nabe ausgehen, ist sachlich falsch.
Grundsätzlich muss zwischen vier unterschiedlichen Schallbereichen, in Bezug auf Windkraftanlagen, unterschieden werden.
1. der hörbare mittelfrequente Anteil, der beim Turmdurchgang entsteht,
2. der tieffrequente Anteil unter 63 Hz, welcher Gebäudevibrationen Dröhn- und Brummgeräusche erzeugt,
3. Infraschall, nicht hörbar, zwischen 0-20 Hz
4. tieffrequenter Körperschall durch Turmschwingungen, der andere Schallbereiche überlagert und diese verstärkt.

Richtige Planung ist nur mit korrekten technischen Regelwerken möglich. Für die Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen wird die o.g. Prognosenorm DIN 9613-2 von 1999 genutzt, welche eine Punktschallquelle mit kugelförmiger Schallausbreitung (zutreffend für einen Explosionsknall bei Windstille) und ca. 6-7 dB(A) Schallpegel-Abnahme bei Abstandsverdopplung ansetzt. Für einen WKA-Rotor mit einem Durchmesser von 138,6 m ist das nicht zutreffend, da für Geräusche von Windkraftanlagen besonders die am Ende der Rotorblätter entstehenden Wirbelablösungen sowie weitere Verwirbelungen an Kanten, Spalten und Verstrebungen verantwortlich sind. Folglich erzeugt das gesamte Rotorblatt Schall. Der Schalltrichter wird mit zunehmender Windstärke in Windrichtung verzerrt (der Wind „trägt“ den Schall). Bei realistischer, kegelförmiger Schallausbreitung sind nur 3-4 dB(A) als Dämpfung anzusetzen, was in der Praxis bedeutet, dass in genehmigungsrelevanten Ortsrandlagen in Windrichtung deutlich höhere (bis zu doppelten dB(A)-Werten), hörbare Schallpegel auftreten werden, als in der Prognose nach DIN 9613-2 ausgewiesen.
Der Gesetzgeber hat die Pflicht, überholte Regelwerke den aktuellen Gegebenheiten, der Technik und dem Stand der Wissenschaft unverzüglich anzupassen, da hier durchaus Gefahr für die Gesundheit von Anwohnern, verursacht durch Schall von Windkraftanlagen, im Verzug ist.


28. Fehlerhafte Gebietseinstufung der Ortschaften. Die im hiesigen Umfeld liegenden Ortschaften sind nach ihrer tatsächlichen baulichen Nutzung einzustufen, scheinbar wurde dieser Fehler nicht nur für Büssow gemacht, sondern ebenso für Storkow, Penkun und Damitzow.

29. Unsinnige Planung, Profite auf Kosten und Risiko der Anwohner
Strom aus Windkraft kann niemals bedarfskonform erzeugt werden, sondern hängt ausschließlich von dem Vorhandensein entsprechender Windverhältnisse ab. Bereits heute zeichnen sich Differenzen zwischen erzeugtem und benötigtem Strom ab. Diese Diskrepanz wird weiter zunehmen und dazu führen, dass diese Differenz durchschnittlich im Bereich von 70GW liegen wird. Es ist zu bedenken, dass bereits ein Ungleichgewicht von 2,5GW innerhalb des europäischen Verbundes die Netzfrequenz um ca. 100mHz verändert, die 50 Hz Netzfrequenz aber höchstens um einen Wert von 50 mHz schwanken darf, kann man das Ausmaß der Schwierigkeiten ermessen, die bei Abweichungen in der prognostizierten Größenordnung von 70GW auf die Stromnetze zukommen werden.
Die gesetzlich erzwungene Trennung von Netzbetreiber und Stromproduzent erschwert die Regelungsaufgabe im Stromnetz (Frequenz- u. Spannungshaltung) zusätzlich. Die Netzbetreiber können den Strom nicht an die umliegenden Haushalte verkaufen, sondern sind gezwungen, den kompletten EE-Strom ins Netz zu stellen, also auch dann, wenn überhaupt kein Bedarf bestehen sollte. Kein Windkraftanlagenbetreiber wird freiwillig auf die maximale Einspeisung verzichten, da dies mit wirtschaftlichen Nachteilen für ihn verbunden ist. Somit können weder Flauten ohne konventionelle Kraftwerke, die in der Lage sind, Strom nach Bedarf zu erzeugen, überbrückt werden, noch können Spannungsspitzen nach oben wirkungsvoll begrenzt werden.

30. Unnötige Verteuerung der Strompreise
Menschliche Aktivitäten auf der Erde erhöhen den CO2-Anteil in der Atmosphäre um jährlich ca. 2ppm bei einem aktuellen Stand von ca. 400ppm, das sind 0,5% im Jahr. Der deutsche Anteil daran beläuft sich auf 2,5%, verursacht also einen Anstieg um 0,01% pro Jahr. Selbst eine sofortige Stilllegung aller fossilen Kraftwerke in Deutschland hätte global also nur eine vernachlässigbare Wirkung zur Folge, es sei denn, die hier gefundenen Lösungen sind so überzeugend, dass sie auch von anderen Ländern übernommen werden würden. Es dürfte mehr als fraglich sein, ob die deutsche Windkraft zu einem solchen Ansatz mit Vorbildcharakter gezählt werden kann.
Mit Windkraft in der jetzigen Form lässt sich überhaupt kein bedarfsorientierter Strom erzeugen. Zur Glättung der hohen Volatilität des Windstromes wären daher effiziente und bezahlbare Großspeicher erforderlich, die es allerdings nicht in dem benötigten Umfang gibt und aufgrund harter physikalischer Randbedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft nicht geben wird. Alle bekannten Verfahren gehen entweder mit einem zusätzlichen hohen Landschaftsverbrauch einher oder sind so teuer bzw. ineffizient, dass eine Umlage auf den Strompreis in einer Demokratie nicht mehr möglich wäre.


31. Durch das Windfeld Damitzow ist davon auszugehen, dass die in der TA-Lärm angegebenen Höchstwerte überschritten werden. Bei den vorhandenen Vorbelastungen, wobei auch die BAB beispielsweise fehlt, kann bei den genannten Abständen zur Wohnbebauung der Nachtimmissionswert für die Flächennutzung Wohngebiet nicht eingehalten werden. Es liegt keine ordnungsgem. erstellte Dreifachvermessung des Windkraftanlagentyps vor. Eine pur subjektive Einordnung des WEA-Typs am Standort Aurich (s. Obige Ausführungen) kann nicht zugrunde gelegt werden. Zuschläge für Eventualitäten sind zu niedrig und Aufmesspunkte sind nicht wie gesetzlich vorgesehen berücksichtigt worden. Ebensowenig die Luftfeuchtigkeit von 70%. Es sind dabei keine Zuschläge für Ton- und Impulshaltigkeit vergeben worden. Die Berechnungen beruhen auf falscher Grundlage, selbst über die verwendete Softwareversion gibt es unterschiedliche Angaben. Die Prognosenorm DIN ISO 9613-2 ist als solche für Windkraftanlagen nicht anwendbar. Namhafte Kritiker weisen seit längerer Zeit darauf hin, dass dieses Prognosemodell ursprünglich für bodennahe Schallquellen mit einer Höhe von max 30m entwickelt worden sei, es sei daher nicht brauchbar für Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe heutiger WEA, wie auch der in Damitzow von 160m. Aufgrund der vielfältigen Vorbelastungen durch BAB, Biogasanlage, Zuglinie Stettin-Berlin und weitere Anlagen wie Wärmepumpen oder Landwirtschaftsbetriebe können solche Fremdgeräusche nicht prognostisch erfasst werden, sondern nur durch konkrete Messungen. Dies wurde beim Vorhaben Damitzow aber völlig außer Acht gelassen. Die ermittelten Werte können daher überhaupt nicht sachlich verwendbar und richtig sein.

32. Mit Ablauf der Einwendungsfrist am 3.6.2020 soll bereits am 7.7.2020 der Erörterungstermin stattfinden. Es wird bezweifelt, dass in dieser kurzen Zeit eine sach- und fachgerechte Prüfung der eingereichten Unterlagen überhaupt stattfinden kann. Es wurde ja bereits weiter oben festgestellt, dass sachliche und fachliche Mängel im Schallgutachten enthalten sind und bei der Vorprüfung nicht festgestellt worden sind. Es wird daher darauf hingewiesen, dass eine zeitliche Verschiebung um mindesten 8 Wochen erforderlich ist, da ansonsten die Durchführung eines geordneten Verfahrens zu bemängeln ist, auch und gerade im Hinblick auf Corona und die damit verbundenen Einschränkungen. Im übrigen hatten die Bürger hat nicht einmal die Möglichkeit, die ausgelegten Unterlagen im geschlossenen Amt Gartz anzusehen und dort zu prüfen. Nicht jeder im Umfeld hat (schnelles) Internet, nicht jeder kann einen Computer bedienen. Ich bezweifele daher, dass dieses Verfahren ordnungsgem. durchgeführt worden ist. Das Planungssicherstellungsgesetz ist ja erst am 29. Mai in Kraft getreten.



Aus den oben genannten Gründen steht die Planung des Windfeldes Damitzow im Konflikt mit Natur, Menschen und Gesetzen. Wegen der oben aufgeführten Planungsfehler und fehlerhaften Unterlagen sowie eklatanter Schäden für Natur, Landschaft und die Lebensgrundlagen verstößt der weitere unkontrollierte Ausbau der Windenergie durch das Windfeld Damitzow gegen das Staatsziel Umweltschutz, das in Artikel 20a GG definiert ist. Dass einem weiteren ungebremsten Ausbau der Windkraft in Deutschland erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken entgegenstehen, sieht nicht nur eine zunehmende Anzahl um den Rechtsstaat besorgte Bürger, sondern sehen auch namhafte Staatsrechtler wie z.B. Prof. Dr. Dietrich Murswiek.

Als Entscheidungsträger ist das Landesamt für Umwelt nach Artikel 20a GG in der Pflicht, Schaden von der Natur und den Bürgern abzuwenden. Denn der Artikel des Grundgesetzes bindet ausnahmslos alle Staatsorgane wie Behörden, Politiker bis hin zur Landes- oder Kommunalebene. Jeder ist persönlich verpflichtet, sich ein eigenes Urteil über die Rechtmäßigkeit seines Tuns zu bilden, und kann sich nicht allein auf die Verwaltungspraxis berufen, wenn wie hier bei dem Windfeld Damitzow begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit des einschlägigen Verwaltungshandels dargelegt werden.

Um Bestätigung des Eingangs meines Schreiben wird gebeten.

Unterschrift: _________________________________________

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Gutshaus Damitzow
Schlosssee Damitzow

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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