BR: Die Hetzsendung „Gegen den Wind“ entspricht der „journalistischen Ausgewogenheit“ und der „journalistischen Sorgfaltspflicht“

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Als Reaktion auf meine Kritik der Sendung „Gegen den Wind“ (vgl. „Der Bayerische Rundfunk schafft Feindbilder und spaltet die Gesellschaft“) ließ mir der Bayerische Rundfunk nachstehende Antwort durch den zuständigen Programmdirektor Thomas Hinrichs zukommen. Zwischen der Wahrnehmung der Verantwortlichen in den öffentlich-rechtlichen Medien und derjenigen der Naturschützer, der Bewohner des ländlichen Raums und der zahlreichen Windkraftkritiker oder -gegner, die alle als rundfunkbeitragzahlende „Gegenseite“ angesehen werden, gibt es offenbar nicht einmal mehr eine teilweise Übereinstimmung. Ich bitte den Leser (die Leserin ist im generischen Maskulinum stets mitgedacht und mitangesprochen) darum, die Bemerkungen von Herrn Hinrichs mit der Sendung zu vergleichen. Weiterhin fordere ich den Leser auf, beim Rundfunkrat des BR ebenfalls Beschwerde gegen die Verstöße gegen den BR-Staatsvertrag und das Bayerische Rundfunkgesetz einzulegen und die Abberufung des Intendanten zu fordern (vgl. „Forderung der Abberufung des Intendanten des BR wegen Verstößen gegen den Staatsvertrag des BR; § 11, Absatz (3), und das Bayerische Rundfunkgesetz, Artikel 4, Absatz (1)“).

Sehr geehrter Herr Dr. Sternke,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 27.06.2020 an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Herrn Ulrich Wilhelm, und Ihre Anmerkungen zu dem Film „Gegen den Wind – Windkraft in der Diskussion“. Als Informationsdirektor bin ich unter anderem für die politische Berichterstattung zuständig und antworte Ihnen nach Rücksprache mit unserer Fachredaktion gerne. Ihren Unmut über den Film bedaure ich natürlich. Allerdings kann ich Ihnen versichern, dass er dem Grundsatz der journalistischen Ausgewogenheit entspricht. Im Vorfeld wurde die juristische Direktion des Hauses miteinbezogen, die Sendung wurde auf ihre Ausgewogenheit hin überprüft und es wurde der Redaktion auch attestiert, dass alle journalistischen Grundsätze befolgt wurden. Zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehört es, allen Seiten die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Deshalb hat die Redaktion vor der Veröffentlichung auch den Beteiligten schriftliche Fragen zukommen lassen. Alle ‚Gegenseiten‘ wurden demnach befragt und wer sich dazu bereit erklärte, konnte auch im Film dazu Stellung nehmen.

Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen sind wir der festen Überzeugung, dass einer Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft am besten mit Fakten begegnet werden kann. Zusammenhänge und Strukturen offen zu legen ist hilfreicher als die Verbreitung pauschaler Vorurteile. Ich bewerte es positiv, dass genau das viele unserer Zuschauer*innen an dieser Produktion zu schätzen wussten. Das Thema Windkraft ist außerordentlich komplex, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in 44 Minuten nicht alle Aspekte ausführlich erörtert werden können. Der Bayerische Rundfunk veröffentlicht immer wieder zum Thema und deckt insgesamt sehr viele Perspektiven und Gesichtspunkte ab. Im Fokus dieser Produktion stand aufzuzeigen, woran der Ausbau der Windkraft in Bayern scheitert, obwohl er ein erklärtes Ziel der Regierung ist. Journalistische Mängel, verleumderische Darstellung, ein verfälschtes Frauenbild oder ein mangelndes Interesse des BR am Schutz der Gesundheit der Bürger, kann ich auch nach einer wiederholten, kritischen Überprüfung des Sachverhaltes nicht erkennen.

Freundliche Grüße

Thomas Hinrichs

Programmdirektor Information

Bayerischer Rundfunk

Floriansmühlstraße 60

80939 München

thomas.hinrichs@br.de

infodirektion@br.de

www.br.de

Hier ist meine Mail an den Intendanten, auf die Herr Hinrichs antwortet:

Sehr geehrter Herr Wilhelm,
ich war über die Sendung „Gegen den Wind – Windkraft in der Diskussion“ entsetzt. Mich als ehemaligen DDR-Bürger erinnert diese Sendung mit ihrer einseitigen Propaganda an das DDR-Fernsehen. Sie schrecken selbst vor Falschaussagen nicht zurück. Das Grundgesetz, die in der Bundesrepublik gültigen Gesetze, die von ihr unterzeichneten europäischen Richtlinien und internationalen Konventionen, nichts gilt Ihnen, wenn es um die Durchsetzung parteipolitischer Interessen geht. Der Zweck heiligt offenbar in Ihren Augen die Mittel. Ich habe mir erlaubt, nachfolgende Analyse Ihrer Propagandasendung auf meinem Blog zu publizieren. Eine Beschwerde bei Ihnen darüber, dass sämtliche journalistischen Standards unterlaufen werden, ist sicher sinnlos, da alle Sendungen des BR zum Thema „Windkraft“ dieselbe Tendenz haben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Nachtrag

Die Darstellung des Umgangs mit des BR mit VLAB in dem Schreiben des Programmdirektors Thomas Hinrichs entspricht nicht der Wahrheit.

Die Autorin des BR-Sendung hatte sich bei beim VlAB angemeldet und angefragt, ob sie über die Naturschutzarbeit des VLAB vor Ort berichten dürfe. Der VLAB sagte zu. Bei den folgenden Dreharbeiten präsentierte der VLAB ausführlich seine vielfältige Naturschutzarbeit und aktuelle Projekte. All das und wichtige Aussagen des Vorsitzenden des VLAB Johannes Bradtka werden in der Sendung konsequent ignoriert. Der VLAB wurde arglistig getäuscht. Die Sendung begeht Rufmord.

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Satirische Collage. Das Bild von Programmdirektor Information Thomas Hinrichs finden Sie unter https://www.br.de/unternehmen/inhalt/organisation/unternehmensstruktur-programmdirektor-information-thomas-hinrichs-100.html

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s