Tichy, Chebli oder Was man wahrnehmen soll und nicht bemerken darf

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Die Unterdrückung der Frau

Thorstein Veblen erläutert in seiner Theory of the Leisure Class, wie die Frau als Anhängsel des Mannes dem stellvertretenden Konsum und der Darstellung seines sozialen Status dient. Frauen mit nach unten gebundenen Füßen, Frauen mit Giraffenhälsen in kostbarem Schmuck (Abb. 1) usw. zeigen, dass ihre Männer sich Frauen leisten können, die nicht arbeiten können, und dass diese Frauen Accessoires von Männern sind. Das alles ist abstoßend, denn eine Frau ist nicht weniger Mensch als ein Mann.

Die formale Gleichstellung der Geschlechter

Seit noch gar nicht so langer Zeit dürfen Frauen sogar in Frankreich, dem Lande der Déclaration des droits de l’homme, wählen und seit noch kürzerer Zeit sogar ein Konto führen. Die formale Gleichstellung mit Männern ist das Minimum, dass Frauen erwarten dürfen. Gibt es jedoch einen essentiellen Unterschied zwischen den Geschlechern, der notwendig macht, dass Frauen Vorteile gegenüber Männern erhalten?

Die Aufhebung des Unterschieds zwischen den Geschlechtern

Die Gendertheorie geht davon aus, dass der Mensch während seiner Ontogenese ursprünglich androgyn ist und die Geschlechterdifferenzierung erst später eintritt. Sie geht auch davon aus, dass die geschlechtsspezifischen Eigenschaften, die Frauen oder Männer zugesprochen werden, sozial und nicht natürlich bestimmt sind. Denkt man diesen Ansatz weiter, müsste es zu einer Aufhebung der Geschlechterunterscheidung im sozialen Leben kommen und die Eintragung eines Geschlechts in den Personalausweis unterbleiben. Die Menschen dürften nicht mehr gezwungen werden, gemäß den Clichés der Geschlechterrollen zu leben. Leider hat dieser interessante Ansatz im gesellschaftlichen Leben nicht zu mehr als zu einem Gezänk um Toiletten geführt.

Die Überbetonung des Unterschieds zwischen den Geschlechtern

Die entgegengesetzte Tendenz, die aus der Emanzipaitionsbewegung der Frauen hervorgegangen ist, ist die Überbetonung des Geschlechtsunterschieds. Das generische Maskulinum darf nicht mehr benutzt werden und man (pardon, frau) darf nicht mehr von oder zu Menschen reden, ohne hervorzuheben, dass man auch von oder zu Frauen redet und dass man weiß, dass es Frauen gibt, die von Männern grundsätzlich verschieden sind, und dass man stets auch an Frauen in ihrer grundsätzlichen Verschiedenheit denkt. Die Sprache muss angeklagt und scheußlich verhunzt werden und man darf gar nicht mehr von etwas Anderem sprechen als von den unterschiedlichen Geschlechtsorganen der Mensch*innen, auf die man, auch wenn man lieber über etwas Anderes sprechen würde, ununterbrochen hinweisen muss. Die Doppelspitzen symbolisieren in der Regel das traditionelle heterosexuelle Paar, wobei die zweite Spitze notfalls auch von einem homosexuellen Mann gebildet werden kann. Geschlechterdifferenz wird zum wichtigsten Denkinhalt.

Kann Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit kompensieren und Gerechtigkeit ersetzen?

Der Gedanke, dass im Gegesatz zu dem, was die Gendertheorie behauptet, ein wesentlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht und dass die Frau gegenüber dem Mann auf natürliche Weise benachteiligt ist, ist die Voraussetzung dafür, dass Frauen Vorteile zugesprochen werden, durch welche sie die erlittenen Nachteile kompensieren können. Leider ist es jedoch nicht so, dass Banken verpflichtet werden, alleinstehenden schwangeren Frauen Kredite zu gewähren oder dass alleinstehende schwangere Frauen bei Einstellungen bevorzugt werden. Dafür gibt es die Doppelspitzen und Quotenfrauen, welche die fehlende Gerechtigkeit kompensieren. Die wenigen Frauen, zu deren Gunsten wenige Männer zurückgesetzt werden können, symbolisieren eine Gerechtigkeit, die es nicht gibt, indem sie gegebenenfalls von einer Ungerechtigkeit profitieren. Symbolisch und im Einzelfall wird der Spieß also umgedreht und die Frau gegenüber dem Mann bevorteilt. Dabei wird das Frausein positiv gewertet und das Mannsein negativ.

Der Pop-Politiker – ein neuer Typus des Politikers

Es gibt einen neuen Typus des Politikers, der seinen Erfolg weniger seiner Kompetenz als Äußerlichkeiten verdankt. Diese Pop-Politiker müssen nicht unbedingt Frauen sein. Ich denke auch an Männer wie Philipp Amthor, der jung und frisch ist und sich taufen lassen hat und in den Jagdverein eingetreten ist, um sich interessant zu machen. Natürlich denke ich aber auch an Annalena Baerbock, die sich, weil sie ausgeschlafen und gutaussehend ist, erlauben kann, den größten Unsinn zu faseln wie z.B., dass das Netz der Speicher wäre.

Was man sehen soll und nicht bemerken darf

Wenn Isabelle Huppert in einem Film eine gewiefte Hure spielt und uns gezeigt wird, wie sie sich in einer Szene zurechtmacht und wie sie dann in der nächsten Szene einen Mann um den Finger wickelt, so erwartet der Regisseur von uns, dass wir zwischen beiden Szenen einen Zusammenhang erkennen. Anders ist es jedoch, wenn eine Frau die politische Bühne betritt. Da sollen wir nur die positiven abstrakten Eigenschaften „jung“, „farbig“ und „weiblich“ sehen und sie gegen die negativen abstrakten Begriffe „alt“, „weiß“ und „männlich“ abwägen.

„‚Der G-Punkt als Pluspunkt‘ – Unter der Gürtellinie: So frauenverachtend wurde Politikerin Sawsan Chebli beleidigt!“ titelt Bild der Frau und zeigt gleichzeitig Sawsan Chebli mit einem Halsband (vgl. Abb. 4) über der ausgestellten Brust, das eindeutig einen sexistischen Diskurs anzitiert, der seine Adressaten unterhalb der Gürtellinie ansprechen will. Man(n) soll das wahrnehmen, darf es aber nicht bemerken.

*

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Kayan_people_(Myanmar)#/media/File:Kayan_woman_with_neck_rings.jpg
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Roman_collared_slaves_-Ashmolean_Museum.jpg/1200px-Roman_collared_slaves-_Ashmolean_Museum.jpg
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c2/Collar_01.JPG
Quelle: „‚Der G-Punkt als Pluspunkt‘ – Unter der Gürtellinie: So frauenverachtend wurde Politikerin Sawsan Chebli beleidigt!“

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Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

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2 Gedanken zu “Tichy, Chebli oder Was man wahrnehmen soll und nicht bemerken darf

    • Für sich genommen, sind alle wissenschaftlichen Theorien, mögen sie auch trivial oder verrückt sein, sehr anregend und können den Denkenden Denkanstöße vermitteln. Wenn sie aber erst in die Hände der Poltik und der Medien geraten, werden sie genutzt, um Macht zu erlangen oder zu verteidigen, um absurde Maßnahmen zu rechtfertigen und um Hexenjagden zu veranstalten.

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