„Erst im Nachgang des Brandes kann und wird der Nachweis erfolgen, ob und in welchem Maße überhaupt ‚Fiese-Fasern‘ und andere Umweltschäden entstanden sind“

Hier folgt der Kommentar von Horst Arlt von der BI „Keine Windkraft im Emmertal e.V.“ zu einer Stellungnahme des Landkreises Hameln-Pyrmont zu den Umweltschäden, die entstehen, wenn Windkraftanlagen im Brandfall kanzerogene Stoffe, sogenannte Fiese Fasern, unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Es erfolgen großräumige Absperrungen und Warnungen an die Bevölkerung. Obwohl von Vornherein bekannt ist, dass Carbonfasern verbaut wurden, könne erst im Nachhinein festgestellt werden, ob Umweltschäden entstanden sind.

Kommentar von Horst Arlt zum Schreiben des Landkreises Hameln-Pyrmont vom 11. Juni 2021

Es wird eingeräumt, dass es Carbon in den WKA gibt!!
AW 4:
Der Hersteller VESTAS hat lediglich erklärt, dass CFK in einzelnen Teilen der WEA verbaut wurde. Mengenangaben wurden gegenüber dem Landkreis nicht gemacht.

Anmerkung:
Nach unserer Recherche war der Landkreis und der Betreiber von Anbeginn 2016 in Kenntnis gesetzt, dass die Rotorblätter aus Carbon bestehen.
Aus der Antragsunterlage 12.6.1 12.6.1 Generisches Brandschutzkonzept_0051-8083 V00 geht dieses eindeutig hervor.
Dieses Konzept bezieht sich nur auf die VESTAS V126. Somit wäre die Genehmigung der WKA V136 in Grohnde in Frage zu stellen.
Wir haben ein Generisches Brandschutzkonzept für die V136 gefunden.
Deshalb gehen wir davon aus, dass der Landkreis sich dieses Generisches Brandschutzkonzept für die V136 nachträglich angefordert hat, zur Erteilung der Baugenehmigung.
 

Trotzdem aber stellt sich die Frage,
warum der Betreiber und die Genehmigungsbehörde im Juli 2019 der DEWEZET gegenüber erklärten, man wisse nichts über die Verwendung von CFK?


Interessant die Vorgehensweise zur Thematik wie in AW 8 zu lesen:

Im Brandfall wird die Umgebung einer WEA großräumig durch die Einsatzkräfte abgesperrt. Die Einsatzkräfte geben dann – sofern erforderlich – an die Bevölkerung entsprechende Warnhinweise heraus. Erst im Nachgang des Brandes kann und wird der Nachweis erfolgen, ob und in welchem Maße überhaupt „Fiese-Fasern“ und andere Umweltschäden entstanden sind. Die entsprechenden Maßnahmen werden nach Gefährdungslage durch die zuständigen Einsatzkräfte und Behörden eingeleitet.

Obwohl der Landkreis keine Daten und präzisen Angaben zu den verbauten CFK-Mengen hat, nimmt man also das Risiko einer Kontamination im Brandfall in Kauf, um im Nachhinein zu reagieren.
Im Brandfall eines Rotorblattes werden unweigerlich „fiese Fasern“ freigesetzt.
Es gilt: ist erst einmal das Kind in den Brunnen gefallen, ist es zu spät.
In unseren Augen eine absolut nicht hinnehmbare Ausgangslage.

Das gilt für viele weitere WKA in unseren Nachbargemeinden im Landkreis.

Horst Arlt, Keine Windkraft im Emmertal e.V.

Nachbemerkung

Artikel 20a GG gebietet dem Staat, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Windkraftanlagen im strenggeschützten Außenbereich sind verfassungswidrig. Vgl. Norbert Große Hündfeld: ZUR VERFASSUNGSWIDRIGKEIT DES ANLAGENBAUS DER WINDINDUSTRIE

Schreiben des Landkreises Hameln-Pyrmont vom 11. Juni 2021
Schreiben des Landkreises Hameln-Pyrmont vom 11. Juni 2021
Schreiben des Landkreises Hameln-Pyrmont vom 11. Juni 2021
Standard

2 Gedanken zu “„Erst im Nachgang des Brandes kann und wird der Nachweis erfolgen, ob und in welchem Maße überhaupt ‚Fiese-Fasern‘ und andere Umweltschäden entstanden sind“

  1. Es ist völlig unverständlich, warum es kein Moratorium beim weiteren WKA-Ausbau gibt und die Zeit genutzt wird, alle Fakten über die Umweltbelastungen, die von WKA ausgehen, genau zu analysieren. Es wird immer deutlicher, dass der Sieg der Ideologie über die Vernunft längst erfolgt ist.

    Gefällt 1 Person

    • Wenn man die Frage ‚Qui bono?‘ aufwirft, sieht man sogleich, dass es das Finanzkapital ist, dass sich dieser linken Ideologie bedient. Über die Medien, die von Staat und Wirtschaft gekauften NGOs, aber auch durch die Unternehmen, die diese Ideologie zusammen mit ihren „klimaneutralen“ Produkten vertreiben, wird ein enormer sozialer Druck auf die Bürger aufgebaut, diese Ideologie zu übernehmen und nachzuplappern. Oftmals weiß man nicht mehr, ob die Menschen aus Überzeugung oder aus Opportunismus diese Ideologie reproduzieren. Wir haben letztens nach einer Diskussion im Freundeskreis lange darüber gerätselt, ob dieser oder jener das, was er sagt, tatsächlich glaubt oder nur Erwartungen, die die Gesellschaft an ihn richtet, erfüllt. Es ist wieder wie in der DDR. Ich habe wieder angefangen, ideologisierten Freunden höflich aus dem Weg zu gehen.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s