Brief an Bundesministerin Lemke zum Artenschutz-Eckpunktpapier

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

ich hoffe, dass Sie mein Schreiben zur Kenntnis nehmen und nicht wie Ihr Kollege Dr. Habeck eine Gruppe namens „Bürgerdialog“ beschäftigen, die die Zuschriften der Bürger abfängt und mit vorgefertigten Versatzstücken beantwortet.

Ich habe Ihr Eckpunktepapier „Naturverträglichen Ausbau der Windenergie an Land beschleunigen“ mit großer Enttäuschung gelesen. Das Ziel der Europäischen Vogelschutzrichtlinie besteht darin, alle Populationen europäischer Wildvogelarten zu erhalten. Zu diesem Zweck sollen, soweit es nur irgend möglich ist, alle Individuen geschützt werden, ihre Lebensräume erhalten werden und ihre Lebensbedingungen sogar noch verbessert werden. Artikel 20a GG verpflichtet den Staat, die Wildtiere, zu denen auch die Greifvögel, Zugvögel und Fledermäuse gehören, zu schützen.

Aus Ihrem Papier geht deutlich hervor, dass Ihnen diese Ziele keine Herzenssache sind, ja dass Sie sie nicht einmal verstanden oder auch nur flüchtig zur Kenntnis genommen haben. Für Sie sind Wildtiere offenbar nur Genehmigungshindernisse und Artenschutz eine lästige Verpflichtung, die Sie lieber heute als morgen über Bord werfen würden, wenn es Ihnen rechtlich möglich wäre.

Nirgendwo in Ihrem Papier ist die Sorge um den Fortbestand der bedrohten Arten zu erkennen. An jeder Stelle Ihres Papiers wird der Wille sichtbar, den Artenschutz so weit, wie es nur möglich ist, durch juristische Winkeladvokatenzüge zu lockern und das Bundesnaturschutzgesetz, die Europäischen Vogelschutz- und FFH-Richtlinien und das Grundgesetz auszutricksen.

Das ganze Papier ist eine einzige Suche nach Schlupflöchern im Gesetz, nach Möglichkeiten, es zu umgehen, zu unterlaufen oder durch Ausnahmeregelungen auszuhebeln.

Überall all ist Ihre Sorge sichtbar, Projekte für die Windindustrie zu ermöglichen. Was aus den Wildtieren wird, ist Ihnen vollkommen gleichgültig.

Die faktische Ausrottung der geschützten Arten nennen Sie „Artenschutz“ und „hohe Standards“. Es herrscht ein unglaublicher Zynismus in Ihrem Papier.

Was Sie tun, hat weder mit Umweltschutz noch mit Energieversorgung etwas zu tun, sondern allein mit Kapitalumverteilung.

Sie achten das Grundgesetz nicht und uns verbinden keine gemeinsamen Werte mehr.

Kommen Sie doch bitte einmal nach Vorpommern und schauen Sie sich die Windkraftanlagen an, die in den Vorkommensgebieten der bedrohten Arten stehen und die bei wehendem Wind zur Hälfte angehalten werden!

Ich lade Sie herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Sternke

Vgl. auch „Habeck und Lemke stellen neue kriminelle Tricks zur Aushebelung des Artenschutzes vor“

Vgl. auch „Landschaftschutzgebiete mit Windrädern“

Vgl. auch Norbert Große Hündfeld: „ZUR VERFASSUNGSWIDRIGKEIT DES ANLAGENBAUS DER WINDINDUSTRIE“

Grüne Vogelschützer Habeck und Lemke (satirische Collage)

Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

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