Einladung an Wirtschaftsminister Habeck nach Vorpommern zur Besichtigung der Windkraftkolonie Ostdeutschland

Das Schreiben, das an Minister Habeck, die Fraktion Die Grünen/Bündnis 90 (was immer das bedeuten mag) und den Ostbeauftragten Carsten Schneider abgesandt wird, bezieht sich auf folgende Rede des Ministers: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Habeck-sieht-in-Energiekrise-Chance-fuer-Ostdeutschland-article23394689.html

Herr Minister,
ich lade Sie hiermit zu einer Besichtigung der Windkraftkolonie Ostdeutschland nach Vorpommern ein.

Ich habe mit Erstaunen und Entsetzen wahrgenommen, dass Sie behaupten, dass die von Ihnen und Ihren Vorgängern herbeigeführte Energiekrise eine „famose“ Chance für Ostdeutschland darstelle, und dass Sie beabsichtigen, in noch stärkerem Maße dem Osten den Charakter einer Windkraftkolonie aufzuprägen.

Sie wissen, dass der Osten durch die Energiepolitik der Bundesregierung besonders geschädigt wird und dass er von Ihrer Sanktionspolitik gegen Russland besonders stark betroffen ist. Dass diese Sanktionspolitik nicht Russland, das die fossilen Rohstoffe nun über Drittländer wie Indien an die westeuropäischen Staaten verkauft, sondern Deutschland trifft, sollte Ihnen ebenfalls bekannt sein. Ich erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass die Arbeitsplätze, die dank Ihr blinden und rücksichtslosen Politik im Osten zerstört werden, durch die Windindustrie nicht ersetzt werden können.

Noch weniger kann eine zuverlässige Energieversorgung durch die Wind- und Solarindustrie geleistet werden. Ihre Absicht, damit „eine eigene Infrastruktur aufbauen zu wollen, ohne es zynisch nennen zu wollen“, ist zynisch, auch wenn Sie es nicht so nennen wollen. Ihre Formulierung macht deutlich, dass Sie wissen, wie zynisch Ihre Politik ist, auch wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Zynismus beim Namen genannt wird. Die Interessen des Ostens sind im Kabinett nicht vertreten; der Ostbeauftragte der Bundesregierung erfüllt traditionell die Funktion, den Osten zu demütigen und zurechtzuweisen, anstatt seine Interessen zu vertreten. Ihre Aussage „Die Wind- und Sonnenverhältnisse sind in Teilen Ostdeutschlands famos“ bedeutet im Klartext: Ostdeutschland kann untergebuttert werden! In Ostdeutschland kann die Natur hemmlungslos zerstört werden!

Denn vor allem möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass der Osten aufgrund dessen, was Sie „Strukturschwäche“ nennen, trotz der naturzerstörerischen Politik der Bundesregierung immer noch großartige Bestände an bedrohten Arten aufweist. Die ländlichen Räume, die Ihrer Ansicht nach „leer werden“, sind nicht leer, sondern es sind die Lebensräume seltener Arten! Zahlreiche Naturliebhaber und -forscher aus Westdeutschland sind nach der Wiedervereinigung deswegen nach Mecklenburg-Vorpommern übergesiedelt. Inzwischen sind sie ebenso wie die strenggeschützten Arten weniger geworden, da bereits die Merkel-Regierung mit der Energiewende eine Politik der Naturzerstörung eingeleitet hat. Diese fatale Politik wird durch Ihre Umweltzerstörungspartei, welche die Naturzerstörung unter den Worten „naturverträglich“ und „Klimaschutz“ verbirgt, nun noch radikalisiert. Da Sie die Studie „Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics” von Gerhard Gerlich und Ralf D. Tscheuschner vorsätzlich ignorieren, erlaube ich mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass durch Windkraft, wie der Finanzbericht der Französischen Nationalversammlung für 2018 nachweist, kein CO2 eingespart werden kann. Allerdings zeigt Ihre ungehemmte und nunmehr unverbrämte Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kohlekraftwerke, dass Sie von der Notwendigkeit einer CO2-Reduktion zum „Klimaschutz“ offenbar sowieso nicht überzeugt sind.

Ich lade Sie herzlich ein, nach Vorpommern zu kommen und sich dort ein Bild zu machen. Ich würde Ihnen gerne zeigen, welche Vorkommensgebiete strenggeschützter Arten es hier noch gibt und dass vorwiegend in diesen Gebieten, die laut Europäischer Vogelschutzrichtlinie als Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen, Windkraftanlagen errichtet wurden und weiter errichtet werden sollen. Ihre Politik ist verfassungswidrig, denn Artikel 20a gebietet dem Staat, die Wildtiere zu schützen. Wie noch keiner Ihrer Vorgänger gehen Sie mit einer unvorstellbaren ungezügelten Brutalität gegen Schweinswale, Greifvögel, Zugvögel, Fledermäuse usw. vor.

Ich würde Sie gern auf die besondere Verantwortung aufmerksam machen, die Ihnen als Wirtschaftsminister zufällt, denn die Umweltministerin ist entweder vollkommen ahnungslos oder käuflich. Sie übertrifft sogar ihre Vorgänger an Verantwortungslosigkeit. Weiterhin würde ich Ihnen gern zeigen, dass ca. die Hälfte der Windkraftanlagen in Vorpommern bei wehendem Wind angehalten wird und dass weitere Windkraftanlagen in Vorpommern nicht allein schädlich, sondern obendrein überflüssig sind.

Hören Sie bitte auf, uns Bürger im Osten zu „verkackeiern“, wie Sie es auszudrücken belieben. Jede Ihrer Ansprachen an uns ist ein Fehdehandschuh. Kommen Sie bitte nach Vorpommern und machen Sie sich selbst ein Bild!

Ich bitte Sie, mein Schreiben selbst zur Kenntnis zu nehmen und es nicht an Ihre von Ihrem Vorgänger übernommene Abwimmeltruppe namens „Bürgerdialog“ weiterzureichen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Windkraftkolonie Ostdeutschland © Robert Niebach

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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

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Ein Gedanke zu “Einladung an Wirtschaftsminister Habeck nach Vorpommern zur Besichtigung der Windkraftkolonie Ostdeutschland

  1. Heinz Timm schreibt:

    Vielen Dank für die klaren Worte. Aber das wird Herr Habeck nicht lesen – und selbst wenn, ihn nicht die Bohne interessieren. Aber ich hoffe, dass viele Menschen diesen Beitrag lesen und ihre Konsequenzen daraus ziehen.

    Gefällt 1 Person

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