Der NABU lädt zum Schwarzkehlchenschreddern ein

Der NABU hat eine Farbskala von Grün bis Nazibraun. Grün heißt wertlos. Grün heißt muss nicht mehr geschützt werden, soll nicht mehr geschützt werden, darf nicht mehr geschützt werden. Grün heißt Tötendürfen.

Der NABU lädt nicht etwa zum Kükenschreddern? – nein – zum Schwarzkehlchenschreddern ein!

Natürlich können auch andere Arten geschreddert werden.

Der NABU begeistert für die Natur.

Norbert Große Hündefeld: ZUR VERFASSUNGSWIDRIGKEIT DES ANLAGENBAUS DER WINDINDUSTRIE

Mein Schreiben an den NABU

S‌ehr geehrte Damen und Herren,
Sie schreiben: „Vogelarten, die nicht Teil der Liste sind, sollen auch nicht mehr untersucht und durch Maßnahmen geschützt werden können.“
Was ist denn das für ein Umgang mit der Natur?
Was ist das für eine Auffassung von Naturschutz?
Wie verträgt sich das mit Ihrer Satzung?
Sie sollten sich für Ihren unverbrämten Lobbyismus schämen!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Pressemitteilung des NABU

NABU zu Bundestagsdiskussion: Abgeordnete tragen Verantwortung für naturverträglichen Ausbau der Windenergie 
Krüger: Der dringende Ausbau der Windenergie kann naturverträglich umgesetzt werden
Berlin – Der Bundestag hat heute in erster Lesung über Regelungen zur Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie beraten. Dazu gehören ein Gesetz, mit dem verpflichtend zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie bereitgestellt werden sollen und eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, das den Themenkomplex Windenergie und Artenschutz neu regeln soll.

Um den Windenergieausbau voranzubringen, werden zwei Prozent der Landesfläche benötigt. Diese Flächen in den Bundesländern bereitzustellen, wird in einem Gesetz zur Beschleunigung des Windenergieausbaus geregelt. Solch eine Flächenausweisung kann entscheidend dabei helfen, Konflikte zwischen dem Ausbau der Windenergie und dem Naturschutz zu verringern und Genehmigungsverfahren von Windparks, die auf den ausgewiesenen Flächen umgesetzt werden sollen, erheblich beschleunigen. Entscheidend dafür ist, dass diese Flächenausweisung naturverträglich erfolgt. Das bedeutet, dass sensible Naturbereiche nicht für die Windenergie zur Verfügung stehen dürfen.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert: “Eine naturverträgliche Energiewende ist angesichts der sich gegenseitig beschleunigenden Krisen bei Klima und Arten unumgänglich. Windenergie ist eine zentrale Säule der Energiewende in Deutschland, der Ausbau muss jetzt schnell vorangehen. Die dafür im Parlament diskutierten Gesetzesänderungen gehen in die richtige Richtung. Besonders eine stärkere Steuerung der Flächen und Beantwortung der Frage, wo Windenergieanlagen gebaut werden können und wo nicht, sind wichtige Instrumente. Doch die vorgestellten Gesetze sind noch nicht so gestaltet, dass der Ausbau tatsächlich im Einklang mit der Natur erfolgen würde. Hier ist das Parlament jetzt in der Verantwortung nachzubessern. Ein Ausbau auf Kosten der Natur wird der Größe der Aufgabe nicht gerecht. Bei den aktuellen Vorschlägen besteht durch Konflikte mit dem EU-Recht sogar die Gefahr den Ausbau weiter zu verlangsamen. So müssen durch die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes immer noch alle kollisionsgefährdeten Vogelarten geschützt sein und nicht nur einige Handvoll.”  

Denn nach aktueller Gesetzeslage ist es verboten, geschützte Arten zu töten oder zu verletzten. Deshalb ist bei der Genehmigung von Windenergieanlagen zu prüfen, ob beispielsweise kollisionsgefährdete Vogelarten in der Nähe vorkommen. Mit Hilfe einer Liste definiert das Gesetz nun, welche Vogelarten überhaupt als kollisionsgefährdete gelten und damit für die Genehmigung eines Windparks untersucht und geschützt werden müssen. Vogelarten, die nicht Teil der Liste sind, sollen auch nicht mehr untersucht und durch Maßnahmen geschützt werden können. Problematisch ist aber, dass die Liste nicht alle Vogelarten umfasst, die tatsächlich kollisionsgefährdet sind. Damit wären diese Vogelarten durch das deutsche Recht nicht mehr geschützt, während das EU-Recht einen ebensolchen Schutz für sie vorsieht. Der Konflikt zwischen europäischem und deutschem Recht würde zu Gerichtsverfahren und Verzögerungen beim Ausbau der Windenergie führen. Deshalb darf die Artenliste nicht abschließend sein. Auch die Vogelarten, die nicht Teil der Liste sind, müssen noch untersucht und geschützt werden, wenn sie an dem Standort einer geplanten Windenergieanlage vorkommen. Dafür gibt es bereits heute in den Bundesländern Vorgaben, wie diese Vogelarten zu untersuchen und zu schützen sind. Diese müssen die Bundesländer für die Arten jenseits der Vogelliste weiterhin nutzen können.

Für die gelisteten Arten sieht die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vor, dass ein bestimmter Bereich um den Horst besonders geschützt ist. Denn in diesem Bereich halten sich die Vögel besonders viel auf. Der Bau eines Windrads in diesen Aktivitätsbereich würde deshalb zu Konflikten führen. Die konkreten Abstände müssen dabei sauber fachlich begründet sein. Hierfür kann das Helgoländer Papier, eine Empfehlung der deutschen Vogelschutzwarten, als Grundlage dienen, bis es eine fachlich gleichwertige wissenschaftliche Basis zur Definition der Abstände gibt. 

Soll in diesen Bereichen um den Horst dennoch gebaut werden, müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Aus Sicht des NABU ist es dabei wichtig, dass alle wirksamen Schutzmaßnahmen auch eingesetzt werden können. So muss auch das Abschalten der Windräder in Zeiten wie der Brut und Jungenaufzucht, in denen die Altvögel besonders viel zwischen Horst und Nahrungsfläche hin und her fliegen, voll erhalten bleiben. Doch auch wenn die Flächen für die Windenergie naturverträglich ausgewiesen werden und im Rahmen konkreter Genehmigungsverfahren auf den Flächen mögliche Konflikte mit dem Naturschutz minimiert werden, werden Natur und Arten zusätzlich belastet. Deshalb ist es richtig, die Arten, welche durch den beschleunigten Ausbau der Windenergie stärker betroffen sind, gezielt zu unterstützen. Der NABU begrüßt daher die geplante Einführung von Artenhilfsprogrammen. Deren Einführung muss zeitnah erfolgen, damit die Programme sich positiv für die Natur auswirken können. Dafür braucht es eine klare Frist.  Nur durch den zusätzlichen Schutz der betroffenen Arten beim beschleunigten Ausbau der Windenergie können Klima- und Naturkrise gemeinsam betrachtet werden.

NABU-Stellungnahme zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/wind/20220613_stellungnahme_nabu_batschg.pdf

NABU-Stellungnahme zum Wind-an-Land-Gesetz: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/wind/20220613_stellungnahme_nabu_walg.pdf
Mit mehr als 875.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben.

Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns  
Für Rückfragen:
Katharina Stucke, Leiterin Projektteam „WIND – Naturverträglicher Ausbau der Windenergie“, Tel. +49-30 284 984-1632,  E-Mail:Katharina.Stucke@NABU.de 
Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/schwarzkehlchen/

Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

Standard

Ein Gedanke zu “Der NABU lädt zum Schwarzkehlchenschreddern ein

  1. No_NWO schreibt:

    Wer Vögeln sein Wohlwollen versagt, der versagt es nicht unbedingt auch Menschen. Ein kurzer Blick auf die Welt aber lehrt, daß man bereits beim nächsten Schritt ist, beim Menschenschreddern. Selbstverständlich alles nur für einen guten Zweck. Denn ihr wollt doch nicht die totale Klimakatastrophe, nicht!? — Argument, wird es erst so richtig blöde, ist zwar nicht mehr lustig, aber um so mehr zum Lachen. Und was wäre lächerlicher, als solch ein Naturschutzbund.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s