185. Mahnwache zum Schutz der Natur auf der Friedländer Großen Wiese

„Windräder aufgebaut – Natur versaut“, heißt es auf einem der Plakate, die auf der 185. Mahnwache des gemeinnützigen Naturschutzvereins Freie Friedländer Wiese e.V. gezeigt wurden.

Über die Natur- und Landschaftszerstörung ist ein ausgezeichneter Aufsatz von Gerald Felber unter dem Titel „Nicht mehr unser Land“ in der FAZ erschienen. Darin heißt es: „Windräder bis zum Horizont: Das weitere Hochfahren des Windkraftausbaus wird das Antlitz unserer Regionen fundamental verändern. Die Architektur der neuen Energiegewinnung wird die Landschaft prägen.“

Thomas Pfeiffer und Bernd-Ulrich Meyburg haben im „Journal of Ornitology“ einen Beitrag zur Raumnutzung von Rotmilanen unter dem Titel „Flight altitudes and flight activities of adult Red Kites (Milvus milvus) in the breeding area as determined by GPS telemetry“ veröffentlicht. Darin heißt es: „Der Rotmilan ist in den letzten Jahrzehnten im allgemeinen Bewusstsein stark in den Vordergrund gerückt. Wesentlich dazu beigetragen hat die Problematik, dass Rotmilane immer wieder an Windkraftanlagen verunglücken und deshalb eine wichtige Rolle bei der Genehmigung neuer Anlagen spielen. Die Bemühungen, ihren Schutz zu verbessern, stoßen teilweise auf Schwierigkeiten in Anbetracht der geringen Kenntnisse, z.B. bezüglich ihrer Flughöhe und Flugaktivität. Wir untersuchten diese Parameter von 2012 bis 2018 in einem ca. 1000 km2 großen Untersuchungsgebiet in der Umgebung von Weimar (Bundesland Thüringen, Bundesrepublik Deutschland) anhand von 29 Brutvögeln (19 Männchen und 10 Weibchen), die mit GPS-Loggern ausgestattet wurden.“

Thomas Krumenacker hat im „Riffreporter“ mit dem neuen Sonderbeauftragten für das Nationale Artenhilfsprogramm Josef Tumbrinck ein Interview „über seine Ziele, Kritik von Naturschützern und das Ringen um Artenschutz und Energiewende“ geführt und unter dem Titel „Das Artenhilfsprogramm ist kein Trostpflaster“ publiziert. Krumenacker fragt u.a.: „Die Liste der Arten, die als „windkraftsensibel“ angesehen werden und damit besonderen Schutz genießen, wurde auf 15 verkleinert. Auch die Schutzabstände zu Windrädern sind gegenüber den Regeln, die bisher in den Bundesländern gelten, verkleinert worden, entgegen den Empfehlungen der staatlichen Vogelschutzwarten. Wäre hier nicht Prävention durch eine Beibehaltung der bisherigen Regeln der bessere Weg zum Schutz der Arten als ein Artenhilfsprogramm?“ Tumbrinck antwortet: „Prävention wird mit den beschlossenen Neuerungen nicht ausgeschlossen.“

Das Tötungsverbot ist aufgehoben, der Artenschutz ist zur Farce verkommen und wir sollen froh sein, dass Prävention nicht ganz und gar ausgeschlossen, sondern in Einzelfällen noch zugelassen wird.

Deutschland hat vor der Machtergreifung der grünen Naturzerstörer aller Couleur kapituliert und sich mit seinem ökologischen, kulturellen und moralischen Niedergang abgefunden: „Windräder aufgebaut – Natur versaut“.

Die Windkraftgegner auf der Friedländer Großen Wiese, die jeden Sonnabend protestieren, akzeptieren die Zerstörung von Natur und Landschaft nicht! Sie sind uns Mahner und Vorbild.

185. Mahnwache auf der Friedländer Großen Wiese
185. Mahnwache auf der Friedländer Großen Wiese

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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

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3 Gedanken zu “185. Mahnwache zum Schutz der Natur auf der Friedländer Großen Wiese

  1. No_NWO schreibt:

    Zitat Beitrag: „Deutschland hat vor der Machtergreifung der grünen Naturzerstörer aller Couleur kapituliert und sich mit seinem ökologischen, kulturellen und moralischen Niedergang abgefunden.“

    Nein, nicht. Sondern: Deutschland weigert sich starrsinnig zu begreifen, daß Demokratie allemal in Machtergreifung von Großinvestoren endet. Welche eine als Politiker verkleidete Horde von Schwerkriminellen dirigieren.

    Aus Dr. Mengele wurde Dr. Merkel. Aus tödlichen medizinischen Menschenversuchen in Konzentrationslagern wurden solche Versuche in Gesellschaften, die zu Konzentrationslagern geworden sind.

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    • Würden die Menschen erkennen, dass diese Poltiker nicht ihre Interessen vertreten, würden diese Politiker erkennen, dass der gesellschaftliche Schaden, der entsteht und der auch für sie selbst und ihre Angehörigen entsteht, wenn sie die Interessen ihrer Wähler verraten, größer ist als die kleinen materiellen Vorteile, die sie sich auf die Kosten ihrer Wähler verschaffen, würden die Regierungen sich von Davos distanzieren, würden die Parlamentarier sich nicht, den Großinvestoren unterwerfen, indem sie Investitionsbechleunigungsgesetze und Osterpakete beschließen, würde… wäre die Demokratie möglich. Anzuerkennen, „dass Demokratie allemal…“ bedeutete ja totale Resignation.

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  2. No_NWO schreibt:

    Eben nicht. Was wir als Demokratie (miß-)verstehen, ist ein Konstrukt, dem die Errichtung einer gesetzlichen Zwangsinstitution vorausging, der Staatsschule. Es ist nun wahrlich kein Geheimnis, daß diese Einrichtung den Zweck hat, Menschen zu konditionieren, nicht eigenständig zu denken und stattdessen blind ergeben den Vorgaben gesellschaftlicher Autoritäten Folge zu leisten.

    Aber auch dazu gehören immer zweie. Ein Hirnrichter. Und einer, der sich das Hirn richten läßt. Sich verblöden zu lassen, beruht also auf freier Einwilligung. Die nicht alle Staatsschüler erteilen.

    Demokratie setzt geistig mündige Menschen voraus. Menschen, die geistig mündig sein WOLLEN. Ob wir eine Demokratie haben oder den von Großinvestor und US-Vizepräsident Nelson Rockefeller zu Beginn der 1980er einverlangten „Faschismus mit demokratischem Gesicht“, ist keine Frage von Formalitäten. Formal gesehen, ist es demokratisch, wenn als Staatsbürger bezeichnete Mordbuben und -mädel sich Mordbuben und -mädel zu ihren Regierenden wählen. Inhaltlich aber kann es eine lebensfähige Demokratie erst geben, wenn dem Staat die Befugnis entzogen worden ist, Bildungscurricula vorzugeben. Dann erst kann es freie Schulen geben, die wirklich frei sind. Mordbuben und Mordmädel werden freie Curricula nicht befürworten. Eben weil sie Mordbuben und Mordmädel bleiben wollen. Sie hassen Freiheit.

    Die Frage freier Bildungscurricula ist der eigentliche große LACKMUSTEST DER DEMOKRATIE. Den nur freie Geister bestehen können. Alles ganz simpel logisch. Alles geschieht in freier Entscheidung. Demokratie werden wir erst haben, nachdem wir uns der staatlich definierten Bildungscurricula entledigt haben werden.

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