Korrespondenz mit Ernst Ulrich Freiherrn von Weizsäcker über Existenz und Hervorbringungsweise des Treibhauseffekts

Ein physikalischer Effekt ist eindeutig definiert. Niemand jedoch weiß, auf welche Weise der Treibhauseffekt hervorgebracht wird. Es gibt über ein Dutzend Erklärungen, die einander zum Teil widersprechen. Der berühmte Physiker und Philosoph Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker, der im Dritten Reich am Uranprojekt mitarbeitete und in Japan die Atombombe patentieren ließ, und sein Sohn, der Physiker und Chemiker Ernst Ulrich Freiherr von Weizsäcker, von 2012 bis 2018 Kopräsident, jetzt Ehrenpräsident des Club of Rome, gehören zu den Naturwissenschaftlern und Politikern, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Treibhauseffekt in der deutschen Politik und der Weltpolitik heute eine wichtige Rolle spielt. Die Erklärung des Freiherrn Carl Friedrich von Weizsäcker für das Entstehen des Treibhauseffekts, nach welcher sich die Atmosphäre durch die Durchlässigkeit des Kohlendioxids für das einfallende Licht und seine Undurchlässigkeit für die ausgehende Wärmestrahlung erwärme, sodass die Wärme einfach in der Luft bliebe, ist erwiesenermaßen falsch. Sie ist, wie ich von einem erstklassigen Klimaforscher weiß, unvereinbar mit Albert Einsteins „Quantentheorie der Strahlung“ von 1917, die von Paul Dirac auf quantenmechanischem Wege 10 Jahre später bestätigt wurde, sowie der Arbeit von Edward Milne aus dem Jahr 1928, mit der die Grundlagen der Übertragungsgleichung für monochromatische Strahlung geschaffen wurde. Und die Anwendung dieser Strahlungsübertragungsgleichung durch Möller & Manabe (1961) sowie Manabe & Möller (1961) belegte bereits, dass das CO2 in der Atmosphäre Kühlungsraten bewirkt. Dieser Sachverhalt wurde später immer wieder bestätigt, u.a. von Fu & Liou (1992). Ergebnisse von Fu und Liou sind in Lious Lehrbuch „An Introduction to Atmospheric Radiation“ enthalten. Es folgen 1. meine Frage an Ernst Ulrich Freiherrn von Weizsäcker, ob sein Vater, der Energieberater der Bundesregierung und in den 1970er Jahren Verteidiger der Atomkraft war, die Bürger mit der realitätsfernen Katastrophenfiktion einer sich aufheizenden Atmosphäre täuschen wollte, um sie von der Kohleverbrennung abzubringen, 2. die Antwort von Freiherrn von Weizsäcker, in mit welcher er mir das Kapitels „Ein Abriss zur Physik der Klimaveränderung“ aus seinem Buch „So reicht das nicht“ (Bonifatius Verlag Paderborn) übersendet, in dem er sich bei der Erklärung des Treibhauseffekts auf den schwedischen Chemiker und Physiker Svante Arrhenius beruft, 3. vier Fragen danach, wie der Treibhauseffekt ensteht und ob die Treibhausdoktrin eine wissenschaftliche Weltanschauung und Staatideologie sein soll, nebst einem Exkurs zu Arrhenius von Dr. Bernd Fleischmann und 4. noch eine Frage zu Treibhauseffekt und Umweltüberwachungssystem im Denken der Freiherren von Weizsäcker im Jahre 1971. Die letzte Frage knüpft an Hanna Thieles, von Ernst Ulrich Freiherr von Weizsäcker jedoch energisch zurückgewiesene These an, „daß CFvW Weltbank und IWF zu Diensten war, ein Ideengebäude lieferte, über CO2 die Menschen in Haftung zu nehmen (und damit ihrer Freiheitsspielräume zu berauben, was als ‚Friedenspolitik‘ und ‚Gerechtigkeitspolitik‘ empfunden werden soll)“. Da eine öffentliche Debatte über den Treibhauseffekt nicht mehr stattfindet, wünsche ich mir, dass der Ehrenpräsident des Club of Rome meine Fragen beantwortet und die Diskussion fortsetzt, damit es wenigstens auf diesem Blog einen freundlichen Austausch zwischen Vertretern unterschiedlicher Meinungen gibt.

1. Frage an Freiherrn Ernst Ulrich von Weizsäcker, ob sein Vater die Bürger mit der Fiktion einer sich aufheizenden Atmosphäre täuschen wollte

Lieber Freiherr von Weizsäcker,
Sie haben mir auf meine Fragen zu Ihren eigenen Ansichten nicht geantwortet. Daher schließe ich mich also Frau Thiele an und stelle nunmehr Fragen zu Ihrem Vater. Er hat immer wieder behauptet, dass das durch Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid zu geoklimatischen Veränderungen führen werde. Dabei hat er anfangs von vermuteten Veränderungen und später von unweigerlicher Erwärmung gesprochen und den Prozess durch seine Wortwahl immer stärker dramatisiert.
1977 schreibt er in „Der Garten des Menschlichen“: „Andererseits ist unbegrenztes Wachstum des Energiekonsums schon klimatisch unerträglich“.
1978 schreibt er in „Deutlichkeit“: „Insbesondere schwebt über uns das Damoklesschwert der langfristigen Klimaänderung durch das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxyd“.
1979 schreibt er in „Diagnosen zur Aktualität“: „Aber nach den meines Erachtens besten heutigen geoklimatologischen Schätzungen ist zu vermuten, daß die Kohlendioxyd-Erzeugung in siebzig bis hundert Jahren Klimaänderungen bewirken wird“.
1986 schreibt er in „Die Zeit drängt“: „Und das drohende Problem der fortschreitenden Klimaänderung auf der Erde, weil das unweigerlich bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid die Atmosphäre im Treibhauseffekt erwärmt, ist bisher ungelöst.“
1993 schreibt er in „Der Mensch in seiner Geschichte“: „Ein Beispiel ist die Notwendigkeit, zur Vermeidung einer Klimakatastrophe den Verbrauch fossiler Brennstoffe in wenigen Jahrzehnten weltweit radikal zu senken.“ Ihr Vater hat spricht stets von einem Prozess, der in Zukunft stattfinden soll, und nicht von einem Temperaturanstieg in der Vergangenheit. (Vermutlich, weil das globale Mittel der Temperaturen zwischen 1936 bis 1978 konstant geblieben ist.) Er spricht auch nie von einer Erwärmung der Erdoberfläche, sondern von einer Erwärmung der Atmosphäre. Er sagt also nicht, wie das Umweltbundesamt, dass das kältere CO2 die wärmere Erdoberfläche erwärme, welche Behauptung gegen den 2. Hauptsatz der Wärmelehre verstößt.
Den Mechanismus, wie die Erwärmung der Atmosphäre vonstattengehen soll, beschreibt Ihr Vater 1979 in „Langfristige Energiepolitik als Beispiel technischer Zukunftsplanung“: „wenn man dieses Wachstum in die Zukunft extrapoliert dann muss man annehmen, dass in – sagen wir – 70 Jahren oder wie immer lang die Zeit eben sein mag, das ist nicht ganz leicht zu sagen, durch den sogenannten Treibhauseffekt, durch die Durchlässigkeit des Kohlendioxyds, für das einfallende Licht und seine Undurchlässigkeit für die ausgehende Wärmestrahlung, sich unsere Atmosphäre erwärmt“.
Die Frage, die die Beschreibung Ihres Vaters aufwirft, lautet: Wie wird der Verbleib der Wärmeenergie in der Atmosphäre gewährleistet? Fourier nennt die Mobilität der Teilchen, das Aufsteigen der erhitzten Luft und auch die IR-Aktivität (= das Strahlen der dunklen Wärme = le rayonnement de la chaleur obscure) als Faktoren, die einer Erwärmung der Atmosphäre entgegenwirken. Weitere Faktoren, die Fourier nicht thematisiert, sind weitere Wärmeflüsse (z.B. Verdunstung) und die nächtliche Abkühlung, wenn die Sonnenstrahlung ausbleibt.
Meine Frage lautet: Wollte Ihr Vater die Bürger mit der realitätsfernen Katastrophenfiktion einer sich aufheizenden Atmosphäre täuschen, um sie von der Kohleverbrennung abzubringen?
Mit herzlichen Grüßen
Ihr René Sternke

2. Übersendung des Kapitels „Ein Abriss zur Physik der Klimaveränderung“ aus Ernst Ulrich Freiherrn von Weizsäckers Buch „So reicht das nicht“ durch den Autor

Lieber Herr Sternke,

Ich bin tief beeindruckt davon, dass Sie die Schriften meines Vaters so sorgfältig gelesen haben. Seine Mentalität war ganz gewiss nicht das Volk „mit der realitätsfernen Katastrophenfiktion einer sich aufheizenden Atmosphäre“ zu täuschen. Vielmehr war er stets in engem Kontakt mit anderen Naturwissenschaftlern, die den jeweiligen besten Stand der empirischen Wissenschaft kannten und betonten. Hieraus lässt sich die „realitätsferne Katastrophenfiktion“ keineswegs ableiten.

In einem neuen Buch „So reicht das nicht“ habe ich (mit Unterstützung erstklassiger Klimaforscher) meine Sicht der Klimaveränderung dargestellt. Die Abbildung 6 versucht die Behauptung zu widerlegen, dass die Abbildung 5 eine umgekehrte Kausalität habe: dass die Temperatur die CO2-Konzentrationen steuert. Erfahrene Physiker finden diese Behauptung ohnehin sinnwidrig, aber die „Klimaleugner“ tischen sie immer wieder auf. Abbildung 6 unten zeigt, dass menschliche Interventionen (also vor allem CO2-Emissionen), die Hauptverursacher der Klimaerwärmung der letzten 60 Jahre waren.

Und Abbildung 9 zeigt, wie die Küstenlinie Italiens während der letzten Eiszeit aussah. Allein dieses Bild kann schon als Katastrophenwarnung angesehen werden. Entsprechende Bilder von Bangladesch, von Norddeutschland, Holland und Dänemark zeigen ähnliche Schreckensszenen.

Mein Vater lebt nicht mehr, aber er hatte eine viel gründlichere physikalische Kenntnis als ich. Jedoch in der Mentalität der sorgfältigen physikalischen Beweisführung war er für mich immer ein Vorbild.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst v. Weizsäcker

Abbildung 6: Unten die Faktoren, die die globale Erwärmung beeinflussen, oben die Erwärmung selber („So reicht das nicht“)
Abbildung 5: Temperaturen (rot) und CO2-Konzentrationen (blau) in den letzten 650.000 Jahren. Ganz rechts „springt“ die blaue (CO2 -) Kurve nach oben, Folge menschlicher Aktivitäten („So reicht das nicht“)
Abbildung 9: Küstenlinien Italiens während der letzten Eiszeit (links) und während einer Heißzeit (rechts )(„So reicht das nicht“)

3. Fragen danach, wie der Treibhauseffekt ensteht und ob die Treibhausdoktrin eine wissenschaftliche Weltanschauung und Staatideologie sein soll, nebst einem Exkurs zu Arrhenius von Dr. Bernd Fleischmann

Lieber Freiherr von Weizsäcker,
ich danke Ihnen vielmals für Ihre interessanten Ausführungen, die Sie mir so liebenswürdig zugesandt haben, und die Erlaubnis, sie Freunden mitzuteilen. Ich erlaube mir dazu folgende Anmerkungen und Fragen:
1. Wie erklären Sie die Hervorbringung des Treibhauseffekts wissenschaftlich? Die Erklärungen des Vorgangs variieren. Ihr Vater ging davon aus, dass das CO2 die Wärme speichere, das UBA geht davon aus, dass das kältere CO2 mittels Strahlung die Erde erwärme.
2. Halten Sie die Erklärungen von Arrhenius, auf den Sie sich beziehen, für zutreffend? Er behauptet, Fourier und Tyndall hätten herausgefunden, dass die Atmosphäre der Erde Eigenschaften besäße, die denjenigen von Glas ähnelten. Dann beruft er sich auf Experimente Tyndalls, die zeigen würden, dass eine Zunahme von CO2 in der Luft eine Temperaturerhöhung bewirken würde (vgl. https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/52/mode/2up). Ich kopiere unter meinem Schreiben die Ausführungen von Dr. Bernd Fleischmann hinein, der mit Arrhenius abrechnet (vgl. http://www.klima-wahrheiten.de/4-Wie-erwaermt-sich-die-Atmosphaere-Konvektiv-adiabatisch/).
3. Wie bewerten und berücksichtigen Sie die für die für die Klimaforschung relevanten Forschungen von Albert Einstein zur Quantentheorie der Strahlung? Prof. Dr. Kramm hat auf den Aufsatz „Zur Quantentheorie der Strahlung“ von Albert Einstein aus dem Jahre 1917 und den Aufsatz „Zur Quantentheorie des Strahlungsgleichgewichts“ von Albert Einstein und Paul Ehrenfest aus dem Jahre 1923 hingewiesen (vgl. Anhänge), die zu der Lehre vom Treibhauseffekt im Widerspruch stehen. Da ich selbst im Gegensatz zu Ihnen kein Naturwissenschaftler bin, sind Prof. Dr. Kramm, Dr. Dr. Dlugi, Prof. Dr. Puschner und Dr. Fleischmann mit in der Diskussionsrunde.
4. Soll die Lehre vom anthropogenen Klimawandel eine wissenschaftliche Weltanschauung und Staatsideologie sein? Dr. Fleischmann weist auf Arrhenius’ Mitgliedschaft im Vorstand der Schwedischen Gesellschaft für Rassenhygiene hin. Die Deutsche Physik hat die Forschungsergebnisse Einsteins, u.a. zur Quantentheorie, aufgrund ihrer „Unanschaulichkeit“ als „jüdische Spitzfindigkeit“ zurückgewiesen. Sie wissen, dass Frau Thiele die These vertritt, dass die Lehre vom Treibhauseffekt ihre Wurzeln in der Biographie Ihres Vaters und im Faschismus hat. Ich selbst bin in der DDR, aufgewachsen, einem Staat, in dem eine „wissenschaftliche Weltanschauung“ Staatsideologie war. Alfred Rosenberg hebt in „Der Kampf um die Weltanschauung“ hervor, dass die Weltanschauung des Faschismus auf einer Wissenschaft, der Rassenlehre, beruhe. Wenn ich z.B. Luisa Neubauer in den Sendungen öffentlich-rechtlicher Sender immer wieder unwidersprochen sagen höre, dass diejenigen, die die Lehre vom Treibhauseffekt bezweifeln, „Wissenschaftsleugner“ seien, wenn ich an die Tagung des Ethikrats denke, der eine unrichtige Darstellung der wissenschaftlichen Forschungen und Debatten zum Klima forderte, damit die Regierung Maßnahmen implementieren könne, wenn ich lese, dass Sie schreiben, dass die Meinung der „Klimaleugner“ „moralisch nicht akzeptabel und rational- wissenschaftlich durch nichts zu rechtfertigen“ sei, wenn ich sehe, dass die Hypothese in unserer Gesellschaft totalitären Charakter annimmt, indem sie in der Produktwerbung, in journalistischen, geisteswissenschaftlichen, politischen, juristischen und theologischen Texten bis hin zu einem Urteil des Bundesverfassungsgericht und einer Enzyklika des Papstes propagiert wird, so gewinne ich den Eindruck, es wieder mit einer wissenschaftlichen Weltanschauung und totalitären Staatsideologie zu tun zu haben, die derjenigen stark ähnelt, gegen die ich 1989 auf die Straße gegangen bin.
In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Ihr René Sternke

Dr. Bernd Fleischmann: Das „Treibhaus Erde“ – die Theorie von Arrhenius basiert auf falsch interpretierten Messungen

Arrhenius wandte dann seine falsche Theorie auf das „Treibhaus Erde“ an. Statt Fensterglas nahm er die „Treibhausgase“ Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2), welche die sichtbaren Sonnenstrahlen auf die Erde durchlassen, die von der Erde abgestrahlten Infrarotstrahlen aber teilweise absorbieren. Er bezog sich in seinen Arbeiten von 1896 und 1901 auf John Tyndall, der die Absorption der Wärmestrahlung der Erde durch das CO2 in der Atmosphäre gemessen hatte. Manche bezweifeln das jedoch und sagen, Tyndall hat mit seinem Messaufbau nur die Absorption durch Wasserdampf messen können. Jedenfalls behauptete Arrhenius „Tyndalls Ergebnisse stimmen sehr gut mit meinen Versuchen überein“, verschwieg dabei aber, dass er die Ergebnisse von Tyndall durch 3,6 dividiert hatte. So etwas nennt man Betrug! (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf).
Abgesehen davon hat Arrhenius mit seinem Messaufbau die Absorption durch CO2 gar nicht messen können. Er hat stattdessen die Absorption durch Wasserdampf gemessen (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf). Dass Arrhenius völlig daneben lag, hat bereits sein schwedischer Zeitgenosse Knut Ångström (Erfinder des elektrisch kompensierten Pyrhelimeters, Sohn des berühmten Anders Jonas Ångström und wie dieser Professor der Physik und Astronom) nachgewiesen und in den „Annalen der Physik“ im Jahr 1900 publiziert (http://www.realclimate.org/images/Angstrom.pdf). Man wusste zu dieser Zeit bereits, dass die Absorptionsbanden von Kohlendioxid (man verwendete damals üblicherweise den Begriff Kohlensäure und nicht Kohlendioxid) sehr schmal sind. Einen der Fehler von Arrhenius beschreibt Ångström so (die Schreibweise entspricht dem Originaltext, die Hervorhebung ist von mir): „… findet Hr. Arrhenius für die Kohlensäure eine Absorption, die über den grössten Teil des ultraroten Spectrums verbreitet ist. Dass unter diesen Umständen die Berechnung der quantitativen Werte der Absorption sehr fehlerhaft ausfallen muss, ist ziemlich klar.“ Mir ist das auch klar, vielen Klimaforschern offenbar deshalb nicht, weil Fakten keine Rolle spielen, solange eine Behauptung ins politische Konzept passt.
Ångström schreibt auch, dass sich an der Absorption durch Kohlendioxid in der Atmosphäre nicht viel ändert, wenn man die CO2-Menge auf 20 % des damaligen Wertes reduziert, was richtig ist. Arrhenius hat dagegen behauptet, „die Veränderungen in der Absorption würden colossal mit dem Kohlensäuregehalt variiren“ was natürlich falsch ist, wie fast alles, was von Arrhenius stammt.
Friedrich Paschen hat bereits 1894 nachgewiesen, dass eine 7 cm dünne Schicht Kohlendioxids die Strahlung in dessen Hauptband komplett absorbiert (https://tinyurl.com/ybqwu83z). Er hat entscheidend an der experimentellen Bestätigung des Strahlungsgesetzes von Max Planck mitgearbeitet und war einer der besten Physiker und Messtechniker seiner Zeit. Deshalb wurde er 1924 Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, der heutigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paschen_(Physiker)). Die Arbeiten von Arrhenius zur Kohlendioxid-Absorption gerieten anschließend zu Recht in Vergessenheit. Dass sich heute kaum jemand an Knut Ångström und Paschen erinnert und Arrhenius dafür in aller Munde ist, finde ich sehr merkwürdig.
In Arrhenius Buch „Worlds in the Making” (https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/42) steht auf Seite 42, dass es am Südpol mit durchschnittlich -10 °C um 10 °C wärmer sei als am Nordpol. Damit lag er um schlappe 40 °C daneben (die mittlere Temperatur am Südpol ist etwa -50 °C)! Soviel zu seinem Verständnis von der Erdatmosphäre.
Auf Seite 48 beschreibt er, wie er auf die Mitteltemperatur der Venus von 40 °C kommt. Tatsächlich sind es 464 °C! Bei der Mitteltemperatur für den Mars lag er „nur“ um 93 °C daneben. Ein echter Klimaexperte eben… Wie kommt jemand auf die Idee, anzunehmen, dass die von Arrhenius „berechneten“ 4 °C Tempera­tur­erhöhung auf der Erde bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts der Atmosphäre auf physikalischen Zusammenhängen basieren (https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/52)?
Allemal interessanter ist auf Seite 56 sein Zitat des polnischen Botanikers Godlewski, der bereits 1872 das Pflanzenwachstum bei unterschiedlichem CO2-Gehalt der Luft untersuchte und feststellte, dass es bei den von ihm untersuchten Pflanzen proportional mit dem CO2-Gehalt zunimmt. Mehr CO2 ist besser!
In seinem Aufsatz „On the Influence of Carbonic Acid in the Air upon the Temperature of the Ground” aus dem Jahr 1896 (https://tinyurl.com/y5h2vavg) geht Arrhenius am Ende auf mögliche Ursachen für das Auftreten von Eiszeiten ein und behauptet, dass diese durch einen Rückgang des CO2-Gehalts um 38 bis 45 % entstanden sind. Diese Theorie wurde bereits vor mehr als 100 Jahren widerlegt von Knut Ångström, Eva von Bahr, Emanuel Kayser und anderen (https://tinyurl.com/y3knmjj6).
Arrhenius nennt in seiner Arbeit auch die Theorie des schottischen Wissenschaftlers James Croll über die Exzentrizität der Erdbahn um die Sonne als Ursache für die Eiszeiten. Croll beschrieb 1864, dass die Exzentrizität dazu führt, dass in periodischen Abständen von zigtausend Jahren die Arktisregion weniger intensiv von der Sonne beschienen wird, die Schnee- und Eisflächen deshalb größer werden und dadurch mehr Sonnenstrahlung reflektiert wird, was die Abkühlung verstärkt. Arrhenius lehnte diese Theorie rundwegs ab. 1924 hat der serbische Ingenieur Milanković die Schwankungen der Exzentrizität und Präzession der Erdbahn um die Sonne und die Schwankung der Erdachsenneigung genauer berechnet und die Übereinstimmung mit den Eiszeitzyklen nachgewiesen. Arrhenius lag also auch hier falsch.  
Arrhenius irrlichterte auch bezüglich Panspermie, Immunchemie und Astrophysik (mit falschen Theorien zu Kometen, Nordlichtern, der Sonnenkorona und Zodiakallichtern). Das findet man alles im englischen Wikipedia-Artikel über ihn (https://en.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius). Er war außerdem im Vorstand der Schwedischen Gesellschaft für Rassenhygiene, was interessanterweise nicht im deutschen Wikipedia-Artikel über ihn steht.

4. Frage zu Treibhauseffekt und Umweltüberwachungssystem im Denken der Freiherren von Weizsäcker im Jahre 1971

‌Lieber Freiherr von Weizsäcker,
wie Sie aus meinem Schreiben, auf welches Frau Thiele mit der Äußerung, die Sie beanstandet haben, antwortet (s. unten, unter Frau Thieles Schreiben), sowie aus meiner Antwort darauf (s. unter vorliegener Mail) ersehen können, bin ich der Meinung, dass Frau Thiele ihre Hypothese nicht genügend belegt hat. Vielleicht möchten Sie uns helfen, diese These zu prüfen, zu bestätigen oder zu widerlegen.
Wir haben bemerkt, dass in dem ersten Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971 (Drucksache VI/2710) schon behauptet wird, dass die Steigerung der Kohlendioxyd-Konzentration den Wärmehaushalt der Atmosphäre beeinflusse (S. 22). Auf derselben Seite steht, dass die Vereinten Nationen ein weltweites Umweltüberwachungssystem anstrebten, wobei die Bundesregierung sie unterstützen wolle. Sie wissen, dass ich sehr für den Umweltschutz, vor allem für den Natur-, Landschafts-, Tier-, Gesundheits- und Artenschutz, bin. Nun sieht jedoch das weltweite Umweltüberwachungssystem, das sich mehr und mehr herausbildet und für welches die Annahme der Schädlichkeit von CO2 zentral ist, zumindest in meinen Augen, eher wie ein weltweites Bürgerüberwachungssystem aus, das die Funktion erfüllt, „über CO2 die Menschen in Haftung zu nehmen“, wie Frau Thiele es ausgedrückt hat.
Meine Frage an Sie lautet: Haben Ihr Vater und Sie selbst – Sie waren damals in Heidelberg – sich um 1971 schon für die von der Bundesregierung sowie von der DPG mit Aufmerksamkeit bedachten Themen der Steigerung der Kohlendioxyd-Konzentration und der Entstehung eines weltweiten Umweltüberwachungssystems interessiert? 
Diese Frage erlaube ich mir zu meinen vier Fragen zu Ihrem Abriss zur Physik der Klimaveränderung hinzuzufügen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr René Sternke

Prof. Dr Ernst Ulrich Freiherr von Weizsacker 2014 als Präsident des Club of Rome (Quelle: RALF D. TSCHEUSCHNER STELLT ERNST ULRICH VON WEIZSAECKER EINE FRAGE ZUR GROSSEN TRANSFORMATION 2014, https://www.youtube.com/watch?v=_pT0fKHUNDU&ab_channel=RalfD.Tscheuschner, Screenshot)

Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

Werbung
Standard

2 Gedanken zu “Korrespondenz mit Ernst Ulrich Freiherrn von Weizsäcker über Existenz und Hervorbringungsweise des Treibhauseffekts

  1. Hanna Thiele schreibt:

    Um die politische Wirkmächtigkeit der Familie Weizsäcker zu erfassen, ist es sinnvoll, das Wirken eines weiteren Sohnes des Physikers Carl Friedrich von Weizsäcker einzubeziehen, das des Ökonomen Carl-Christian von Weizsäcker, der mit seiner Allmende-Lehre eine wesentliche Weichenstellung beisteuerte, um über das Gerechtigkeitssystem seines Vaters „one man – one property“ die entscheidende Säule der Demokratie „one man – one vote“ zu schleifen und den demokratischen Rechtsstaat zu einem völlig neuen Gesellschaftssystem zu transformieren.

    Das System „one man – one property“ brauchte eine Maßeinheit.
    Man hat das harmlose CO2 ausgeguckt, denn es eignet sich als Äquivalent für jede Art menschlichen Tuns.

    Mit „one man -one property“ ist der Begriff des „Volkseigentums“ zurück!
    Die Enteignung ist zurück!
    Man nimmt alles weg, was zu Gottes schöner Natur gehört und gibt es einer zentralen Bürokratie zur Verwaltung in die Hände, die jeden in das Prokrustesbett einer viel zu knappen Rate von CO2-Zuteilungen preßt, um unsere Natur zu Geld zu machen (was man unter den Vasallen verteilt, die wiederum darüber wachen, daß niemand den Trick offenbart).

    Wer mit seinen Einheits-CO2-Zuteilungsrechten nicht auskommt, der muß zahlen für den „sozialen Schaden“, den er dadurch anrichtet.
    Edenhofer spricht heute in der FAZ von 100 Euro je Tonne, avisiert für die 2. Hälfte dieses Jahrhunderts bereits 800 Euro pro Tonne.

    Wer schon jetzt unter den Kosten für die elementaren Güter des Daseins wie Energie und Ernährung stöhnt, kann sich vorstellen, was die volkseigene Klimarettungsgesellschaft uns demnächst noch bescheren wird.
    Im Gegensatz zum Ende der DDR wird uns keiner auffangen mit harter Währung.
    Wer überleben will, sollte sich nicht von CO2-Panikmachern ins Bockshorn jagen lassen.

    Im übrigen offenbart die Argumentation der Kernenergieverfechter ganz klar, warum deren Physiker in der CO2-Panikmache ein Vehikel sehen, Gegenstimmen zum Verstummen zu bringen, selbst bei den Grünen.
    Nun sind Kernkraftwerke wieder „in“, die CO2-Bürokratie als ihr fataler Pferdefuß bleibt.

    Gefällt mir

  2. No_NWO schreibt:

    Es wird ein Verwirrspiel getrieben mit den Begriffen Wärme und Temperatur. Wärme hat nichts, aber auch ÜBERHAUPT NICHTS zu tun mit Temperatur. Abhängig einzig und allein von ihrer chemischen Beschaffenheit speichern Körper von gleicher Masse und gleicher Temperatur ganz unterschiedliche Mengen von Wärme. Siehe die allbekannte Tabelle der jeweiligen „spezifischen Wärmekapazitäten“ unterschiedlich beschaffener Körper. An der Spitze liegt Wasser mit einem Wert von 4,1868 kJ/kg pro 1 Grad Temperaturerhöhung.

    Was ja auch der Alltagserfahrung entspricht. Manches wird eben „schneller“ heiß als anderes. Wie z.B. Metall, daß weit schneller heiß wird als Wasser.

    Das Verblüffendste aber ist die freiherrliche Dreistigkeit, eine hohe Wärmekapazität des COzwei als Beleg für dessen Eigenschaft heranzuziehen, die Erdatmosphäre zu erwärmen. Das genaue Gegenteil wäre der Fall. DEEP FAKE PHYSICS, einfach nur zum Auslachen solche Physiker. Wirrköpfe.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s