„Diskussion über den Treibhauseffekt mit dem Ehrenpräsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker begonnen“

Schreiben an die WELT-Journalisten Bojanowski und Wetzel vom 2. August 2022

Sehr geehrter Herr Bojanowski,
sehr geehrter Herr Wetzel,
Frau Thiele, Prof. Dr. Kramm (University of Alasky Fairbanks) und ich haben eine Diskussion über den Treibhauseffekt mit dem Ehrenpräsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker begonnen, die zum Teil auf meinem Blog veröffentlicht ist. Herr von Weizsäcker schrieb, dass meine Behauptung, dass es keine öffentliche Debatte über die Existenz und physikalische Wirkungsweise des Treibhauseffekts gibt, übertrieben sei. Ich habe mich dazu in meiner Antwort an ihn geäußert und Sie beide ausdrücklich als Verhinderer einer öffentlichen Debatte benannt, denn die Verhinderer öffentlicher Debatten zu problematischen Themen sind nicht die Vertreter konträrer Meinungen, sondern die Journalisten, die sich nicht mehr als vierte Gewalt, sondern als verlängerter Arm der Exekutive verstehen: https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2022/08/02/forderung-nach-einer-offentlichen-debatte-uber-existenz-und-wirkungsweise-destreibhauseffekts/
Mit freundlichen Grüßen
Dr. René Sternke

Schreiben des Ehrenpräsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker vom 2. August 2022

Lieber Herr Dr. Sternke,

Ich muss Ihre untenstehende* Aussage korrigieren: Ich habe keinerlei Interesse an einer Fortsetzung dieser Debatte. Ich habe Ihnen und Frau Thiele zugestanden, dass man bei wichtigen Fragen eine öffentlich sichtbare Diskussion erlauben soll. Aber ich kann als Biologe nicht als der Exponent der Details der atmosphärischen Erwärmung dienen. Es gibt weltweit Tausende von Klimaforschern, die die Fakten genauer kennen als ich. In Deutschland z.B. Prof. Hartmut Graßl, Prof. Mojib Latif, Prof. John Schellnhuber, Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner, Prof. Wolfgang Lucht, Prof. Stefan Rahmstorf, Prof. Karl-Martin Hentschel. In meinem klimapolitischen Buch „So reicht das nicht“, aus dem die Bilder stammen, die ich Ihnen geschickt habe, zitiere ich die Autoren der Bilder und der zugehörigen Fachleute mit nachvollziehbarer Quelle. In meinem Buch nenne ich Prof. Hans Oeschger, Prof. Claude Lorius sowie die Publikation von Timothy Canty et al. An empirical model of global climate. Wer diesen Koryphäen partout nicht folgen will, darf seine Meinung ausposaunen. Wenn echte Fachleute die Zeit aufbringen, diese Meinung zu widerlegen, schön. Aber ich habe nicht die Zeit und nicht die Kompetenz, die Gegenbehauptungen zu prüfen und ggf. zu widerlegen.

Aber täglich mit Äußerungen bombardiert zu werden, die dem weitgehenden wissenschaftlichen Konsens widersprechen, ist für mich ärgerlich und reine Zeitverschwendung. Auch die Gegenbehauptungen zur Klimawissenschaft des Nobelpreisträgers Svante Arrhenius finde ich irritierend. Was mich natürlich besonders irritiert, ist die ständige Nennung des Namens Weizsäcker. Unsere Familie ist nicht der Erfinder der Faktenlage zur Rolle des CO2 für die globale Erwärmung. Aber wir halten uns routinemäßig an die weitestgehend bewiesene Faktenlage.

Viele Grüße

Ernst v. Weizsäcker

*) Hier obenstehend, da die Emails chronologisch geordnet wurden (Anm. von René Sternke)

Schreiben an den Ehrenpräsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker vom 3. August 2022

L‌ieber Herr von Weizsäcker,
ein physikalischer Effekt ist eindeutig definiert. Wenn es den Treibhauseffekt tatsächlich gibt, muss seine Wirkungsweise beschrieben werden können. Um eine solche Beschreibung bitte ich Sie höflich. Dazu müssen Sie keine Gegenbehauptungen widerlegen. Sie berufen sich in Ihrem Buch auf den „großen Pionier“ Arrhenius, der Mitglied der Schwedischen Gesellschaft für Rassenhygiene war.* Er sagt, dass die Atmosphäre Eigenschaften habe, die denjenigen von Glas ähneln. Das ist unzutreffend und seine Auswertung der Messungen Tyndalls ist nicht korrekt. Aus den Forschungen von Planck, Einstein und Ehrenfest geht hervor, dass es ein Strahlungsgleichgewicht an der Grenzfläche zwischen Atmosphäre und All gibt. Damit ist in der Atmosphäre kein Platz für einen Treibhauseffekt. Natürlich, wer so etwas sagt, bekommt das Etikett „Klimaleugner“ aufgeklebt und wird an den Pranger gestellt. Der Begriff „Klimaleugner“ ist ein Kampfbegriff wie „Volksfeind“ und „Klassenfeind“. Jede wissenschaftliche Weltanschauung, die als Herrschaftsideologie eingesetzt wird, bereitet den Boden für solche Totschlagbegriffe. Die Deutsche Physik des Dritten Reichs hat die Forschungen der Juden Einstein und Ehrenfest verworfen, weil sie jüdisch und „unanschaulich“ seien. Ihr Vater als einer der besten Kenner der Quantenphysik muss die Forschungen von Einstein und Ehrenfest gekannt haben und er muss gewusst haben, dass ein Treibhauseffekt aufgrund der „Quantentheorie des Strahlungsausgleichs der Atmosphäre“ von Einstein und Ehrenfest überhaupt nicht möglich ist. Dennoch hat er behauptet, dass er existiere. Er hat sich dabei im Gegensatz zu dem, was Sie sagen, nicht „routinemäßig an die weitestgehend bewiesene Faktenlage“ gehalten, sondern er hat vorgegeben, dass er selbst keine Kenntnisse hätte, die er als exzellenter Quantenphysiker sehr wohl besaß, und von „vermuteten Effekten“ gesprochen: „Das würde bedeuten, dass Klimaveränderungen grossenteils hierdurch hervorgebracht würden; man spricht manchmal als Schreckgespenst von einem Abschmelzen der Eiskappen, zumal der Antarktis, auch in Grönland, was eine Hebung des Meeresniveaus bis zu 15 Meter – wie gesagt wird – zur Folge haben könnte; dann gibt es wieder Leute die sagen, das dauert aber zehntausende von Jahre und das mag auch richtig sein. Ich vermag wiederum diese Frage mit meinen Kenntnissen nicht adäquat zu beantworten, aber die Grössenordnung der vermuteten Effekte ist so, dass es mir sehr viel lieber wäre, wir würden das Experiment nicht machen.“ Bitte holen Sie einen oder mehrere der besten Klimaforscher, die Sie bei Ihrem Buch „So reicht das nicht“ beraten haben, in unsere Runde, damit er uns erkläre, wie der Treibhauseffekt funktioniert und wie der Treibhauseffekt mit den Erkenntnissen der Quantentheorie des Strahlungstheorie vereinbar ist. Wir haben mit Prof. Dr. Kramm und Dr. Dr. Dlugi zwei ausgezeichnete Kenner der Theoretischen Physik und der Theoretischen Meteorologie in unserer Runde. Die Kontroverse um Existenz und Wirkungsweise des Treibhauseffekts, die in der Öffentlichkeit durch das wissenschaftsfeindliche Diktat eines „wissenschaftlichen Konsenses“ unterdrückt wird, muss wenigstens in dieser kleinen halböffentlichen Runde, in der eine freundliche und achtungsvolle Kommunikation noch möglich ist. geführt werden. Bitte nehmen Sie die Einladung zu einer fairen Auseinandersetzung an, in der Gedanken ausgetauscht und Argumente geprüft werden sollen. Die Zeit der totalen Repression wird früh genug kommen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr René Sternke
P.S. Ich blogge die beiden Mails von mir sowie Ihren Einspruch mit der Bitte um Ihre freundliche Erlaubnis, wobei anzumerken ist, dass die Suchmaschinen meinen Blog seit Kurzem nicht mehr gut finden.

*) Er war sogar Vorstandsmitglied.

Carl Friedrich von Weizsäcker – Die Quantentheorie verstehen – Teil A: Vortrag (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=YdQnCs9QjdE&ab_channel=MartinImmanuelKober, Screenshot)

Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

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Ein Gedanke zu “„Diskussion über den Treibhauseffekt mit dem Ehrenpräsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker begonnen“

  1. No_NWO schreibt:

    Als man noch zur Kirche ging, wußte man wenigstens noch, daß man glaubt. Heute geht das so: Ich glaube an den einen Gott, die Wissenschaft, und an Harald Lesch, der mir erklärt, was mein Gott von mir verlangt.

    Immanuel Kant behauptete, es gebe „dumme Gelehrte“. Gelehrsamkeit ließe sich durch eifriges Studium erwerben, Urteilskraft nicht. Diese sei eine natürliche Gabe; der eine habe sie, der andere nicht. Urteilskraft ermögliche zu entscheiden, ob ein Phänomen unter die Geltung eines wissenschaftlichen Prinzips falle. Ein Beispiel ist der 2. Hauptsatz der Wärmelehre: Kälteres könne die Temperatur von Wärmerem nicht erhöhen.

    Atmosphärische Gase sind das Kältere, die Erdoberfläche das Wärmere. Interessant, nicht!? Aber vielleicht war Kant bloß ein großspuriger Schwätzer. „Dumme“ Wissenschaftler!? Wäre ja lustig. Oder auch nicht, denn wie könnten wir dann sicher wissen, was wir glauben sollen.

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