Fridays for Future – Funktionalisierung von Kindern

Unterzeichnen und verbreiten Sie bitte die Petition Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!

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Als ich in Frankreich am Gymnasium unterrichtete, streikten einmal die Schüler. Einer meiner Schüler, Gauvin, streikte mit. Die übrigen Schüler kamen aufgekratzt zum Unterricht, stürzten dann ans Fenster, um den Zug der Streikenden vorbeiziehen zu sehen, und jubelten, als sie Gauvin unter den Aufmüpfigen erblickten. Niemand hatte die Kinder zum Streik angestiftet. Weiterlesen

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Windparks, Infraschall und Anstieg der Selbstmordrate

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Eric Zou zählt zu den brillantesten jungen Wissenschaftlern unserer Zeit. Er ist seit diesem Jahr Assistant Professor an der University of Oregon. Sein Forschungsgebiet ist Ökonomie der Umwelt-verschmutzung. Er ist Absolvent des Cornell Institute for China Economic Research der Cornell University. Im September 2018 reichte er, noch als Postdoktorant am Cornell Institute, bei der Fachzeitschrift „American Economic Journal: Economic Policy“ den Aufsatz „The Impact of Wind Farms on Suicide“ [Die Auswirkungen von Windparks auf den Selbstmord] ein. Weiterlesen

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Infraschall – Videos mit Erfahrungsberichten Betroffener

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Nachstehend finden Sie eine Auswahl von Videos mit Zeugnissen von Menschen, deren Gesundheit durch den Windkraftbetrieb und insbesondere durch den von Windkraftanlagen ausgehenden Infra-schall geschädigt worden ist. Weiterlesen

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Peer Review und Infraschall

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In meiner Anfrage an die Präsidentin des Bundesumweltamts zur Unabhängigkeit der Arbeit des Bundesumweltamts habe ich festgestellt, dass die Forschungsliteratur zum Thema Infraschall in den Publikationen des Bundesumweltamts nur selektiv wahrgenommen wird. Weiterlesen

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Flächenkulisse statt Lebensraum – Windkraftausbau statt Gesundheit

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Im März dieses Jahres veröffentlichte das Bundesumweltamt die Broschüre „Auswirkungen von Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen. Auswertung im Rahmen der UBA-Studie ‚Flächenanalyse Windenergie an Land’“ Weiterlesen

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Meine Anfrage an die Präsidentin des Bundesumweltamts zur Unabhängigkeit der Arbeit des Bundesumweltamts

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Sehr geehrte Frau Krautzberger,

gestatten Sie mir einige Vorbemerkungen, bevor ich zu meiner eigentlichen Anfrage komme.

In Ihren Publikationen des Bundesumweltamtes zum Thema Infraschall „Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen“ und „Technische Maßnahmen zur Minderung akzeptanzhemmender Faktoren der Windenergienutzung an Land“ nehmen Sie nur einen kleinen Ausschnitt aus der sehr umfangreichen Forschungsliteratur zum Thema zur Kenntnis. Sowohl Ihre Bibliographien als auch Ihre Abhandlungen selbst sind angesichts des großen Umfangs der Forschungsliteratur zu knapp, um das Thema adäquat wissenschaftlich zu behandeln.

Ihre Arbeitsweise ist unwissenschaftlich: Sie wählen in erster diejenigen Publikationen aus, die Argumente gegen eine gesundheitsschädigende Wirkung des von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschalls vortragen. Sie übernehmen diese Argumente sogar dann noch, wenn sie bereits durch andere Forschungsarbeiten widerlegt wurden. Sie vernachlässigen dagegen in Ihrer Auswahl vor allem solche Publikationen, die Argumente zum Nachweis der gesundheitsschädigenden Wirkung des von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschalls vortragen. Sie heben in ihrer Argumentation, diejenigen Argumente hervor, die gegen die gesundheitsschädigende Wirkung des von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschalls vorgetragen werden, und sie bemühen sich in Ihrer Argumentation, diejenigen Argumente zu entkräften, die den Nachweis der gesundheitsschädigenden Wirkung des von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschalls führen.

Eine willkürliche oder zufällige Selektion der Forschungsliteratur und eine willkürliche oder zufällige Gewichtung der Argumente entsprechen nicht den Standards wissenschaftlichen Arbeitens. Anstatt alle Argumente vollständig zu erfassen, sie in einer Schlussfolgerung zusammenzufassen und offengebliebene Fragen zu benennen, tragen Sie eine Argumentation vor, die auf eine Minimierung der Gefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall abzielt. Sie argumentieren wie eine Anwältin, die die Interessen ihrer Mandantschaft vor einem Gericht vertritt. Diese Mandantschaft bilden offenbar nicht die möglicherweise durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall in ihrer Gesundheit geschädigten Bürger.

Eine wissenschaftliche Arbeit muss widerspruchsfrei argumentieren. Sie schließen mögliche gesundheitsschädigende Wirkungen des von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschalls nicht aus und schlussfolgern gleichzeitig, dass solche Wirkungen nicht anzunehmen sind. Sie weisen darauf hin, dass durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall verursachte chronische Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden können, weil Langzeituntersuchungen fehlen, und räumen damit ein, dass Ihnen die Grundlage zu einer Einschätzung darüber fehlt, ob der von Windkraftanlagen ausgesandte Infraschall chronische Krankheiten hervorruft oder nicht; dennoch treffen Sie eine solche Einschätzung und schlussfolgern, dass der von Windkraftanlagen ausgesandte Infraschall nicht gesundheitsschädigend ist.

Sie begründen Ihre Einschätzung der Gefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall mit dem Fehlen von Forschungen, die eine Beurteilung der Sachlage gestatten, d. h. Sie begründen Ihre Einschätzung inhaltlich mit dem Fehlen der Grundlage dafür, eine solche Einschätzung überhaupt zu treffen. Diese Art des Schlussfolgerns ist nicht wissenschaftlich.

Sie berufen sich mehrfach auf den aktuellen Forschungsstand und kennen diesen gar nicht, denn Sie nehmen die Forschung nicht in ihrem vollen Umfang zur Kenntnis.

Eine wissenschaftliche Arbeit widmet sich einem bestimmten Thema. Das Thema der älteren der beiden genannten Publikationen ist die Einschätzung der Gefährdung durch u.a. den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall. Sie wechseln am Ende der Publikation das Thema und nehmen eine Abwägung zwischen verschiedenen Formen der Energiegewinnung vor. Natürlich ist ein Exkurs zu einem anderen Thema in einer wissenschaftlichen Abhandlung zulässig. Unterschiedliche Themen sind jedoch deutlich zu trennen. Sie handeln dieses zweite Thema noch knapper ab als das erste. Dennoch messen Sie dieser Abwägung eine so große Bedeutung bei, dass Sie die Abwägung zwischen verschiedenen Formen der Energiegewinnung in eine Abwägung zwischen der Energiegewinnung als unverzichtbarem Gut und der Gesundheitgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall übergehen lassen. Ihre ursprüngliche Themenstellung bestand jedoch darin, zu prüfen, ob die Aussendung von Infraschall durch Windkraftanlagen die Gesundheit der Anwohner schädigt und einen Verstoß gegen das Grundgesetz darstellt, das den Bürgern ihre körperliche Unversehrtheit garantiert. Dieses Thema hätte unabhängig von anderen Themen behandelt werden müssen, denn es ist nicht plausibel, dass die Vorteile der Energiegewinnung durch Windkraft einen Einfluss auf die Einschätzung der Gesundheitsgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall haben könnten. Die Anpassung der Schlussfolgerungen einer wissenschaftlichen Untersuchung an Ziele und Zwecke, die außerhalb dieser Untersuchung liegen, ist nicht wissenschaftlich.

Der Gegenstand Ihrer zweiten Abhandlung ist nicht mehr die mögliche Gesundheitsgefährdung durch Windkraftanlagen, sondern die Schaffung der Akzeptanz für Windkraftanlagen. Es ist verwunderlich, dass Sie das Thema der Akzeptanz behandeln, obwohl Sie das Thema der Gesundheitsgefährdung, das unmittelbar in Ihren Zuständigkeitsbereich, den Schutz der menschlichen Gesundheit vor unerwünschten Einwirkungen aus der Umwelt, fällt, nur ungenügend behandelt haben. Da Sie aufgrund Ihrer unwissenschaftlichen Vorgehensweise zu dem Schluss kommen, dass keine Gesundheitsgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall besteht, kommt Infraschall im Resümee unter den akzeptanzhemmenden Faktoren bei der Windenergienutzung an Land nicht vor.

Dem ist entgegenzuhalten, dass die Sorge der Bürger in Bezug auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall durch Ihre flüchtige und oberflächliche Behandlung des Themas nicht ausgeräumt werden kann, dass sie nicht nur weiterhin besteht, sondern sogar das zentrale Argument gegen eine Akzeptanz von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohnbebauungen, Tierhaltungen und Lebensräumen geschützter Arten bildet.

Meine Anfrage wird weiterhin durch folgenden Umstand motiviert. Der Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE) Hermann Albers formulierte folgende Forderung: „Auffällig ist die Zahl von Klagen, die erst in jüngster Zeit auf Landes- und Bundesebene anerkannte Verbände anschieben. Hier müssen sowohl das Umweltbundesamt als auch die Anerkennungsbehörden der Länder noch einmal die Kriterien für die Anerkennung als anerkannte Umweltvereinigung überprüfen.“

Ich bitte Sie höflich, folgende Anfrage zu beantworten:

1. Beabsichtigt das Bundesumweltamt eine Studie zum Thema ‚Gesundheitsgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall‘ in Auftrag zu geben, die wissenschaftlichen Standards genügt, und eine Einschätzung auf der Grundlage einer solchen wissenschaftlichen Klärung zu treffen?

2. Warum wird der Betrieb von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohnbebauungen, Tierhaltungen und Lebensräumen geschützter Arten nicht solange untersagt, bis eine wissenschaftliche Klärung der Frage ‚Gesundheitsgefährdung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall‘ durch das Bundesumweltamt stattgefunden hat? Warum wirkt das Vorsorgeprinzip nicht?

3. Wird das Bundesumweltamt der zitierten Forderung des Präsidenten Bundesverband WindEnergie (BWE) Hermann Albers Genüge leisten?

4. Welchen Einfluss haben der Bundesverband WindEnergie (BWE) und andere Vertreter der Branche auf die sachlichen Einschätzungen des Bundesumweltamts?

5. Inwieweit ist das Bundesumweltamt von politischen Vorgaben bei der Beurteilung sachlicher Zusammenhänge abhängig?

Ich danke Ihnen für Ihre Mühe vielmals im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. René Sternke

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Maria Krautzberger, Präsidentin des Bundesumweltamts (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/das-uba/wer-wir-sind/organisation/praesidentin Copyright: PhotostudioD29)

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Der Bundesverband WindEnergie will dem Artenschutz den Todesstoß geben

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Die Forderung des Präsidenten Bundesverband WindEnergie (BWE) Hermann Albers

„Bemerkenswert ist, dass in 60 Prozent der erfassten Fälle Umwelt- und Naturschutzverbände prozessieren, dabei ist klar: Klima- und Artenschutz kann nur mit Erneuerbaren Energien gelingen. Auffällig ist die Zahl von Klagen, die erst in jüngster Zeit auf Landes- und Bundesebene anerkannte Verbände anschieben. Hier müssen sowohl das Umweltbundesamt als auch die Anerkennungsbehörden der Länder noch einmal Weiterlesen

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Infraschallreichweite – 20km bei Überwachungssystemen und keine 700m bei Menschen?

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Der Infraschall einer Windkraftanlage wirkt über 20km weit. Die Quelle, auf die ich mich beziehe, ist nicht etwa die Website einer Bürgerinitiative gegen Windkraft, Weiterlesen

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Infraschall – die Wahrheit dringt ans Licht

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Die volle Dröhnung

In der Frankfurter Allgemeinen Woche vom 19. Juli (S. 42f.) hat Michael Ashelm eine leicht verbesserte Fassung seines Artikels „Aufstand gegen die Windkraft“ publiziert. Der Titel „Die volle Dröhnung“ lässt vermuten, dass er der Gesundheitsschädigung durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall vielleicht doch nicht nur hypothetischen Charakter zuspricht. Es kommen ein paar Fakten mehr vor. Weiterlesen

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Sommerreise durch die Windfelder oder: Mensch und Natur im Einklang mit der Windkraft?

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Die Landesregierung von Mecklenburg Vorpommern vertritt die Auffassung, dass Windparks touristische Attraktionen seien (vgl. meinem Beitrag „Zur positiven Wirkung der erneuerbaren Energien auf den Tourismus“). Diese Auffassung war mir immer wie der größte Irrsinn vorgekommen, da ich niemanden kenne, der in der Nähe eines Windparks Urlaub machen wollte.

Nun hat Stephan Stallmann in Emmertal tatsächlich ein Exemplar ausfindig gemacht, dass eine Sommerreise durch die Windfelder unternimmt und sich auf einer „Klimatour“ von einem Windpark im Bus (vermutlich CO2-frei) zum nächsten karren lässt. Es handelt sich um den niedersächsischen Energieminister Olaf Lies (natürlich SPD). NWZ online veröffentlichte darüber einen Artikel mit dem Titel „Sommerreise des Energieministers“. Diesen Artikel von Lars Laue muss man unbedingt lesen! Man muss allerdings vorher seinen Kinnladen festbinden, weil er bei der Lektüre unweigerlich herunterklappen wird und vielleicht sogar ausgerenkt werden könnte.

Es wird beschrieben, wie dieser SPD-Politiker oben auf ein Windrad hinauffährt und dabei im Fahrstuhl „begeistert von der Anlage“ Interviews gibt, in denen er die üblichen hohlen Phrasen der Lobbyisten der Branche von sich gibt, als ob es seine persönlichen Gedanken und Eindrücke wären. „Er freue sich, wenn er Windenergieanlagen sehe, sagt Lies, auch wenn die Windparks natürlich in Einklang mit Mensch und Natur gebracht werden müssten.“

Lars Laues letzter Absatz lautet: „Zurück auf dem ostfriesischen Acker neben dem Stromproduzenten mit einem Rotordurchmesser von 127 Metern gibt Lies sich gewohnt bodenständig. ‚Ich hätte da oben gern noch einen Tee getrunken.‘ Doch der ‚Klimatour-Bus‘ wartet schon und rollt, kaum ist der Minister an Bord, weiter in Richtung Bürgerwindpark Hinte.“

Wichtig an diesem Zeugnis ist, dass selbst solch ein Mensch, bei dem nicht mehr unterscheidbar ist, kann ob es sich um eine Marionette der Windindustrie oder eine Mutante des postmodernen technischen Zeitalters handelt, noch einräumt, dass die Windparks sich nicht im Einklang mit Mensch und Natur befinden. Sie sind inhuman und naturzerstörend.

Wie aber können die Windparks mit Mensch und Natur in Einklang gebracht werden?

Als ich 2016 in Ferdinandshof mit Christian Pegel, dem Energieminister von Mecklenburg-Vorpommern, diskutierte, vertrat er die Auffassung, dass sich die Wahrnehmung der Menschen mit der fortschreitenden Veränderung ihrer Umwelt verändern und an diese veränderte Umwelt anpassen werde, sodass sie sich an die Windräder gewöhnen und sie irgendwann nicht mehr als etwas Besonderes oder gar Störendes in der Landschaft wahrnehmen würden. Trifft diese Hypothese zu, würde das bedeuten, dass die Menschen eine Landschaft ohne Windräder, die viele heute als Heimat fühlen, irgendwann einmal als leer und sinnlos empfinden könnten.

In jener Zeit waren die Windräder für mich noch in erster Linie ein ästhetisches Problem und ich frage mich noch heute, was man dem postmodernen ästhetischen Relativismus eines Christian Pegel für Argumente entgegensetzen kann. Ich könnte mich auf Kant und Goethe berufen, für die das Naturschöne noch das Paradigma der Schönheit war. Ich könnte mich auf Botho Strauss berufen, für den die Windparks „die Auslöschung aller Dichterblicke der deutschen Literatur von Hölderlin bis Bobrowski“ sind und der die Geschäfte-macher der Windindustrie und ihre Komplizen „die Schänder der Landschaftsseele“ nannte.

Mit den Worten „Auslöschung aller Dichterblicke“ deutet Strauß die Landschaft als zentralen Teil unseres (wenn das Wort noch erlaubt ist:) nationalen kulturellen Erbes. Mit dem Ausdruck „Landschaftsseele“ verweist Strauß auf die Bedeutung der Landschaft als Bild und Gleichnis unser inneren Welt. Mit den Landschaften vernichten wir unseren inneren Reichtum. Lothar Meyer, einer der Unterzeichner der Rotmilan-Petition, drückte das so aus: „zerstörte Landschaften schädigen auch Menschen“. In der „Kritik der Urteilskraft“ sieht Kant die Fähigkeit, das Naturschöne zu empfinden, als Voraussetzung für die Fähigkeit an, moralisch zu empfinden.

Tatsächlich schreitet der ästhetische Relativismus Hand in Hand mit einem ethischen Relativismus voran und selbst Intellektuelle in meinem Umfeld, mit denen ich diskutiert habe und die an den schmutzigen Geschäften mit der Windkraft nicht beteiligt sind, halten es für vertretbar, dass andere Menschen durch den von Windkraftanlagen ausgesandten Infraschall in ihrer körperlichen Unversehrtheit geschädigt werden, damit CO2-arm Energie produ-ziert wird. Diesen Standpunkt vertritt auch das BUA, das zwischen Gesundheit und Windkraft abwägt (vgl. Infraschall – das, was man nicht hört und wovon man nichts wissen will). CDU, SPD und Linke im brandenburgischen Landtag umschreiben die Körperverletzung euphemistisch mit dem Wort „Beeinträchtigungen“ und auch Olaf Lies umspielt diesen Punkt mehr oder weniger elegant, wenn er vom fehlenden „Einklang [der Windkraft] mit Mensch und Natur“ spricht. FAZ und Focus eiern herum. Ich glaube sogar und befürchte, dass es sich bei der Opferung der Landbevölkerung um einen stillen (unausgesprochenen) gesellschaftlichen Konsens handelt.

Es wäre durchaus vorstellbar, dass man den Einklang der Windkraft mit Mensch und Natur herstellt, indem man, den Menschen als Maß aller Dinge nehmend, Windkraftanlagen von einer solchen Größe produziert, dass sie mit Mensch und Natur verträglich sind. Mein etwas abseits vom Dorf wohnender Nachbar Jens Kalanke hat solche Anlagen. Hier könnte zumindest auf dem Lande und vielleicht auch in den Städten ein Teil der Energieversorgung geleistet werden. Aber so etwas wird nicht gefördert, wie man auch die Förderung für kleinere von Privatleuten betriebene Fotovoltaikanlagen zurückfährt, weil es um „Klimarettung“, d. h. das Geschäft für die Konzerne geht, die auch nicht ein paar Krümel vom ganzen Kuchen abgeben wollen. Da die Anlagen immer größer werden, soll der Einklang der Windkraft mit Mensch und Natur offenbar anthropotechnologisch hergestellt werden, indem sich der Mensch durch natürliche Auslese, die möglicherweise durch medizintechnische Maßnahmen unterstützt wird, an diese Technologie anpassen soll.

Selbst wenn es dem Homo Deus gelingen sollte, sich so zu verändern, dass er die inneren Vibrationen seines eigenen Körpers mit den von den Windkraftanlagen erzeugten Vibrationen so in Einklang zu bringen vermag, dass er nicht mehr dadurch erkrankt, sondern vielleicht sogar, wenn kein Windrad in seiner Nähe läuft, tot umfällt, selbst wenn es ihm gelingen sollte, entsprechende Haustiere zu züchten, so bleiben doch noch immer die Wildtiere, die in einer solchen Welt keine Überlebenschance haben und von denen viele Arten bereits jetzt durch das Zusammenspiel von Windkraft mit anderen Faktoren der Industrialisierung der außerstädtischen Räume erbarmungslos ausgerottet werden.

Und diese Tatsache kann ich nicht hinnehmen.

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