Windkraft – mehr Schein als Sein

Ein Gastbeitrag von Horst Arlt

Wieder einmal zeigt sich das Lügenkonstrukt Ökoenergie von einer besonderen Seite in Form der Stadtwerke Pyrmont durch die Presseabteilung. Da werden Badnews umgewandelt in Erfolgsmeldungen!

In meinen Augen wird die Öffentlichkeit getäuscht, statt dem Bürger und den Ratsvertretern reinen Wein einzuschenken…

Im DEWEZET Bericht vom 29.6.2021 heißt es:
„Besser als befürchtet seien die Unternehmensbeteiligungen, darunter an 23 Windkraftanlagen, verlaufen.“

Scheinbar hat Herr Christian Branahl nicht den Unternehmensreport 2020 der Stadtwerke Pyrmont gelesen, was ich zumindest als seine journalistische Aufgabe hätte angesehen.
Nun, ich habe auf Grundlage des Artikels mir den Report 2020 Stadtwerke Pyrmont einmal angesehen.

Die wichtigen Stellen sind markiert. Seite 15/16 dort heißt es u.a.:

„Darüber hinaus erfolgte in 2016 eine 100 %-ige Abschreibung auf den Buchwert beim Windpark in Brandenburg bei der eno-Gruppe aufgrund von langfristigen negativen Ertragsprognosen. Eine weitere Abschreibung auf die TOBI Wind-Gruppe in Höhe von 80 T€ erfolgte zudem 2018 aufgrund der Prognose in der Langfristplanung, dass voraussichtlich keine Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter bis zum Ende der Laufzeiten ausgeschüttet werden können.“

Weiter heißt es:

Die Stadtwerke Bad Pyrmont verfolgen weiter den Ausbau von Stromerzeugungskapazitäten im Wege von regenerativen Energiekonzepten, um zum einen bei der Energiebeschaffung unabhängiger zu werden und zum anderen einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Über die TOBI (Zusammenschluss von 15 bzw. 12 Stadtwerken) sind die Stadtwerke an einem GuD-Kraftwerk und mehreren Windparks beteiligt. Mit diesen Beteiligungen können – bei normalem Geschäftsverlauf – über 30 % der Haushalte in Bad Pyrmont mittelbar mit regenerativem bzw. CO2-reduziertem Strom beliefert werden.“

„Beide TOBI-Finanzbeteiligungen entwickeln sich wirtschaftlich weiter unbefriedigend, wobei die Durchschnittsrendite an den Windparks nicht negativ ist, jedoch weit unter den ursprünglichen Erwartungen von 7 % liegt.“

Aber man investiert weiter in WKA…

Man arbeitet ja nicht mit eigenen Kapital, sondern mit den Geld seiner Kunden, da muss man es mit der Wahrheit nicht so ganz genau nehmen.

Vielleicht habe ich aber auch eine falsche Denkweise?

Horst Arlt

Beitrag der Windkraft zur Deckung des Energiebedarfs (Quelle: https://www.smard.de/home/marktdaten?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22hour%22,%22from%22:1626127200000,%22to%22:1627077599999,%22moduleIds%22:%5B5000410,1001225,1004067%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22region%22:%22DE%22%7D)

Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Deutsche Wildtier Stiftung

Standard

4 Gedanken zu “Windkraft – mehr Schein als Sein

  1. Andreas Gerlach schreibt:

    Sehr geehrter Herr Arlt,
    vielleicht muss man den Sachverhalt der Rendite von Windkraftanlagen, wie im Beispiel Bad Pyrmont, differenzierter betrachten.
    Zum einen ist es doch ein Auftrag der Stadtverwaltung, meist auch Inhaber der örtlichen Stadtwerke, dem Bürger u.a. eine sichere- und künftig auch eine nachhaltige Stromversorgung zu sichern. Wenn also eine Stadtverwaltung ein Windparkprojekt initiiert oder sich daran beteiligt und somit Stromeinnahmen in der Region behält , ist das durchaus begrüßenswert. Alternativ kann man das regionale Geld auch in Leipzig an der Strombörse ausgeben. Natürlich ist es schwierig, das regional gebundene Geld im Detail sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang stellt sich mir aber dann die Frage der Bedeutung der Rendite einer von örtlichen Betreibern initiierten Windkraftanlage. Grundsätzlich sind alle Kilowattstunden, die mit eigener Windkraft vor Ort und in der Region erwirtschaftet und verkauft wurden schon eine 100%ige regionale Bindung des Kapitals – also sehr begrüßenswert. Wenn dann die gesamte Windkraftanlage zusätzlich eine Rendite hat, ist das hervorragend. Ist es nicht, w.o. bereits erwähnt, ein Auftrag der Gemeinden, heute seinen Bürgern z.B. eine 100% nachhaltige Stromversorgung anzubieten, ähnlich wie ein Schwimmbad, eine Kita, Spielplätze etc. Die Renditefrage sollte und darf m.E. nach nicht immer an 1. Stelle stehen. Lebenswert, nachhaltig und ökologisch sollten doch die Prioritäten sein. Nach meinen Informationen verursacht heute 1 Windrad einen „dauerhaften“ Waldschaden von ca. 4.500 qm (Baurodungen werden wieder aufgeforstet). Dieser ist aus Sicht der CO2 Bilanz nach ca. 8 (!) Monaten durch die Stromerzeugung bereits wieder eingespielt. Keine schlechte Bilanz in heutigen Zeiten.
    Zu den oft aufgeführten „Vogelschäden“ gibt es inzwischen sehr neue und interessante Studien, die sicherlich vielen hier bekannt sind (erneuerbareenergien.de). Aber nur zur kurzen Erklärung: Ursache Nr. 1 des Vogelsterbens: Giftköder in der Nähe von Landwirtschaftlichen Anwesen. Die zweithäufigste Todesursache ist der Straßenverkehr, es folgen der (illegale) Abschuss, Stromschlag durch Stromleitungen, Kollisionen mit Zügen. Die Windkraft landet auf Platz sieben. Und für alle Katzenfans noch ca. 20-100 Millionen tote Vögel durch Katzen pro Jahr laut NABU!
    Zum guten Ende noch interessant, sich die „Gesamtgesellschaftlichen“ Stromgestehungskosten in Deutschland aus dem Jahr 2021 immer wieder vor Augen zu führen: In ct/kw/h: Kernkraft 37,8; Braunkohle 25,5; Steinkohle 23,3; Solar 22,8; Wind an Land 8,8;
    Eine verantwortungsvolle Zukunft kann vermutlich nur mit 100 % Erneuerbaren Energien erfolgen. Dies bringt Frieden, Unabhängigkeit und Lebensqualität. Man denke nur an die vielen Kriege, die um Öl und Gas geführt wurden……oder um die Religion.

    Mit sonnigen Grüßen aus Bad Kissingen

    Andreas Gerlach

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    • Sehr geehrter Herr Gerlach,
      das wahllose und massenhafte Töten von Wildvögeln und Fledermäusen, die strenggeschützt sind, und die Zerstörung ihrer Lebensräume durch die Windkraft sind nicht zu rechtfertigen durch andere Umweltverbrechen dieser Art. Es handelt sich um einen Verstoß gegen Art. 20a GG, der dem Staat gebietet, die Wildtiere zu schützen. Lebenswert wird das Umfeld der Anwohner durch den Bau von Windkraftanlagen keineswegs. Der Anblick der Anlagen, der Lärm, der Infraschall und der Schattenwurf beeinträchtigen ihre Lebensqualität und ihre Gesundheit. Dazu finden sich zahlreiche Belege auf diesem Blog. Die Gesundheitsschädigung verstößt gegen Art. 2 GG. Ihre Auffassung, dass die Energiekosten für die Bürger und mittelständische Unternehmen durch die Energiepolitik seit Beginn der Energiewende gesunken sind, widerspricht der Erfahrung vieler Bürger.
      Freundliche Grüße
      René Sternke

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  2. Hannelore Thomas schreibt:

    Herr Gerlach, können Sie mir bitte erklären, was Sie konkret unter „nachhaltig“ verstehen?
    Und hierzu: „Aber nur zur kurzen Erklärung: Ursache Nr. 1 des Vogelsterbens: Giftköder in der Nähe von Landwirtschaftlichen Anwesen. Die zweithäufigste Todesursache ist der Straßenverkehr, es folgen der (illegale) Abschuss, Stromschlag durch Stromleitungen, Kollisionen mit Zügen. Die Windkraft landet auf Platz sieben. Und für alle Katzenfans noch ca. 20-100 Millionen tote Vögel durch Katzen pro Jahr laut NABU!“ würde ich mich freuen, wenn Sie mehrere Quellen angeben würden.

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    • Liebe Frau Thomas,
      wie undurchdacht diese Argumentation, die von der Windlobby regelmäßig zur Rechtfertigung ihrer Totschlaggelüste vorgetragen wird, ist, sieht man auch daran, dass die Windlobbyisten den Vogelschlag durch Windkraftanlagen mit den Vogeltötungen durch Stromschlag an Stromleitungen zu rechtfertigen suchen. Der massive Windkraft- und Netzausbau lässt das Auftreten beider Tötungsarten zunehmen.
      Herzliche Grüße
      Ihr René Sternke

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