Der Bundesverband WindEnergie kritisiert das Klimakabinett und – die Windkraft

Metakommentar zum BWE-Kommentar zum Klimakabinett

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Der Vorsitzende des Bundesverbands WindEnergie Hermann Albers hat die Beschlüsse des Klimakabinetts unter der Überschrift „Entscheidung des Klimakabinetts – Koalition sorgt mit Festlegung von pauschalen Abständen für Chaos“ kommentiert. Ich zitiere und kommentiere einige Statements. Die Überschriften sind von mir. Der BWE liefert die schlagendsten Argumente gegen die Windkraft.

Das höchste Ziel des BWE ist der Schutz der Branche

„Damit [mit der Einführung pauschaler Abstandsregelungen] wird die Regional- und Landesplanung ins Chaos gestürzt, was die gesamte Branche gefährdet.“

Es geht der Windindustrie nicht um den Klimaschutz. Ihr eigenes Fortbestehen und die Planungen sind für sie vorrangig. Daher ist eine unabhängige Prüfung des Windkraftausbaus in Bezug auf die damit tatsächlich erzielten CO2-Einsparungen notwendig.

Akzeptanz ist ein Scheinargument

„Indem sie die Akzeptanz als Scheinargument vorschiebt, handeln Teile der Union verantwortungslos gegenüber der deutschen Wirtschaft und dem ländlichen Raum.“

Tatsächlich vermeidet die Union die Analyse der realen Ursachen der fehlenden Akzeptanz. Die negativen ökonomischen, ökologi-schen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen des Windkraftausbaus werden nicht thematisiert. Indem sie den Windkraftausbau keiner kritischen Analyse unterzieht und eine scheinbar unbegründete Nichtakzeptanz der Windenergie durch große Teile der Bevölkerung als Scheinargument vorträgt, handelt die Union verantwortungslos gegenüber der deutschen Wirtschaft und dem ländlichen Raum.

Ablehnung pauschaler Abstände

„Pauschale Abstände schränken die Handlungsmöglichkeiten vor Ort massiv ein und sorgen für mehr Frustration, statt mehr Akzeptanz zu erreichen.“

Tatsächlich frustrieren pauschale Abstände nicht nur die Wind-industrie, sondern auch die Bevölkerung. Pauschale Abstandsrege-lungen liefern die Gemeinden und Bürger dem Windkraftausbau wehrlos aus. Sie können die Planungshoheit der Gemeinden und ein Veto der Anwohner nicht ersetzen.

Beschneidung des Wertschöpfungspools für ländliche Regionen und Schaffung einer Ökostromlücke

So gefährdet die Union die zukunftsfähige Windenergiebranche, beschneidet einen Wertschöpfungspool für ländliche Regionen und provoziert eine Ökostromlücke, die die Versorgungssicherheit der deutschen Industrie in Frage stellt.“

Tatsächlich beschneidet die Union das Wertschöpfungspool für ländliche Regionen wenn sie mit Zwangsausweisungen von Windfeldern anhand pauschaler Abstandsregeln die Immobilien und damit das Vermögen der Bürger, ihre Altersversorgung und einen wichtigen Teil des kulturellen Erbes unseres Landes entwertet, unsere Landschaften und den sanften Tourismus zerstört und die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Nutzung von Flächen stark einschränkt.

Die Öko-Stromlücke besteht in der Tat. Die bei SMARD abrufbaren Werte von Energieproduktion und -verbrauch der letzten Tage (vgl. Abb.) zeigen deutlich, dass Deutschland aufgrund einer desaströsen Energiepolitik schon jetzt nicht mehr in der Lage ist, seinen Energieverbrauch (rote Linie) aus eigenen Kräften zu decken und auf den grünen Strom aus den Atom- und Kohlekraftwerken unserer Nachbarländer angewiesen ist. Sie zeigen weiterhin, dass selbst bei einer Vervielfachung der Leistung der Windindustrie (blau) die derzeit durch Nutzung von Braunkohle (hellbraun), Kernkraft (dunkelbraun) und Steinkohle (schwarz) erbrachte Leistung nicht ersetzt werden kann. Ohne eine erneute Energiewende und eine Abkehr von der ihre schwache Leistung unzuverlässig liefernden Windenergie wird die Öko-Stromlücke Deutschland zugrunde rich-ten.

Quelle: SMARD Strommarktdaten

(Ich wundere mich, dass Peter Altmaier die SMARD-Seite der Bundesnetzagentur nicht kennt.)

Warnung vor Söder und Kramp-Karrenbauer

„Während Markus Söder in Bayern oder Annegret Kramp-Karrenbauer in Werkstattgesprächen programmatische Lücken in der Umwelt- und Klimapolitik schließen, dreht man in Berlin der Energiewende den Strom ab.“

Markus Söder und Annegret Kramp-Karrenbauer sollte man also auf keinen Fall wählen.

Der Windkraftausbau und -betrieb soll CO2-frei vor sich gehen

„Sie [die Bundesländer] kennen die Herausforderungen vor Ort, wissen um die Nachfrage nach CO2-freier Energie und können die Wertschopfungseffekte real nachvollziehen.“

Die Windindustrie soll den Nachweis bringen, dass der Windkraft-ausbau und -betrieb sowie das Recycling der Anlagen CO2-frei vor sich gehen. Insbesondere die Betonproduktion, die Arbeit in den Eisengießereien und der Transport der großen Anlagen müssen CO2-frei sein. Die Länder sollen darauf achten, dass der Windkraftbetrieb auch SF6-frei vor sich geht, denn was nützt es dem Klima, wenn ein Treibhausgas durch ein anderes ersetzt wird? Die Länder sollen tatsächlich einmal die Wertschopfungseffekte real nachvollziehen und sich klarmachen, dass die Kanalisierung der EEG-Umlage in dieses oder jenes Bundesland keine erfolgreiche Wirtschaftspolitik ist.

Vgl. dazu: Vernunftkraft: Klimapaket geschnürt – unseriös geht’s weiter

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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