Ein Windrad ist kein Original aber—

Ein Gastbeitrag von Angelika Janz

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Der Beitrag von Angelika Janz antwortet auf meinen Text „Entsprechen Windräder dem modernen Schönheitsideal besser als Pflanzen und Tiere?“

Es ist absurd, auch nur annähernd ein Windrad als ästhetisches Werk anzusehen, und das, lieber Herr Sternke, mit einer einzigen Ausnahme, aus folgenden Gründen:

1. Ein Windrad ist kein Original.

2. Auch als Serienkunstwerk in Auflage hat es keinen Sammlerwert, weil

3. ein Kunstwerk – nach Kant – und bis heute – „zwecklos“ ist, bedeutet: ein Kunstwerk  verfügt, außer zu erfreuen oder zum Staunen, Nachdenken anzuregen, über k e i n e  Gebrauchs-Funktion

4. Windräder können in ihrer schnörkellosen banalen Glattheit allenfalls in zweiter Instanz als Objekte einer Ästhetik z. B. in Fotos dienen, jedoch ist und bleibt das „Geschmacksache“, auch das hat Kant bereits so gesehen,  jedoch

5. ist so ein Ding, unabhängig von seiner Größe und enormen Stör–und Zerstörungsfunktion in der Landschaft für Mensch und Tier, längst abgegriffen, allzu gewöhnlich und kann selbst als Krankenhauskunst kaum einen Kranken aus dem Bett und einen müden Betrachter in dieser Welt nie vom Hocker reißen.

6. Eine nahezu beglückende Ausnahme gibt es jedoch, denken wir nur an die wunderbare Kunsterfindung des Schweizer Künstlers Jean Tinguely, der maschinelle Kunstwerke, die sich selbst zerstören, schon in den 50ern schuf – ebenso auch der fabelhafte, nicht enttarnte und mittlerweile millionenschwere Streetart-Künstler Banksy, dessen Bild sich unmittelbar nach seiner Versteigerung im Jahre 2018 für 1,2 Millionen Euro im Auktionshaus vor den Augen der Besucher selbst zerschredderte.

Angelika Janz

PS: Den Vergleich der Ästhetik eines Windrads (huuh!) mit der künstlerischen Darstellung von Pflanzen und Tieren lassen wir lieber einmal, denn es gibt keinerlei Aufwiegung der Wertschätzung eines solchen Gegenstandes mit der Erhabenheit der Natur (wieder Kant!) – ob als Original oder im gelungenen Kunstwerk!

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

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Sollten Sie auf dieser Seite Werbung sehen, so bitte ich Sie ausdrücklich, diese Produkte auf keinen Fall zu kaufen, sondern das Geld einem gemeinnützigen Verein zu spenden.

Naturschutzinitiative e.V.

Deutsche Schutz-Gemeinschaft für Mensch und Tier e.V. (DSGS e.V.)

Standard

5 Gedanken zu “Ein Windrad ist kein Original aber—

  1. Das ist doch eine gute Erklärung. Wenn Windräder, moderne Ästhetik widerspiegeln, dann tun dies auch Plattenbausiedlungen, Schweinemastanlagen und Autobahnen oder auch Braunkohlehalden. Es sind einfach in Serie gefertigte Industrieanlagen. Selbst eine Autobahnbrücke besitzt noch mehr Originalität … Mir fällt auf, dass die Windkraftfreunde gerne WKA in einer schönen Berglandschaft oder bei Sonnenuntergang oder hinter einer blühenden Wiese ablichten. Untertitel ist dann: „Windräder können auch ästhetisch sein.“. Die Frage ist aber, ob das entsprechende Bild ohne die Betonpfeiler und Propeller nicht sehr viel schöner wäre. Das, was den Anblick dieser eintönigen Massenware abmildert, ist doch gerade das „Ambiente“. Das Schönreden dieser Industrieanlagen erinnert mich nur noch an die ideologische Verbrämung von Plattenbauten im Realsozialismus.

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