WDR: Frauenverachtung und Altersdiskriminierung zur vorgeblichen Weltklimarettung

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Zwecks Zuordnung des Liedes „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“ zu einer literarischen Gattung zitiert Deutschlandfunk Gerhart Baum, stellvertretendes Mitglied im WDR-Rundfunkrat: „Bei dem Lied handele es sich um Satire, und die Kunst sei laut Grundgesetz frei.“ Eine Satire ist ein Kunstwerk, das Personen, Ereignisse oder Zustände vor allem durch Überhöhungen kritisiert. Als Kunstwerk weist sich das Lied durch Vers, Reim und Strophenform aus. Es genügt in unseren Zeiten offenbar, „Merkel ist ein Ferkel“ zu sagen, und schon befinden wir uns im Allerheiligsten der Kunst. Ich zitiere den Text des Kunstwerks, mit welchem der WDR seinen Bildungsauftrag zu erfüllen gedachte, und analysiere anschließend den Inhalt und die Rezeption der Satire.

 Meine Oma ist ne alte Umweltsau

Quelle: https://www.merkur.de/politik/wdr-kinderchor-oma-umweltsau-lied-text-video-zr-13391381.html

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad. Das sind 1000 Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ne alte Umweltsau!

Meine Oma sagt Motorradfahren ist voll cool, echt voll cool, echt voll cool. Sie benutzt das Ding im Altersheim als Rollstuhl, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

Meine Oma fährt im SUV beim Arzt vor, beim Arzt vor, beim Arzt vor. Sie überfährt dabei zwei Opis mit Rollator, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounterfleisch so gut wie gar nichts kostet, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ne Kreuzfahrt, meine Oma ist doch keine Umweltsau.

Es folgt ein Audiozitat von Greta Thunberg: „We will not let you get away with this“ (Deutsch: „Wir werden euch damit nicht davonkommen lassen!“)

Gegenstand der Kritik

Gegenstand der Kritik ist umweltschädigendes Verhalten durch Motorradfahren, Verbrauch fossiler Brennstoffe, SUV-Fahren, Fleischkonsum, Flugreisen und Kreuzfahrten. Im Kontext der gegenwärtigen Diskussion ist diese Umweltschädigung vor allem als Klimaschädigung zu verstehen. Diese Lesart wird durch das Greta-Thunberg-Zitat am Ende bestätigt.

Mittel der künstlerischen Überhöhung

Die beabsichtigte komische Wirkung beruht darauf, dass eine ältere Frau diese Handlungen ausführt. Erwartet wird von ihr, dass sie sich im Altersheim aufhält und Rollstuhl oder Rollator fährt. Sie aber „benutzt das Ding [das Motorrad] im Altersheim als Rollstuhl“.

Der gerontophobe und misogyne Subtext

Die in diesem Lied beabsichtigte Komik kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn man eine feste Vorstellung von der sozialen Rolle hat, welche eine ältere Dame zu erfüllen hat. Das Lied ist damit das Gegenstück und das Gegenteil der Erzählung „Die unwürdige Greisin“ von Bertolt Brecht. Die negative Heldin ist weiblich. Dadurch gewinnt das Wort „Sau“ an Plastizität. Ihre Opfer – „Sie überfährt dabei zwei Opis mit Rollator“ – sind männlich. Die Satire gegen Umweltschädigungen verbindet sich mit einer Satire gegen Frauen und gegen die ältere Generation, welcher die Verantwortung für den von ihr gemachten Klimawandel zugesprochen wird. Ohne die Satire gegen Frauen und gegen die Älteren kann die Satire gegen die Umweltschädigung nicht wirksam werden, weil Fleischkonsum, Fahrzeugbesitz, Flugreisen, Kreuzfahrten usw. jahrzehntelang in unserer Geselllschaft (auch von den öffentlich-rechtlichen Sendern) als positive Errungenschaften einer sozialen und demokratischen Massengesellschaft beworben wurden und noch werden und folglich, wenn sie für sich genommen dargestellt werden, nicht komisch sind, während der Spott über die Frauen und die Alten in den satirischen Gattungen auf eine jahrtausendelange kulturelle Tradition zurückblicken kann. Diese Tradtitionen werden durch das Lied wiederbelebt. Frauenfeindlichkeit und Altersdiskiminierung sind das Verhikel der Umweltsau-Satire.

Das Raffinement der Inszenierung

Gesungen wird das gerontophobe und misogyne Lied von Mädchen veschiedener Hautfarbe. Diese werden aber, wie der Film zeigt, von weißen alten Männern inzeniert und dirigiert (Abb. 2). Der Graukopf mit Dauerwelle dürfte der im Lied attackierten Oma-Generation angehören (Abb. 3). Während der Eindruck erregt werden soll, dass die junge multikulturell geprägte Generation die alte konsumsüchtige und umweltschädigende Generation geißelt, instrumentalisieren alte weiße Männer Kinder, um es zu ermöglichen, dass umweltzerstörerische Technologien unter dem Vorwand des Klimaschutzes in bisher vor der Industrialiserung geschützte Naturräume vordringen und in der Nähe von Wohngebäuden die Gesundheit von Bürgern untergraben.

Instrumentalisierung von Kindern

Dass Kinder ideologisch indoktriniert und politisch funktionalisiert werden, ist typisch für Diktaturen. Dass sie sogar gegen Mitglieder ihrer eigenen Familien aufgehetzt und eingesetzt werden, ist ebenfalls kein Novum. Die Hinterfragung des Verhaltens der eigenen Großmutter, mag sie nun Flugreisen und Kreuzfahrten machen oder billige Produkte im Discounter kaufen, wird den Kindern durch das zehnmalige Singen der Wortgruppe „meine Oma“ nahegelegt. Singen ist eine Technik der Verinnerlichung. Kinder werden zu Mitläufern erzogen.

Sprachliche Verrohung und Gewaltfantasie

Kinder werden dazu angehalten, ihre Großmütter als Umweltzerstörerinnen zu begreifen und als „Säue“ zu bezeichnen. In Greta-Thunberg-Manier sollen sie den Spieß umdrehen, die Erwachsenen zurechtweisen und ihnen Strafen androhen: „We will not let you get away with this“. Gleichzeitig geht auch die Großmutter in dem Lied sehr brutal mit ihren Mitmenschen um: „Sie überfährt dabei zwei Opis mit Rollator“. Normübertretungen durch sprachliche Verrohung und Gewaltfantasien werden lustvoll dargeboten und eingeübt, um Verschiebungen im Wertesystem herbeizuführen.

Klimareligion

Das Wort „geläutert“ gehört der Sphäre der Religion an. Dass die Großmutter aufhört, Flugreisen zu unternehmen, wird als „Läuterung“, also als innere Reinigung, bezeichnet. Die materialistische und animalische Großmutter ist jedoch keiner Läuterung fähig, da sie die Flugreisen durch Kreuzfahrten ersetzt. Sie ist und bleibt eine Umweltsau und dient als negative Folie für den sich durch Askese auszeichnenden Klimakult.

Hypokrisie der Kritik an der Umweltzerstörung

Der technische Aufwand im WDR-Studio, der im Video sichtbar wird, zeigt, dass die Kritik an der Umweltzerstörung geheuchelt ist (Abb. 2 und 3). Auch die Apparatschiks im Studio sehen nicht so aus, also ob sie ihr Leben damit zugebracht hätten, CO2 zu reduzieren, als ob sie wie Minister Altmaier immer nur vegetarisch gegessen und niemals mit ihren Dienst- und Bildungsreisen im Flugzeug geprahlt hätten. Wie bei der Okkkupation der bislang geschützten beruhigten und unzerschnittenen Räume mit Windindustrieanlagen, zu deren Durchsetzung diese Hetze und die Spaltung der Gesellschaft betrieben werden, herrscht auch hier im Studio und im Kunstwerk die Lüge von der Klimaneutralität.

Machtausübung und Unterdrückung mittels Ideologie

Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse und das Staatsfernsehen dient der Durchsetzung der politischen und ökonomischen Interessen der Herrschenden mittels Agitation und Propaganda. In diesem Fall sind die Unterdrückten, deren Handlungsmöglichkeiten durch Steuern, Verbote und gewaltsame Umgestaltung ihres Lebensumfeldes eingeschränkt werden, sogar noch gezwungen, die gegen sie gerichtete Hetze zu finanzieren.

Die absurde Entschuldigung des Intendanten

Der Intendant des WDR entschuldigte sich in einem Interview für das Umweltsau-Lied, indem er versuchte, die Aussage des Liedes zu relativieren. Er führte zu diesem Zweck an, dass sein eigener 92jähriger Vater, der seit Heiligabend im Krankenhaus liege, keine Umweltsau gewesen sei. Wie sollte er auch? Einem Mann steht das Motorradfahren zu und Buhrows Vater ist wohl eher einer von den beiden Opis im Rollator, die die Umweltsau umfährt, und gehört der Generation der Urgroßeltern der in der Sendung instrumentalisierten Kinder an. Tom Buhrow selbst gehört der im Lied als Umweltsäue attackierten Generation an.

Diffamation der Kritiker der Satire

Obwohl das Lied mit der Satire gegen Frauen und ältere Menschen, die in diesem Lied mit der Satire gegen Umweltschädigung untrennbar verbunden ist, vor allem Reizbarkeit im linken Lager hätte erregen müssen, blieb dort der Aufschrei aus, weil dort die Klimproblematik allen anderen Themen übergeordnet worden ist. Deutschlandfunk konstatierte triumphierend: „Empörung kam laut Analyse von rechts“. Indem jeder Kritiker mit einer solchen Zuordnung seiner Position zu einem politischen Lager in die rechte Ecke geschoben wird, soll die Kritik mundtot gemacht werden.

Kulturkampf

„Dass ein Witz über eine im Hühnerstall fahrende Oma zu einem ‚Kulturkampf‘ werde, sei ‚einfach nur traurig'“, wird Tim Wolff vom Cicero vom Deutschlandfunk unter dem Titel „Ein Witz wird zum Kulturkampf“ zitiert. Tatsächlich handelt es sich um einen Kulturkampf, der jedoch nicht erst von den Kritikern des Liedes begonnen wurde. Spätestens seit dem Film „Angriff auf die Windkraft“ wissen wir, dass der WDR, um umweltzerstörerische „grüne“ Technologien im Interesse einer Kapitalumverteilung von unten nach oben durchzusetzen, vor der Spaltung der Gesellschaft nicht zurückschreckt (vgl. dazu „ARD: Mit dem Geld der Bürger finanzierte Hate-speech gegen die Bürger“ und „Der WDR empfindet seine Diffamation des Bürgerwillens nicht als diffamierend“). Das Lied „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“ war die Fortführung eines längst begonnenen Kultur- und Klassenkampfes.

Die Debatte darüber, wie eine seriöse Umweltpolitik gelingen könnte

Deutschlandfunk führt zur Verteidigng seines Kunstwerks einen Feldzug, der eine besondere Etappe im Kulturkampf bildet und sendet eine Autorität nach der anderen in die Schlacht. Unter der Überschrift „Medienwissenschaftler kritisiert Empörungswelle“ zitiert Deutschlandfunk Prof. Dr. Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen: „Pörksen sagte, die Aufregung über das Lied überdecke die Debatte darüber, wie eine seriöse Umweltpolitik gelingen könnte.“ Genau diese Debatte wünschen wir uns schon lange. Um sie zu ermöglichen, muss die Meinungsfreiheit wiederhergestellt werden. Die Klimaproblematik muss offen und kontrovers diskutiert werden dürfen. Der lächerliche Verweis auf Mehrheitsentscheidungen in der Wissenschaft bildet den würdigen Gegenstand einer Satire. Die aktuelle unwirksame Klimapolitik muss in Frage gestellt werden dürfen. Es muss im Anschluss an die Forschungsergebnisse der ETH gefragt werden dürfen, ob eine Pflege der natürlichen CO2-Speicher, vor allem der Wälder, nicht eine wirksamere Klimaschutzstrategie bildet als die Zerstörung der Umwelt zur Errichtung von Industrieanlagen, die in erster Linie der Kapitalumverteilung dienen.

Nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihren Bundestagsabgordneten auf und fordern Sie sie auf, den von Peter Altmaier vorbereiteten Gesetzesnovellen zur weiteren Beseitigung des Artenschutzes nicht zuzustimmen!

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Abb. 1 (Quelle: https://www.merkur.de/politik/wdr-kinderchor-oma-umweltsau-lied-text-video-zr-13391381.html)
Abb. 2 (Quelle: https://www.merkur.de/politik/wdr-kinderchor-oma-umweltsau-lied-text-video-zr-13391381.html)
Abb. 3 (Quelle: https://www.merkur.de/politik/wdr-kinderchor-oma-umweltsau-lied-text-video-zr-13391381.html)

Unterschreiben und verbreiten Sie bitte die Petition „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s